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In Schönheit sterben

30.08.2010 ·  Ein Kompendium über den Umgang mit Google

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Google ist der allerdings nicht mehr gänzlich unangefochtene Platzhirsch bei den Suchmaschinen und wird dies wohl noch geraume Zeit bleiben. Googeln gehört zum modernen Alltag, und wer im Internet Güter und Leistungen anbieten will, muss seinen Internetauftritt so gestalten, dass er leicht und schnell "ergoogelt" werden kann. Ein Anbieter, der über das Internet Kunden ansprechen will, sollte nie vergessen, dass es heute Millionen von Websites gibt, die um die Aufmerksamkeit von Google buhlen. Üblicherweise kennen die Kunden die Webadresse der Anbieter nicht. Sie versuchen daher das Gesuchte durch Eingabe von Schlüsselwörtern oder Fragesätzen in der Regel über die Suchmaschine Google zu finden. Wenn dann eine mit viel Mühe erstellte Website in den von Google aufgeführten Ergebnislisten nicht oder nur unter "ferner liefen" auftaucht, kann man auf diese getrost verzichten. Sie wird in Schönheit sterben.

Was muss ein kleines oder mittleres Unternehmen bei der Gestaltung seines Internetauftritts beachten, um bei Google-Recherchen eine gute Plazierung zu erhalten? Dieser Frage geht der Brite Jon Smith, der mittelständische Unternehmen beim Internetsupport berät, in der vorliegenden Schrift nach. Dank seiner profunden Kenntnisse über die Funktionsweise von Suchmaschinenalgorithmen erläutert er Techniken und Kniffe der Suchmaschinenoptimierung (SEO = Search Engine Optimization). Er rät unter anderem, die eigene Website so zu betrachten, wie sie Google sieht. Vor diesem Hintergrund skizziert er, wie die richtigen Schlüsselwörter für die Website gefunden werden können und welche Dichte diese haben sollten. Er gibt Hinweise zur Gestaltung des Textes, der auf einer Website erscheinen soll und erläutert, wie die eigene Website die Herausbildung von Foren und Communities fördern kann und letztlich dazu führt, dass die Besucher länger verweilen und wiederkommen. Das Wohl und Wehe einer Website hängt - so der Autor - davon ab, dass sie bei Google nachhaltig sichtbar ist. Dies setzt voraus, dass sie dem einer Spinne in ihrem Netz vergleichbaren Suchalgorithmus von Google "schmeckt". Die Gestalter der Websites müssten daher bei der Wahl der Texte und insbesondere der dabei eingestellten Schlüsselbegriffe gutes "Spinnenfutter" liefern. Dies sei keineswegs immer der Fall.

Wer die Ratschläge des vorliegenden Kompendiums befolgt, kann grundlegende Fehler vermeiden. Der Leser darf sich dabei freilich nicht an dem poppigen Erscheinungsbild des Buches und am "Denglisch" stören. Die Empfehlungen lassen sich unmittelbar umsetzen, und ihre Beachtung spart dem Website-Gestalter Zeit und Geld und vor allem die Enttäuschung über die Nichtbeachtung durch die große Schar der Google-Nutzer.

ROBERT FIETEN

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.08.2010, Nr. 200 / Seite 10
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