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: 15 ziemlich fiese Rhetoriktricks

  • Aktualisiert am

Mit diesen Kniffen bestehen Sie jedes Rededuell. Okay. Sie sind nicht ganz fair. Aber dafür gang und gäbe. Unterbrechen.Und zwar permanent.Der Kampf-Rhetoriker unterbricht seinen Gegner mit kurzen geschlossenen Fragen, auf die er eine offene Frage folgen lässt. "Finden Sie das gut? Nein? ...

          Mit diesen Kniffen bestehen Sie jedes Rededuell. Okay. Sie sind nicht ganz fair. Aber dafür gang und gäbe. Unterbrechen.

          Und zwar permanent.

          Der Kampf-Rhetoriker unterbricht seinen Gegner mit kurzen geschlossenen Fragen, auf die er eine offene Frage folgen lässt. "Finden Sie das gut? Nein? Warum stimmen Sie dann zu?" Auch Zwischensätze können ein geeignetes Mittel sein, den Redefluss des Gegners zu hemmen, dafür zu sorgen, dass er den roten Faden verliert. "Ah interessant, das sollten Sie noch einmal wiederholen" ist eine Form der Unterbrechung, der Intervention. Ebenfalls beliebt sind ständige Gegenfragen, die den Gegner verwirren. "Was ist der Hintergrund Ihrer Frage?" Autor Wolf Ruede-Wissmann verspricht: "Nach dem vierten oder fünften Mal beißt der Gesprächspartner vor Wut ins Treppengeländer."

          Wirr fragen, um den

          Gegner dumm aussehen zu lassen

          Die Vorgehensweise besteht aus der höflichen Bitte, eine Frage stellen zu dürfen, dann eine Frage zu stellen, die man nicht klar beantworten kann, und daraufhin einige Fakten zusammenzufassen und dem Gesprächspartner zu unterstellen, er kenne diese nicht. ",Darf ich Ihnen eine Frage stellen?' ,Klar.' ,Wer erstellte den hypothetischen Eid?' ,Sie meinen den hippokratischen Eid?' ,Ich drücke mich nicht missverständlich aus. Und ich meinte nicht den griechischen Arzt Hippokrates, 460-377 v. Chr. Also was versteht man unter . . .?'" Und schon sei alles für die Guillotine vorbereitet: "Sie kennen nicht einmal die einfachsten Dinge."

          Den naiven Laien spielen

          Sie geben den Ahnungslosen, der um Verständnis ringt. Sie wollen aber in Wirklichkeit nicht verstehen. Ihr Gesprächspartner muss sich dauernd wiederholen, verliert seine Argumentationslinie. Oder seine Geduld.

          Dagegen sein.

          Gegen alles. Ständig.

          Das ständige Dagegensein, Einschränken und Widersprechen verwirrt das Gegenüber und bringt es aus der Ruhe. "Wir müssen doch bedenken . . ." "Hochinteressant, aber . . ." Eine gewisse Missbilligung wird in der Körperhaltung zusätzlich zum Ausdruck gebracht. Dadurch provoziert man den Gegner, um letztendlich unschuldig sagen zu können: "Ich wollte doch nur zu einer differenzierteren Betrachtungsweise für die Lösung des Problems beitragen, aber irgendetwas scheint an meinen Einwänden ja dran zu sein, wenn Sie sich jetzt so aufregen."

          Verdeckt beleidigen

          Mit der Du-Botschaft zeigt der Sprecher quasi mit dem Finger auf sein Gegenüber, ohne es direkt zu beleidigen. Statt "Da habe ich mich leider nicht deutlich ausgedrückt" sagt man: "Sie verstehen mich falsch." Der Gesprächspartner reagiert dann oft aggressiv, und der unfaire Rhetoriker kann das Gespräch unter dem Vorwand, sein Gesprächspartner könne sich nicht benehmen, für beendet erklären.

          Offen die Kompetenz in

          Zweifel ziehen

          Es geht darum, die fachlichen Fähigkeiten des Gegners in Frage zu stellen, ohne auf die Inhalte einzugehen. "Er redet so, weil er so jung ist. Er weiß es noch nicht besser, weil ihm schlicht Lebenserfahrung fehlt." Funktioniert auch gegen ältere Gegner. Alte Redner gelten dann als nicht mehr zeitgemäß. Effektiv kann es sein, dem Wissenschaftler ganz grundsätzlich mangelnden Praxisbezug vorzuwerfen. "Ihr Vorschlag mag in der Theorie taugen, aber in der Praxis ist er nicht durchführbar." Bewährt hat sich in jüngerer Vergangenheit der einfache Satz: "Der Professor aus Heidelberg." Schwer auszuhalten wird es für den Gegner, wenn man die Attacken so einleitet: "Nehmen Sie es nicht übel, es ist nicht persönlich gemeint."

          Direkt herabwürdigen

          Man beleidigt die Vertreter der Gegenmeinung ganz unverstellt. Das bietet sich an, wenn der Gesprächspartner zum Beispiel zu einer Berufsgruppe gehört, deren Reputation in der Öffentlichkeit oder im Betrieb ohnehin schlecht ist. "Wir alle wissen, dass Sie als Politiker nicht an langfristigen, nachhaltigen Lösungen interessiert sind, sondern nur mit populistischen Sprüchen auf Stimmen zielen." Oder: "Sie sind Journalist. Sie können das nicht genau wissen." Vorgeschlagen wird auch: "Es ist jedem klar, dass Sie als Handwerker diese Zusammenhänge nicht erfassen können." Eine verfeinerte Variante der unfairen Dialektik: den Gegner persönlich attackieren und dabei witzig sein. Zum Beispiel: "Die Farbe Ihres Hemdes entspricht Ihrer Gesinnung." Oder: "Jemand, der so viel isst, muss Probleme haben beim Denken."

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