17.07.2010 · Die Französinnen drohen in längst überholte Rollenmuster zurückzufallen: Elisabeth Badinter ist empört - als Philosophin, Ehefrau und Mutter. Ihre Streitschrift wird auch Deutschland spalten.
Von Lena BoppRichtlinien für Lesermeinungen
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wertkonservative Nordafrikaner
Wieder einmal projizieren unsere einheimischen Paschas
ihre Haremsphantasien auf exotische Kulturen wo die Welt
noch in Ordnung und das Weib noch an seinem Platze sei.
Jetzt sind es also die nordafrikanischen Wüstensöhne,
die in Frankreichs Ghettos noch die natürliche Ordnung
der Familie vorleben und deswegen die dekadenten Gallier
überrunden. Schließlich haben dieselben Leserbriefschreiber
unermüdlich darauf hingewiesen, vermutlich aufgrund ihrer
Praxiserfahrung als Streetworker im Banlieue, dass diese
Einwanderer nur deswegen so hochbegabten Nachwuchs
generieren, weil ihre Mütter keine Karrierezicken sind.
Mit Spannung erwarten wir also die nächste argumentative Verrenkung ...
Liebe M minus L Bender (mlbfd1) 17.Juli - 23:45h
Sie fragten schreibend:
>>Mit wem unterhalten Sie sich länger [auf einem hypothetischen Klassentreffen], mit der Hausfrau, Mutter und z. B. ehemaligen Bankerin oder mit der Jetzt-Bankerin? Bei wem gehen Ihnen (vermeintlich) eher die Themen aus? <<
Sie werden lachen!: Wahrscheinlich mit der Mutter.
Als mit-(!!!!)erziehender Vater (Vollzeit berufstätig), interessiert mich tatsächlich das Leben meines Sohnes außerordentlich.
Folglich auch das der anderen Eltern (m/w)!
Auch fragten Sie: >>Wessen Frau Ihres Kollegen nehmen Sie wahr, die beruflich "aktive" oder die scheinbar passive?<<:
Ich nehme zuerst die nette wahr!
Die weniger hochnäsige, die am wenigsten durchgegenderte und - ja, ich gebe es zu- die hübsche, die auch Wert auf ihr Äußeres legt.
Was das wiederum mit Beruf oder Kind zu tun hat? :
Nichts!
In meinem Weltbild-und ich stehe damit auf Seiten von Millionen Menschen! - erziehen beide die Kinder und Arbeiten beide nach besten Möglichkeiten.
Der eine mehr zu Hause der andere mehr in der Wirtschaft - je nach Wunsch und Möglichkeit.
Stellen Sie sich das so ungewöhnlich vor?
Dann greift auch bei Ihnen schon das verquere Weltbild der neokommunistischen EmanzipatorInnen... wohl ohne, dass Sie das bemerkt haben.
..ich finde es sehr interessant, zu lesen, wie sehr Sie die Rolle der Frau zu der des weiblichen Arbeitsesels für die entmenschlichte "deutsche" Wirtschaft machen wollen.
Die Arbeitgeberschaft ist für mich ebenfals eines der Übel, die dieses Land kaputtmacht.
Sie , die Arbeitgeberschaft,will Massenzuwanderung der niedrigen Löhne wegen,derweil deutsche Frauen kinder - und rechtlos Ihre Schuhe putzen, übertragen gesagt.
Welch eine Horrorvorstellung. Deutsche Arbeitgeber sind aber so.
Der beste Kommentar überhaupt @ (bstoehr)
Überlaßt es den Menschen selbst und redet ihnen nicht ständig ein, sie könnten es nicht. Das ist Quatsch mit Soße.
@Herr Jäger, hervorragend erkannt
Ihr Beitrag hier ist einer der besten, die ich jemals gelesen habe zu dem Thema.
