Von den drei Literaturnobelpreisen, die an asiatische Autoren vergeben wurden, gingen zwei an japanische Schriftsteller, an Kawabata Yasunari und Oê Kenzaburô. Der Bedeutung der japanischen Literatur und ihrer Vermittlerfunktion, die sich durch die Mischung aus eigener Tradition und westlichem Einfluß ergibt, wird in den letzten Jahren durch eine vermehrte Übersetzung ins Deutsche Rechnung getragen. Doch läßt sich aus den Titeln, die dem deutschen Leser zugänglich sind, noch immer kein Gesamtbild der modernen Literaturlandschaft Japans erstellen. Wer einen fundierten Überblick gewinnen möchte, für den hat Irmela Hijiya-Kirschnereit, Professorin für Japanologie, ein kenntnis- und informationsreiches Handbuch geschrieben. In zehn ausführlichen Porträts werden die wichtigsten Schriftsteller mit ihrem Werk vorgestellt. Ergänzt werden diese Artikel durch eine Einführung in die japanische Literatur der Moderne und eine Reihe von Bibliographien zu Originalausgaben, Übersetzungen und Sekundärliteratur sowie Hinweise zu Quellen im Internet. (Irmela Hijiya-Kirschnereit: "Japanische Gegenwartsliteratur". Ein Handbuch. Edition Text + Kritik, München 2000. 346 S., 10 Abb., br., 48,- DM.)
sdm