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Amazon-Geschäftsbedingungen : Verleger nehmen Abstand von Amazon

  • Aktualisiert am

Bild: VAT

Zwei Verleger haben die Kooperation mit dem Online-Händler Amazon beendet. Der Widerstand gegen die Konditionen von Amazon nimmt auch unter Kunden zu.

          Mit der Überschrift „Bye bye, Amazon - wir steigen aus“, die graphisch suggestiv in die Mülltonne läuft, hat der Mainzer Verleger André Thiele auf der Internetseite seines Verlags VAT mitgeteilt, dass er ab sofort die Kooperation mit dem Online-Händler Amazon beendet.

          In seinem „Kündigungsschreiben“ spricht er von den „katastrophal schlechten Konditionen“, die Amazon ihm als Kleinverleger biete, und die er jahrelang geschluckt habe. Thiele folgt damit dem Berliner Verleger Christoph Schroer, der am 15. Februar in einem offenen Brief an den Amazon-Chef Jeff Bezos ebenfalls die Auflösung seiner Zulieferer- und Kundenkonten angekündigt hatte. 

          Nach der ARD-Reportage über die von Amazon beschäftigten Sicherheitsfirmen und Leiharbeiter, die in den vergangenen Tagen für Furore gesorgt hat, gibt es eine Welle von Kritik unterschiedlicher Art an Amazon, insbesondere aus dem Buchhandelsgewerbe. Dabei spielen sowohl die Interessen von Verlegern als auch die Rechte von Kunden eine Rolle. Die Bloggerin und Romanautorin Pia Ziefle etwa berichtet auf dem Netzportal „Carta“, das mit der Auflösung eines Kundenkontos bei Amazon auch die E-Book-Inhalte vom Kindle-Lesegerät verschwinden. Im Gespräch mit der F.A.Z. sagte sie, Verlage, Autoren und Kunden sollten angesichts der Amazon-Konditionen „nicht länger die Klappe halten“ und sich wehren.

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