Ich möchte noch eines hinzufügen. In der heimat meiner Eltern ist Kinderreichtum (man gehe mal über die Strasse von Ha Noi) so selbstverständlich, dass das Durchschnittsalter der Vietnamesen extrem unter dem der Deutschen liegt. Und das: OHNE, Kindergeld, OHNE Elterngeld, OHNE Sozialhilfe, OHNE Familienförderung -
aber MIT Kinderliebe, MIT Grossfamilien, damit auch die Mutter unbesorgt arbeiten gehen kann.
Es liegt gar nicht an den fehlenden finanziellen Mitteln des Staates für Familien, dass so wenig Kinder geboren werden, es liegt am masslosen Egoismus der Deutschen, dem Unwillen, Verantwortung für etas Zukunftsbringendes zu übernehmen und auch daran, dass die "Elite" die herkömmliche Familie (Verheiratete Eltern, 2-4 Kinder) als etwas darzustellen versuchen, was "nazistisch" sei, wenn auch nur bei deutschen Kindern und nicht bei arabischen oder türkischen.
Die Deutschen lassen sich all dies noch begierig einreden.
Es ist klar, wenn der deutsche(!) Staat so kaputt geht. Aber das scheint ja von maßgeblichen gesellschaftlichen Gruppen auch gewollt.
Gleichberechtigung im früh republikanischen F wird anders als in Dtl. - nämlich nicht mit der Feminismuskeule, sondern viel pragmatischer diskutiert. ABER:
1. Die höhere Geburtenrate in F ist nicht allein durch die Zuwanderung aus Nordalafrika zu erklären. Berufstätige, qualifizierte Frauen "ohne Migrationshintergrund", die schwanger werden, sind dort keine Seltenheit.
2. Wenn man F und die dortige Geburtenrate so in den Himmel lobt, sollte man im Umkehrschluss aber auch erwähnen, dass man seine Kinder dort meist mit 2 J. in die école maternelle und damit in fremde Hände gibt.
Der Diskussionsbedarf zeigt das Dilemma: Wir brauchen Kinder - Kinder sind die Zukunft. Kinder brauchen Erziehung - von Vater, Mutter oder beiden. Aber wir brauchen auch weibliche Arbeits- bzw. Fachkräfte. Familienbande und -werte sind heute fragiler, Arbeitsverhältnisse volatiler. Partner müssen die Familie ggf. auch durch eigene Erwerbsarbeit absichern können. Flexibilität wird gefordert, ständige Abrufbarkeit ist jedoch Gift für das Familienleben. Welcher junge Mensch bzw. junge Frau kann sich heute noch leisten, nichts für ihre Rente und für Ihren Lebenslauf zu tun? Und ist ein Wiedereinstieg - außer in den Lehrer-/Beamtenberuf überhaupt realistisch?
Liegt der Sinn des Mutterseins...
...tatsächlich darin,
- dem Staat einen neuen Steuer- und Rentenzahler, Wähler, Untertanen zu schenken,
- sich selbst zu verwirklichen, indem man mal eine Geburt am eigenen Leibe erleben will,
- auf Parties nicht als Außenseiter zu gelten,
- möglichst schnell das Kind in die Obhut irgendwelcher Fremder zu überantworten, über deren Neigungen und Fähigkeiten man nichts weiß, um sich dann häufig nicht-nachhaltigen, beruflichen Tätigkeiten zu widmen?
Was ist das für eine oberflächliche Sichtweise, ja Pervertierung des Mutterbildes und des Familiengedankens. Es mag ja sein, dass gerade in den ersten Lebensjahren eines Kindes das Mutterdasein weniger intellektuell herausfordernd ist als z.B. Bücher zu schreiben. Aber erstens sind selbst gebildete Frauen (genausowenig wie Männer) zumeist nicht in der Lage z.B. ein (zumindest lesenwertes) Buch zu schreiben, sondern verbringen ihre Zeit ohne Kinder stattdessen mit letztlich sinnfreier Büroarbeit etc. - Alibitätigkeiten. Zählt denn die höchste emotionale Herausforderung und Bindung in dieser krank verkopften Gesellschaft, die fröhlich an ihrem eigenen Ast sägt und sich von gefühlskalten Egomanen Selbstzerstörungstendenzen einflüstern läßt, gar nichts mehr?
