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Sonntag, 19. Februar 2012
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Literatur Deutscher Buchpreis für Katharina Hacker

03.10.2006 ·  Der Deutsche Buchpreis 2006 für den besten aktuellen Roman in deutscher Sprache geht an die Schriftstellerin Katharina Hacker. Die 39jährige erhält die mit 25.000 Euro verbundene Auszeichnung für ihren Roman „Die Habenichtse“.

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Der Deutsche Buchpreis 2006 geht an die Schriftstellerin Katharina Hacker. Dies gab die siebenköpfige Jury am Montag abend in Frankfurt bekannt. Die 39jährige erhält die vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels ins Leben gerufene und mit 25.000 Euro verbundene Auszeichnung für ihren Roman „Die Habenichtse“ (siehe auch: Hacker, Katharina: Die Habenichtse). Die Schriftstellerin, die in Frankfurt geboren wurde und in Berlin lebt, setzte sich im Finale gegen fünf andere Autoren durch.

In Hackers zeitkritischem Roman geht es um ein erfolgreiches junges Paar, das sich am 11. September 2001 - dem Tag der Terroranschläge auf das World Trade Center in New York - auf einer Party in Berlin trifft. Beide gehen nach London. Dort gerät ihr Leben plötzlich Schritt für Schritt aus den Fugen. Nach Ansicht der Jury veranschaulicht Hacker meisterhaft in dem Buch, wie das Weltgeschehen ins eigene Leben eingreift. Die Unfähigkeit, Entscheidungen zu treffen oder mitzufühlen, kollidiert dabei mit der Sehnsucht nach existenziellen Erfahrungen. Hacker, die Philosophie und Geschichte sowie Judaistik in Freiburg und Jerusalem studierte, ist durch ihre Bücher „Eine Art Liebe“ (2003) und „Der Bademeister“ (2000) bekanntgeworden. Die Autorin lebte von 1990 bis 1996 in Israel. Im vergangenen Jahr war sie Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim bei Frankfurt.

„Es wird sich nicht viel ändern“

Der Preis werde ihr helfen, vom Schreiben zu leben zu können, sagte Hacker. „Es wird sich nicht viel in meinem Leben ändern“, meinte die Preisträgerin nach der Preisverleihung auf einer Pressekonferenz, bei der sie ihre dreieinhalb Wochen alte Tochter Philippa in den Armen hielt. Der jedes Jahr neu gewählten Jury gehörten die Autoren John von Düffel und Terézia Mora an, die Kritiker Volker Hage („Der Spiegel“), Elmar Krekeler („Die Welt“), Pia Reinacher, Denis Scheck (Deutschlandfunk) und der Buchhändler Stephan Samtleben an.

Mit der zum zweiten Mal verliehenen Auszeichnung zeichnet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels den jeweils besten deutschsprachigen Roman innerhalb eines Jahres aus. Der Deutsche Buchpreis ist mit insgesamt 37.500 Euro dotiert. Neben Hackers Buch kamen unter 120 eingereichten literarischen Neuerscheinungen Martin Walsers („Angstblüte“), Ingo Schulze („Neue Leben“), Ilja Trojanow („Der Weltensammler“), Thomas Hettche („Woraus wir gemacht sind“) und Sasa Stanisic („Wie der Soldat das Grammofon repariert“) ins Finale. Mit dem Preis soll die deutschsprachige Literatur auch im Ausland bekannter gemacht werden. Im vergangenen Jahr ging der Preis an den österreichischen Autor Arno Geiger für „Es geht uns gut“.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa, ddp
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