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Funkes „Glücksfee“ Glück schmeckt wie Kakao

14.02.2004 ·  Was macht man mit einem Sechsjährigen, der ständig schlecht gelaunt ist? Kein Problem für die geflügelte Glücksfee Pistazia. Eine heitere Geschichte für kleine Miesepeter.

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 Was macht man mit einem Sechsjährigen, der ständig schlecht gelaunt ist? Kein Problem für die geflügelte Glücksfee Pistazia. Sie weiß, wie man einen solchen Miesepeter mit ziemlich rigorosen Lektionen kuriert. Sie fliegt mit ihm aufs Dach und schubst ihn herunter. Da ist er froh, daß er geradewegs in seinem schönen weichen Bett landet. Weil er sich aber immer noch nicht richtig freuen kann, läßt sie ihn am nächsten Tag erbarmungslos dürsten, bis ihn der Kakao zum Frühstück beinahe glücklich macht. Zuletzt pustet sie ihm Feenstaub in die Augen, damit der Muffelkopf die Welt so bunt und glitzernd sieht wie sie ist und fröhlich darin herumhüpft.

Die kleine Geschichte mit der etwas schlichten „Es könnte noch viel schlimmer sein“-Botschaft ist gerade richtig  für alle, die dazu neigen, sich zu verkriechen und alles grau in grau zu sehen. Cornelia Funke erzählt sie knapp und heiter. Noch mehr gute Laune verströmen aber die Illustrationen von Sybille Hein. Sie läßt die kugelrunde Glücksfee Pistazia so munter über die cremefarbenen Seiten fliegen und gibt ihr einen so zufriedenen Zug um Mund und Nase, daß nicht  nur Lukas Besenbein - so heißt der schlechtgelaunte Junge - kapiert: Glücklichsein macht Spaß.

Cornelia Funke/Sybille Hein: „Die Glücksfee“. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2003. 32 S., geb., 12,50 [Euro]. Ab 3J.

Quelle: m.f./Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.02.2004, Nr. 38 / Seite 34
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