Ja, es ist nicht leicht in der heutigen Gesellschaft auf ein Klassentreffen zu gehen und zu sagen, dass man sich "nur" um seine Kinder kümmert. Ist das nicht schade?
Leider hat die Emanzipationsbewegung dazu geführt, dass eine Frau heute nur noch etwas gilt, wenn sie arbeitet und Kinder großzieht. Die Tatsache aber, das viele Menschen dazu überhaupt nicht die Leistungsfähigkeit haben, egal ob Mann oder Frau, darauf nimmt die Emanzipationsbewegung keinerlei Rücksicht.
Und M-L, da stellen sich einige Powerfrauen hin und sind die größten Angeberinnen, wie ein Mann, der sich an seinem Porsche aufgeilt. Sie stehen da und protzen über ihren Job, ihre Karriere, ihre Kinder und ja, ganz wichtig, wie emanzipiert sie sind. Da stehst Du nun als Mutter beim Klassentreffen und Du solltest Dich eigentlich über diese emanzipierten weiblichen Popeys ärgern.
Selbstbewusstsein bedeutet, dass Du Dich über Dich selbst bewusst wirst und nicht einem gesellschaftlichen Ideal nachgehst.
Für Männer kann es im Scheidungsfall auch ganz bescheuert aussehen. Es gibt heute 13 % alleinerziehende Männer, Tendenz steigend - zum Glück.
gesellschaft muss sich als Ganzes verändern
Die Kritik ist berechtigt, doch das heißt nicht, dass eine adäquate Lösung ansteht. Solange die Gesellschaft das Prinzip Solidarität nicht neu definiert und alle Last der Kindererziehung auf einer Frau/einem Mann ruhen läßt (das gibt es ja sonst in keiner Kultur zu keiner Zeit!), wird sich das nicht ändern. Die Kleinstfamilie (Vater/Mutter/Kind) ist die Wurzel vieler Übel. Das Verantwortung geteilt werden muß, damit es funktioniert, ist doch einsehbar. Was bei der familiären Vereinzelung herauskommt, kann jeder leichten Augen sehen und füllt die Regale der Erziehungsratgeber und die Kassen des Buchhandels. Es gibt keine selbstverständlichen Netze der Unterstützung mehr. Krippen sind nur die eine Hälfte der Wahrheit und lassen oft echte Bindungsmöglichkeiten und gegenseitiges Wahrnehmen nicht so optimal zu, wie es sich viele Mütter dann doch wünschen.
Die Lösung liegt einzig und allein (!!!) in der gegenseitigen Unterstützung und darin, dass die Älteren unserer Gesellschaft sich endlich derart einbringen, dass sie, vor allem als Leihgroßeltern Mitverantwortung für unsere Kinder ( sagen wir es materiell für ihre Rente) übernehmen. Darin liegt die echte Lösung. Unsere neue Familienministerin kann sich gern auf mich berufen!
Soll ich ehrlich auf Ihre Fragen antworten:
Ich unterhalte mich lieber mit der Hausfrau und Mutter, da ich dort echte Anteilnahme erlebe, Probleme diskutieren kann und nicht nur berufsbedingte Phrasendrescher, die ich im Alltag schon genügend erlebe.
Wer seinen Horizont erweitern möchte, der unterhält sich lieber mit der Hausfrau, als mit der Karrieremutter, von der man ohnehin nur wohlfeile, mainstreamtaugliche Worthülsen zu hören bekommt. Und wenn man dann noch Kontakte knüpfen kann auf einer Party, dann halten meist die länger, die man mit diesen Frauen und Männern knüpft, weil diese meist auch mehr Zeit haben sich mal um ihre Kinder zu kümmern und zusammen mit anderen Familien etwas zu unternehmen.
