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Satt sein reicht nicht

30.12.2009 ·  Die Wissenschaft von der Ernährung

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Ernährung ist für die meisten Menschen längst nicht mehr nur die Aufnahme von Nahrung. Ist sie ausgewogen und auf die Bedürfnisse abgestimmt, verbessert sie das körperliche sowie seelische Wohlbefinden und trägt zur Steigerung der Leistungsfähigkeit bei. Noch immer ist nur wenig darüber bekannt, wie sich die Ernährung auf den Organismus auswirkt, welche chemischen Prozesse sich im Körper bei der Verdauung abspielen, wie die einzelnen Nährstoffe in die einzelnen Körperregionen gelangen und welche positiven, aber auch negativen Effekte sie dort haben können. Über den Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse informiert ausführlich das Buch "Forschung und Ernährung - Ein Dialog". Der Band, an dem mehr als hundert Autoren mitgewirkt haben, deckt alle Aspekte zum Thema Ernährung ab. So wird beleuchtet, wie Nährstoffe die Entwicklung des Gehirns beeinflussen und das Erbgut verändern, welche chemischen Reaktionen sich beim Schmecken und Riechen abspielen und wie Düfte die Wahl der Nahrungsmittel beeinflussen. Die komplexen Prozesse, die bei der Verdauung und beim Stoffwechsel ablaufen, werden ebenso verständlich erklärt wie die Verfahren zur Qualitätskontrolle von Lebensmitteln. Neben rein wissenschaftlichen Aspekten wird auch die Frage diskutiert, wie sich die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung sichern lässt. Das Buch, als Begleitmaterial einer Ausstellung erschienen, ist reichhaltig illustriert.

mli

Ester V. Schärer-Züblin (Hrsg.) "Forschung und Ernährung - Ein Dialog". Verlag Wiley-Blackwell, Weinheim 2009. 336 S., 29,90 Euro.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.12.2009, Nr. 302 / Seite N2
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