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Autoren fordern Charta gegen Überwachung

Fünfhundertsechzig Schriftsteller aus 83 Ländern, darunter fünf Literaturnobelpreisträger, protestieren mit einem internationalen Aufruf gegen die systematische Überwachung im Internet durch Geheimdienste wie die amerikanische NSA. Sie rufen dazu auf, die Demokratie in der digitalen Welt zu verteidigen, und fordern, jeder Bürger müsse das Recht haben, mitzuentscheiden, in welchem Ausmaß seine Daten gesammelt, gespeichert und ausgewertet werden. Sie erinnern an die Unschuldsvermutung als zentrale Errungenschaft unserer Zivilisation und appellieren an die Vereinten Nationen, eine „Internationale Konvention der digitalen Rechte“ zu verabschieden. Zusammen mit 31 anderen Zeitungen dokumentiert die F.A.Z. den Appell.

Der US-amerikanische Schriftsteller T.C. Boyle nimmt es für seinen neuen Roman „Hart auf hart“ nicht so genau mit der Bezeichnung „Weltpremiere“.

T. C. Boyle : Kein Rückzug, nirgends

Wohin man sich auch wendet, jede Bewegung wird verfolgt. Ein Entkommen gibt es nur für Gesellschaftsverweigerer. Sieht so demokratische Wahlfreiheit aus?

Jeden Monat aktuell : Krimi-Bestenliste

Für die Sonntagszeitung und den Sender Deutschlandradio Kultur wählt eine Experten-Jury an jedem ersten Sonntag im Monat die besten Kriminalromane und Thriller aus – ein repräsentativer Überblick.
Liao Yiwu

Liao Yiwu : Der schwarze Vorhang der Macht

Wenn wir schweigsam bleiben, wird Orwell Realität: Der chinesische Schriftsteller Liao Yiwu sieht beunruhigende Parallelen zwischen westlicher und östlicher Überwachung.

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  • Ralf Bönt

    Ralf Bönt : Arithmetik des Daten-Ich

    Unsere Identitäten werden von Datenfirmen und staatlichen Überwachern nach Belieben zerstückelt und zusammengesetzt. Die Integrität der Persönlichkeit ist aber ein viel zu hoher Preis für den Zugang zu Technologien.