Das Leben ist mehr, als über den Job zu sprechen. Das tue ich schon 8 bis 10 Stunden am Tag. Und wirkliche intellektuelle Gespräche findet man sowohl bei Hausfrauen/männern, als auch bei der arbeitenden Bevölkerung. Doch sind die meist ohnehin so selten, dass man sich darauf nicht vorbereiten kann, oder es dem Anderen vorher ansieht, dass er/sie dazu in der Lage sind.
Freiheit für das Heimchen am Herd
Das Kind ist der beste Verbündete des Mannes?
1. Niemand zwingt Frauen schwanger zu werden. Sie haben die Wahlfreiheit.
2. Ich kenne keinen Mann, der davon leben kann 5 Kinder gezeugt zu haben und den ganzen Tag zu Hause zu bleiben.
3. Vor Gericht ist das Kind der beste Verbündete der Frau.
4. Es gibt keine Wahlfreiheit: Nur noch Karriere wird anerkannt und das schuften für den Sozialstaat.
Freiheit für die Mütter! Nicht nur für die Rabenmütter, sondern auch für die Heimchen am Herd, die tagtäglich in den Medien diffamiert werden!
90% der Hausarbeit wird von Frauen erledigt?
Und?
Wollt Ihr jetzt also in die Familien reinregieren? Lufthoheit über die Kinderbetten?
Ich spreche die Warnung im Vorfeld gegenüber unseren deutschen Politikern nur einmal aus: Wenn ich Euch in unserem familiären Umfeld antreffe, werde ich Widerstand leisten, massiven Widerstand und berufe mich dabei auf Artikel 20 GG.
Meine Unterstützung dieses Staates würde dann auf eine harte Probe gestellt werden und ich würde diesem Staat keine Träne nachweinen, wenn er sich zerlebt. Auch würde ich in einem solchen Fall alles daran setzen diesen Staat auf legalen Weg Steuern zu entziehen, Sozialabgaben zu umgehen und notfalls gilt der Spruch der Linken: Deutschland verrecke.
Denn mittlerweile scheint es so, dass nur noch nach einem totalen Zusammenbruch dieses Land wieder aufgebaut werden könnte, um für die Zukunft lebensfähig zu sein.
Liebe männliche Kommentatoren,
schön, wie alle das Hohelied auf die Hausfrau und Mutter singen. Ich habe das tatsächlich auch durchgezogen, freiwillig und mit großer Freude und bereue es auch nicht. Doch stellen Sie sich mal ein Klassentreffen vor mit dem unvermeidlichen "Und was machst du so?" Mit wem unterhalten Sie sich länger, mit der Hausfrau, Mutter und z. B. ehemaligen Bankerin oder mit der Jetzt-Bankerin? Bei wem gehen Ihnen (vermeintlich) eher die Themen aus? Wessen Frau Ihres Kollegen nehmen Sie wahr, die beruflich "aktive" oder die scheinbar passive? Inwieweit kennen Sie tatsächlich die Lebenswirklichkeit Ihrer/einer Familie heute und inwieweit leben Sie weit überwiegend in Ihrer Berufssphäre? Die Arbeitsteilung - er Hauptjob, sie auf Zeit Kinder und Zuhause - würde viel häufiger umgesetzt, wenn der Wiedereinstieg realistischer wäre, weil beispielsweise die "Führung eines kleinen erfolgreichen Familienunternehmens" nicht abqualifizierend, sondern im Gegenteil als etwas Positives, Qualifizierendes anerkannt würde. In der persönlichen Sphäre müsste sich der männliche Part natürlich organisatorisch überlegen, wie er die dann wieder vermehrte Aushäusigkeit der Gattin haushaltstechnisch auffangen kann. Und doch: Wehe der Hausfrau, wenn die Ehe zerbricht!
Nicht jedefrau macht Karriere..
