10.12.2009 · Es gibt nur wenige Orte in der Bretagne, an denen spürt, in der zweitwichtigsten Tourismusregion Frankreichs zu sein. Das Land ist weit, die Küste endlos lang, und die zwölf Millionen Besucher, die Jahr für Jahr hierherkommen, haben selbst im August gute Aussichten, einen nicht überfüllten Strand zu finden.
Es gibt nur wenige Orte in der Bretagne, an denen spürt, in der zweitwichtigsten Tourismusregion Frankreichs zu sein. Das Land ist weit, die Küste endlos lang, und die zwölf Millionen Besucher, die Jahr für Jahr hierherkommen, haben selbst im August gute Aussichten, einen nicht überfüllten Strand zu finden. Das Urtümliche, die Einsamkeit einer Landschaft, die mitunter geradezu zeitenthoben in sich ruht, ist an den rauhen Küsten ebenso anzutreffen wie im Hinterland. Der Fotograf Mathias Bothor lässt in seinem schönen Band Landschaftsaufnahmen und Porträts von Einheimischen einander abwechseln. Die Bilder von Fischern und Studenten, Schleusenwärtern und Elektrohändlern, Rentnern, Künstlern, Aussteigern sind schwarzweiß, Farbfotografien sind vor allem dem bretonischen Licht gewidmet sind: ein Licht, das den Sturm anzukündigen scheint und in feinsten Abstufungen vom ewigem Kampf der Sonne gegen die Wolken kündet.
igl
"Bretagne" von Mathias Bothor, mit Texten von Martina Wimmer und Jan Keith. Mare Verlag, Hamburg 2009. 136 Seiten, zahlreiche Abbildungen. Gebunden, 58 Euro.