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Rezension: Sachbuch Wechselbilder: Gerd Ludwigs Rußland-Reportage

 ·  Armes Rußland: so viel Aufbruch, so viel Umbruch, so viel Einbruch. "Eine Weltmacht im Wandel" heißt der Rußland-Bildband des Fotojournalisten Gerd Ludwig im Untertitel - und man kann sich des Verdachts nicht erwehren, daß von solch radikalen Veränderungen, wie Rußland sie erlebt, vor allem die Beobachter profitieren.

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Armes Rußland: so viel Aufbruch, so viel Umbruch, so viel Einbruch. "Eine Weltmacht im Wandel" heißt der Rußland-Bildband des Fotojournalisten Gerd Ludwig im Untertitel - und man kann sich des Verdachts nicht erwehren, daß von solch radikalen Veränderungen, wie Rußland sie erlebt, vor allem die Beobachter profitieren. Schon vor Gorbatschows Glasnost-Politik war Gerd Ludwig regelmäßig in Rußland unterwegs, aber erst seit 1991 widmet er sich intensiv auch den Mißständen im Land, statt sich mit Vorzeigestädten und -orten zu begnügen. So entstand ein erschütterndes Buch. Hier der Luxus einer neuen Klasse, dort abgewirtschaftete Industrie- und verfallene Wohnanlagen. Und dennoch: Es ist zugleich das Buch einer Liebe zum Land. Es erzählt vom Wunsch zu begreifen, wie eine Nation soviel Widerspruch aushalten kann. - Unsere Abbildung zeigt eine Stalin-Büste mit verbundenen Augen, aufgenommen in Moskau 1992.

F.L.

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"Rußland - Eine Weltmacht im Wandel" von Gerd Ludwig (Fotos) und Fen Montaigne. National Geographic Deutschland, G+J/RBA GmbH, Hamburg 2001. 216 Seiten, zahlreiche Abbildungen. Gebunden, 24,95 Euro. ISBN 3-934385-37-0.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.03.2002, Nr. 68 / Seite R10
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