..da ist dann die berühmte tickende biologische Uhr auch gern Anlass, die eigenen beruflichen Bemühungen einzustellen und sich mit Kind und Haushalt zu rechtfertigen, wenn nicht gar die berufstätigen Mitmütter zu verunglimpfen. In meinem Bekanntenkreis habe ich ganz unterschiedliche Verhaltensweisen gefunden: Angestellte im öffentlichen Dienst, die ihre teilnahme an diesem auf ein Minimum beschränkten und alle Krankheits- und Freistellungsmöglichkeiten umfänglich ausschöpfen aber auch Frauen, die es nie lange in einem Job oder Projekt ausgehalten haben, als Mutter dann aber diszipliniert aushielten, um Geld für die Familie zu verdienen. Aber gerade in Zeiten von Kurzarbeit und Krise entlasten ein paar mehr Frauen daheim oder in Elternzeit den Arbeitsmarkt, kein Wunder also, wenn solches jetzt wieder propagiert wird.
ICH KANN ES NICHT MEHR HOEREN!!!
Dieses ewige, unsaegliche Gequake um die Rolle der Frau in der Gesellschaft!
Zeitreise zurueck: In den 70ger und 80ige Jahren des letzten Jahrhunderts wurde die Rolle der Frau als Mutter von den Feministinnen, und ihnen hinterherlaufenden, selbsternannten Progressiven, systematisch demontiert. Dumm sei sie, hiess es. Ihr Horizont reiche ueber Babynahrung und selbstgestrickte Strampler kaum hinaus.
Stattdessen wurde die Karrierefrau aus der Taufe gehoben. Gebildet, attraktiv und professionell sollte sie sein. "Frauen ins Management" war ihr Schlachtruf.
Irgenwann rueckte der Pillenknick in all seiner Nachhaltigkeit fuer die Sozialsysteme ins Bewusstsein der Politiker und der Oeffentlichkeit. Die Schuldigen waren die Karrierefrauen, die dem Staat ihre angeborene Brutkastenfunktion verweigerten und somit weniger zukuenftige Steuerzahlerleins produzierten. Die Loesung fuer dieses Problem sollen jetzt die Kitas sein.
An alle Feministinnen, Verhaltensforscher, Gesellschaftsingenieure und Politclowns: Lasst uns Frauen endlich in Ruhe mit Eurem kleinkarierten Schubladendenken. Wir koennen zusammen mit unseren Partnern durchaus selbst entscheiden, wie wir am liebsten leben wollen. Und Euch koennen wir es ja sowieso nie recht machen!
Badinter macht sich zum Büttel der Konzerne und Staaten..
die mehr Konsum möchten, mehr Haushalte, mehr Arbeitnehmer, mehr Beitragszahler, mehr Lemminge, die nicht über ihr Leben nachdenken, sondern über ihre Karriere.
Die Frauen wollen sich nicht mehr dem Diktat der Emanzen beugen
und befreien sich vom Joch der ständigen Arbeit als Humankapital, das ständig verfügbar sein sollte.
Dass das Leben aber nicht aus aus Karriere und Job besteht, das haben mittlerweile viele erkannt. Downshifting, Rückzug ins Private, Beschränkung gegenüber dem Konsumstreß, das sind die Vorboten.
Und die alten Frauen kämpfen ihr letztes Gefecht über die Leben der jungen Frauen.
Freiheit! Freiheit für alle Lebensentwürfe ist die Devise der Stunde! Ob Hausfrau, Job und Karriere:
Du bist Du uns sollst Du bleiben, mich lass es auf meine Weise treiben!
Schluss mit den bourgeoisen Geschlechterkampfparolen!
