06.02.2007 · Die Nominierungen für den in diesem Jahr zum dritten Mal vergebenen Preis der Leipziger Buchmesse stehen fest. Er wird in drei Kategorien vergeben und ist mit insgesamt 45.000 Euro dotiert.
Die Nominierungen für den in diesem Jahr zum dritten Mal vergebenen Preis der Leipziger Buchmesse stehen fest. In drei Kategorien zog die Kritikerjury unter Vorsitz von Martin Lüdke jeweils fünf Neuerscheinungen in die engere Wahl. Für die Belletristik wurde dabei mit Werner Bräunigs Roman „Rummelplatz“ erstmals ein postum veröffentlichtes Werk nominiert – Bräunig starb 1976; sein Buch durfte 1965 in der DDR aus politischen Gründen nicht erscheinen.
Historische Standardwerke
Weitere Kandidaten sind Wilhelm Genazinos Roman „Mittelmäßiges Heimweh“, der gerade in dieser Zeitung vorabgedruckt wird, Wolfgang Schlüters Roman „Anmut und Gnade“, „Handy. Dreizehn Geschichten in alter Manier“, der neue Erzählungsband von Ingo Schulze, sowie der Roman „Kältere Schichten der Luft“ von Antje Rávic Strubel.
In der Kategorie „Sachbuch und Essayistik“ wurden Saul Friedländers Buch „Die Jahre der Vernichtung. Das Dritte Reich und die Juden 1939–1945“, „Phi Phi Island – Ein Bericht“ von Josef Haslinger, „Theater in Deutschland 1887–1945. Seine Ereignisse – seine Menschen“ von Günter Rühle, „Der Kalte Krieg. Geschichte eines radikalen Zeitalters 1947–1991“ von Bernd Stöver und Christina von Brauns Familiengeschichte „Stille Post“ nominiert.
Dostojewski. Melville, Dickinson
Die Kandidaten für den Übersetzerpreis sind in diesem Jahr Swetlana Geier (für ihre Übertragung von Dostojewskis „Der grüne Junge“), Gunhild Kübler (für Emily Dickinsons „Gedichte“), Rainer G. Schmidt (für Hermann Melvilles Versepos „Clarel“) Hinrich Schmidt-Henkel (für den Roman „Ravel“ von Jean Echenoz) und Andreas Tretner (für „Das heilige Buch der Werwölfe“ von Victor Pelewin). Die mit je 15 000 Euro dotierten Preise werden am 22. März auf der Leipziger Buchmesse verliehen.