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Krimibestenliste im Juni : Joggen und jagen

  • Aktualisiert am

Die besten Krimis des Monats Bild: Illustration Kat Menschik

F.A.S. und Deutschlandfunk Kultur präsentieren die besten Krimis: Auch im Juni wird geschossen, gestorben und aufgeklärt. In Rheinland-Pfalz wie in Port-au-Prince.

          1.

          Gary Victor - Suff und Sühne
          Platzierung im Vormonat: 1

          Port-au-Prince. Inspektor Azémar auf Entzug. Doch die Tochter des UN-Generals in seiner Absteige ist keine Halluzination. Er soll ihren Vater liquidiert haben. Sie schießt, Azémar flieht, die Security legt sie um. Startschuss für Höllentrip drei durch Haitis Gegenwart. Albtraum real. Victor ist seine Stimme.
          Aus dem Französischen von Peter Trier. Litradukt, 160 Seiten, 11,90 Euro.

          2.

          Tom Bouman - Auf der Jagd
          Platzierung im Vormonat: /

          Wild Thyme, Pennsylvania. Henry Farrell war Soldat, jetzt ist er Hinterwald-Polizist. Wer hier im Land der Abgehängten noch an sich glaubt, verpachtet nicht an die Fracking-Industrie. Zwei Leichen tauchen auf, Männer prügeln sich, Reste von Stolz. Rural Noir nennt es Bouman, ein neuer rauer Ton.
          Aus dem Englischen von Gottfried Röckelein. ars vivendi, 288 Seiten, 20 Euro.

          3.

          Wallace Stroby - Geld ist nicht genug
          Platzierung im Vormonat: 4

          Ostküste USA. Vor 35 Jahren wurden Lufthansa Cargo Millionen geraubt. Benny, 62, ahnt, wo die Beute steckt. Räuberin Crissa Stone, 33, will ein neues Leben und braucht das Geld. Ungleich, aber vereint ziehen sie los. Ihre Gegner: grausamer, gieriger. Wer gewinnt? