19.09.2001 · Bücher über das Selbstverständnis der Muslime und das Schicksal von „Ungläubigen“ im Islam.
Franco Cardini räumt in seinem Buch „Europa und der Islam“ mit Mißverständnissen über Europas Verhältnis zum Islam auf. Glaubt man dem Historiker, so war der Kreuzugsgedanke ein „Mythos“. „Den Islam“ oder „das Europa“ als Einheit habe es vor dem Jahre 997 gar nicht gegeben.
Detailliert arbeitet Cardini die Historie bis ins 16. Jahrhundert auf, den Rest bis zur islamisch-iranischen Revolution von 1979 liest man auf wenigen Seiten. „Cardinis Urteile machen den Leser ein wenig staunen, doch genau dieses ist beabsichtigt“, schreibt Rezensent Friedrich Niewöhner. Dem Islam-interessierten Leser legt er das Buch sehr ans Herz, denn Cardini hinterfrage gängige Vorstellungen über die Wechselbeziehungen zwischen dem Islam und Europa.
Jagd auf einen muslimischen Gelehrten
Der muslimische Gelehrte Abu Zaid erzählt in dem Buch „Ein Leben mit dem Islam“ über sein schwieriges Leben. Weil er ein „Ungläubiger“ sei, wurde er von seiner muslimischen Frau zwangsgeschieden und mit dem Tod bedroht. Jetzt wohnt er mit seiner Frau in den Niederlanden und erzählte dem Orientalisten Navid Kermani seine spannende Biografie. Entstanden ist ein Buch über einen zutiefst frommen Msulims, der unter die Fanatiker geraten ist.
Wer war Mohammed?
Das schmale Bändchen „Basiswissen Mohammed“ führt in das Selbstverständnis der Muslime ein. Der Westen sah in Mohammed den „Erzfeind christlichen Namens“ (Luther), für die Mulime war war er ein von Gott ausgezeichneter Mensch. Das „abenteuerliche“ Leben des Propheten lese sich wie ein Roman, begeistert sich der Rezensent.
Auch die CD-ROM „Der Koran“ empfiehlt sich, um sich ein eigenes Bild zu machen. Sie ist besonders leicht in der Handhabung und erlaubt einen effektiven Einstieg. Wer in dem elektronischen Werk nachforscht, wird entdecken, dass der Koran Verbrechen an Unschuldigen in keiner Weise duldet.