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: Praktisch erprobte Leicahistorie

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Der Name Kisselbach hat in der Fotowelt einen guten Klang: Theo Kisselbach hat jahrzehntelang bei Leitz in Wetzlar Fotohändler und Leica-Fotografen geschult und als Autor zahlreiche Bücher über die Kamerasysteme von Leitz, das Fotografieren und die Dunkelkammerarbeit veröffentlicht. Sein Sohn Dr. Hans-Günter ...

          Der Name Kisselbach hat in der Fotowelt einen guten Klang: Theo Kisselbach hat jahrzehntelang bei Leitz in Wetzlar Fotohändler und Leica-Fotografen geschult und als Autor zahlreiche Bücher über die Kamerasysteme von Leitz, das Fotografieren und die Dunkelkammerarbeit veröffentlicht. Sein Sohn Dr. Hans-Günter Kisselbach, in Wetzlar niedergelassener HNO-Facharzt, hat nun einen Prachtband herausgegeben, der ebenso nostalgisch wie aktuell ist. In der Sammlung des Vaters hat der Sohn die erste, noch vor der Nullserie handgefertigte Leica des Konstrukteurs Oskar Barnack entdeckt. Die wurde repariert, aber nicht, um sie nur als Museumsstück auszustellen. Vielmehr hat diese nach heutigen Begriffen umständlichst zu bedienende, aber geradezu verblüffend leistungsfähige Kamera den von Jugend auf mit dem Fotografieren vertrauten Sohn Kisselbach vier Jahre lang als Fotoapparat begleitet. Diese technische Liebesgeschichte - um nichts anderes handelt es sich - erzählt der Mediziner angenehm unprätentiös in allen Einzelheiten. Man staunt, zu welchen Abbildungsleistungen das voller Kuriositäten steckende messingfarbene Präzisionsstück und der Leitz Anastigmat 1:3,5 F = 50 mm fähig ist. Und auch wer noch nie eine Leica in der Hand hatte, wird bei der Lektüre ansatzweise begreifen, warum Sammler und Fotografen mit dieser Kamera so verrückt sind.

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          Barnacks erste Leica. Das zweite Leben einer vergessenen historischen Kamera. Von Hans-Günter Kisselbach. 214 Seiten im Format 27,5 x 29,5 Zentimeter mit zahlreichen Fotografien des Autors und von Frank Deinhard, Lindemanns Verlag, Stuttgart 2008, 59,90 Euro.

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