29.07.2010 · New York kennt zweierlei Arten von Gärten: solche, die unten sind, im Hof eines Museums, in den Gassen der Upper West Side oder als Teil eines Parks. Das sind die Gärten für jedermann, leicht zugänglich - und deshalb auch einigermaßen bekannt. Man schaut sie gerne an, immer wieder, auch in diesem Buch.
New York kennt zweierlei Arten von Gärten: solche, die unten sind, im Hof eines Museums, in den Gassen der Upper West Side oder als Teil eines Parks. Das sind die Gärten für jedermann, leicht zugänglich - und deshalb auch einigermaßen bekannt. Man schaut sie gerne an, immer wieder, auch in diesem Buch. Aber wirklich faszinierend sind die anderen Gärten: jene, die oben sind, auf Terrassen so groß wie Basketballfelder. Was da blüht und leuchtet in einer Farbenpracht, dass die Skyline jenseits des Geländers dagegen verblasst, gehört zu den Eindrücken der Stadt, die auch den Bewohnern meist fremd sind. In Kübeln und Beeten steht hier vom Blümlein bis zum Baum alles, was eine Gärtnerei zu bieten hat. Wahre Dschungel entfalten sich da, aber es beweist doch auch Geschmack, wer sich mit ein paar exotischen Gräsern zufriedengibt. Betsy Pinover Schiff hat all dies hinreißend fotografiert, und Veronika Hofer erzählt mit gebotener Diskretion von den hortikulturellen Herausforderungen an die meist sehr reichen und berühmten Besitzer. (F.L.)
"Die Gärten von New York" von Veronika Hofer (Text) und Betsy Pinover Schiff (Fotos). Hirmer Verlag, München 2010. 240 Seiten, zahlreiche Farbfotografien. Gebunden, 58 Euro.