27.06.2007 · Der umfangreiche Briefwechsel des deutschen Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz ist in das Unesco-Weltdokumentenerbe aufgenommen worden. Leibniz hatte 15.000 Briefe mit mehr als 1000 Gelehrten ausgetauscht.
Der umfangreiche Briefwechsel des deutschen Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) ist in das Unesco-Weltdokumentenerbe aufgenommen worden. Die rund 15.000 Briefe, die Leibniz mit mehr als 1000 Gelehrten weltweit austauschte, gehören damit zu dem Programm „Memory of the World“ (Gedächtnis der Menschheit), das seit 1992 wertvolle Buchbestände, Handschriften oder Partituren auflistet, wie die Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften am Mittwoch in Berlin mitteilte.
Ähnlich wie beim Weltkulturerbe, das besondere Bauten in seine Listen aufnimmt, weist ein Eintrag im Weltdokumentenerbe auf eine herausragende Stellung im Schriftbereich hin. Aus Deutschland wurden bisher unter anderem die Gutenberg-Bibel, Beethovens 9. Symphonie sowie Märchen der Gebrüder Grimm aufgenommen. Leibniz' Korrespondenz gilt als eine der größten Gelehrtennachlässe der Welt. Zusätzlich zu seinen Briefen beschrieb der Mathematiker, Ingenieur, Philosoph, Jurist und Kirchenrechtler bis zu 200.000 Manuskript-Blätter in mehreren Sprachen. Sie lagern derzeit in der Gottfried Wilhelm Leibniz-Bibliothek in Hannover.