26.03.2007 · Wer steht Harry zur Seite im großen Krieg? Manche Figur wurde extra deshalb eingeführt. Und auch ein Werwolf könnte sich als Helfer entpuppen.
Einen guten Griff hatte Harry Potter in diesem dritten Band getan. Besser gesagt, auf einen Griff hatte er weise verzichtet. Als sich die Ratte in den unappetitlichen Wurmschwanz zurückverwandelt, wollen die von ihm Geprellten ihn töten. Harry Potter verbietet es, verzichtet auf den Griff zum Zauberstab und verschont das Leben des Mannes, der seine Eltern auf dem Gewissen hat und sich kurz darauf, zur Ratte rückverwandelt, aus dem Staub macht. Später bestätigt Dumbledore, dass Harry damit nicht nur gut, sondern auch klug gehandelt hat. Das magische Band, das zwischen ihm und dem Verschonten entstanden ist, kann Harry Potter noch einmal sehr nützlich werden. Der Widerling, der mit Snape in einer WG lebt, wird Harry noch aus einer üblen Patsche helfen.
Wer steht ihm sonst noch zur Seite im großen Krieg? Die träumerische Luna Lovegood, die Harry in ihrer spinösen Art vor einer Unterwanderung des Ministeriums warnt. Hoffentlich der größere Teil der Hauselfen, sonst würden wir der Autorin nicht verzeihen, dass sie im vierten Band ein solches Gewese um sie macht. Hermine versucht, die devoten Elfen aufzurütteln und gewerkschaftlich zu organisieren, was ihr im letzten Band gedankt sein mag. Als Mitstreiter könnten sie äußerst hilfreich sein, allerdings auch einiges vermasseln. Wie Rowling uns eher verschleiert als enthüllt, haben die Hauselfen nämlich die stärksten magischen Kräfte überhaupt.
Eine andere Figur, die sie einzig darum eingeführt hat, damit dem letzten Band ein Heerführer erwächst, ist Hagrids Halbbruder Grawp. Ein jugendlicher King Kong, der von Hagrid gerade so viel Schliff mitbekommen hat, dass er die nicht von Voldemort gekauften Riesen hinter sich scharen kann. Auch Drachen werden für Harry kämpfen, jedenfalls hätte sich das Hagrid durch unermüdliche Bestienpflege verdient. Eine andere Spezies Bestien steht leider fast komplett hinter Voldemort: die Werwölfe. Harrys Freund Lupin, selbst betroffen, wie der Name andeutet, spioniert zwar bei ihnen, aber das wird ihren auf Kinder spezialisierten Anführer Fenrir Greyback kaum scheren. Aber halt! - neuerdings gibt es einen zweiten Werwolf auf der guten Seite. Greyback hat den Weasley-Sohn Bill gebissen. Bills Zukunft ist ungewiss. Vielleicht schlägt Bills finest hour, wenn der Vollmond aufgeht und Harry in verzweifelter Lage ist.
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