05.04.2006 · Der Deutsche Literaturfonds wehrt sich in einer „Erklärung“ gegen den Vorwurf mangelnder Transparenz hinsichtlich der geplanten „Volltext“-Förderung und fordert Kritiker zur Offenlegung eigener „institutioneller Interessen“ auf.
Der Deutsche Literaturfonds nimmt mit einer öffentlichen „Erklärung“ Stellung zu der Kritik, die an dem geplanten Kooperationsprojekt mit der Zeitschrift „Volltext“ sowie an einzelnen, eng mit der Person des Lektors Gunther Nickel verknüpften Projekten aufgekommen ist (F.A.Z. vom 3. und 5. April).
In seiner Erklärung versichert der Literaturfonds, daß man weiterhin sehr an einer Kooperation mit den verschiedenen Akteuren der Literaturszene interessiert sei. Dies gelte ausdrücklich auch für die Kritiker der geplanten Sondernummer von „Volltext“, also die in einem Netzwerk verbundenen Literaturhäuser, die die Gründung einer eigenen Zeitschrift ins Auge gefaßt haben.
In diesem Zusammenhang gibt der Literaturfonds den Vorwurf mangelnder Transparenz zurück und fordert dazu auf, auch „institutionelle Interessen“ offenzulegen. Außerdem wird noch einmal darauf hingewiesen, daß die Verantwortung für alle Fördermaßnahmen nicht beim Lektor, sondern allein beim Kuratorium liege. Während Gunther Nickel den Kritikern der geplanten Sondernummer noch zugestanden hatte, daß die Überlegung, die „Volltext“-Sonderausgabe „flankierend zum Deutschen Buchpreis“ herauszubringen, „unglücklich“ gewesen sei, weist der Fonds jetzt überraschend alle Aussagen „zur direkten Verknüpfung mit dem Deutschen Buchpreis“ als falsch zurück.