Frau Badinter und Frau Bopp (die vermutlich beide in klassischen Familien zumindest im normalen Bürgertum aufgewachsen sind und dort das schreiende Unrecht erlebten, wogegen sie jetzt kämpfen - nämlich die klassische Familie)
beklagen ein Luxusproblem von Frauen aus höheren sozialen Schichten. Die anderen würden häufig viel darum geben, mal etwas mehr Zeit mit ihrer Familie zu verbringen, anstatt Putzen zu gehen oder am Band zu stehen. So sieht nämlich - wenn man die Welt nicht vom elfenbeinfarbenen Sekretär aus betrachtet - häufig die hier vielgepriesene Selbstbestimmung der Frau durch Erwerbsarbeit aus. Selbst wenn man mit Schreiben sein Geld verdienen kann, interessiert sich spätestens beim Ausscheiden aus der Firma, dem Verlag, der Verwaltung etc. niemand mehr für einen - außer vielleicht die Kinder oder der Mann, wenn man ich vorher deren Wohlwollen verdient hat.
Stoppt diese Geschlechterkampfparolen, die Frauen, die mit ihrer Familienarbeit einen wichtigen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft leisten, verunsichern. Unter dem Vorwand der Befreiung von irgendjemandem meinen diese sog. Befreier vor allem sich selbst. Aber zur Freiheit gehört auch Verantwortung - und zwar nicht nur für den eigenen Bauchnabel.
hoch und ewing lebe die moderne unterdrückte Frau
Frau Badinter sieht die Felle ihrer steinzeitfeministische Ansichten wegschwimmen und greift zu Gedankenakrobatik und zu absurden Thesen. Die Aussage „Das Kind als bester verbündeter des Mannes“ ist geradezu lächerlich. Es ist ja bekannt, dass Männer in unseren Gesellschaften gern so viele Kinder zeugen wollen, damit sie sich endlich ein abgesichertes Leben leisten können. Sie werden weder zu Unterhaltszahlungen verpflichtet, können damit den Durchsatz der empfangenen Sozialleistungen erhöhen und sich auf Kosten der armen schuftenden Gebärmütter leben.
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Badinter suhlt scheinbar weiter in einem archaischen destruktiven Feminismus, dass nun nicht nur Männer sondern auch Kindern als die Verbündete dieser für die angeblich desolate Lage der Frau die Schuld schiebt. Dieses Gedanke ist nicht nur lächerlich sondern verantwortungslos, da er einen ideologischen Keil zwischen Frauen und ihre Kinder rammen möchte. Traurig ist die kritiklose Begeisterung der Autorin Bopp für solche tardierten Meinungen. So lange alle andere Schuld sind, ist Frau aus der Verantwortung raus und kann daher immer weiter nur fordern, fordern statt sich selbst an die eigene Nase zu fassen. Ein Armutszeugnis ohne Gleichen.
Das wahre Opfer des Konflikts: das Kind!
Daß Kinder keine Lobby haben, ist bekannt. Wie sie jedoch hier instrumentalisiert werden, empfinde ich als Armutszeugnis einer Philosophin.
Sollte die Bindung, die Fr. Badinter anzweifelt, tatsächlich so irrelevant sein - wieso muten sich dann Frauen eine Doppel- bis Dreifachbelastung mit Haushalt und Arbeit neben Kindern zu?
Zutreffend empfinde ich ihre Feststellung, für den Mann habe sich seit der Emanzipation nichts geändert. Hier wie überall bestätigen Ausnahmen die Regel. Für wen sich allerdings die Situation dramatisch durch die Emanzipation geändert hat, sind die Kinder! Leider sind die Schwächsten dieser Gesellschaft ohne Anwalt und werden von beiden Seiten im Stich gelassen: Von den Emanzipationsbefürwortern ebenso wie von denen, die Familie als Aufgabe der Frau betrachten. Heuchler, wer behauptet, es sei egal, wer was und wieviel zum Familienverband beiträgt!! (Ogdan) Mag die Mutter die Schlüsselperson der frühkindlichen Entwicklung sein - ohne einen aktiv am Familienleben teilnehmenden Vater fehlt der gesunden Entwicklung ebenfalls ein essentieller Bestandteil.
Wer eine Ehe eingeht und Familie gründet, muß dafür arbeiten, sonst bleibt sie erfolglos. Wer diese Arbeit nicht will, der bekomme/zeuge keine Kinder.