Das Jahr 1905 war für Albert Einstein eine ganz wunderbare Zeit. Im Abstand von nur wenigen Wochen verfaßte er seine Doktorarbeit und vier wissenschaftliche Arbeiten, die in den renommierten "Annalen der Physik" erschienen und das physikalische Weltbild der Physik revolutionieren sollten. Denn der 26 Jahre alte Patentangestellte erklärte der Wissenschaftsgemeinde die Existenz der Atome und die Quantennatur des Lichts, entwarf die Spezielle Relativitätstheorie und formulierte die wohl berühmteste Formel der Physik: E = m · c². Die Frage, wie Einstein zu einem solchen Geniestreich fähig war, beschäftigt Wissenschaftshistoriker wie Jürgen Renn vom Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte schon seit langem. War es eine Einzelleistung, oder hatte Einstein Helfer, die ihn auf die richtige Spur führten? Und welchen Anteil hatte seine Frau? Im vergangenen Jahr hat Renn unter anderem über diese Fragen einen Vortrag an der Universität Ulm gehalten. Dieser ist jetzt in der Reihe "Reden und Aufsätze" in schriftlicher Form erschienen. (Das 42 Seiten umfassende Heft [Nr. 12] mit dem Titel "Wie Einstein die Relativitätstheorie entdeckte" von Jürgen Renn kann kostenlos über das Seminar für Pädagogik der Universität Ulm bezogen werden, Tel. 07 31/50-2 30 71.)
mli