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Die jungen Wilden aus Europa

 ·  Amerikanische Mode gilt als eine, die besonders tragbar ist, den Kundinnen nicht zu viel zumutet und sich deshalb bestens verkauft. Das gibt es zwar auch in Europa - aber trotzdem ist der alte Kontinent immer noch der bessere Ort für Experimente. Deshalb finden sich hier weit mehr Designer mit Kollektionen, ...

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Amerikanische Mode gilt als eine, die besonders tragbar ist, den Kundinnen nicht zu viel zumutet und sich deshalb bestens verkauft. Das gibt es zwar auch in Europa - aber trotzdem ist der alte Kontinent immer noch der bessere Ort für Experimente. Deshalb finden sich hier weit mehr Designer mit Kollektionen, die nicht in erster Linie auf eine gute Vermarktung abzielen, sondern innovativ oder gar künstlerisch sind. Dem huldigt das Buch "Young European Fashion Designers", das 58 junge Modemacher nicht nur aus den Modehauptstädten London, Paris und Berlin vorstellt, sondern auch junge Designer aus Kopenhagen, Prag oder Eppelheim bei Heidelberg. Dorthin hat es zum Beispiel das Modeduo Postweiler Hauber verschlagen. Zu finden sind auch zehn Designer aus Berlin, allerdings fehlt ausgerechnet die Marke Bless, die für eine besonders enge Verknüpfung von Kunst und Mode steht. Die neue Generation, die laut Pressetext "die Zukunft der Mode prägen wird", scheint also eher willkürlich zusammengestellt worden zu sein. Auch wird in den kurzen Texten nur der Werdegang der Designer vorgestellt. Was ihre Mode ausmacht, welchen Stil sie verfolgen - das lässt sich allein an den Fotostrecken erkennen.

ipp.

"Young European Fashion Designers", daab Verlag, Köln, 384 Seiten, 24,95 Euro.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 16.12.2007, Nr. 50 / Seite 65
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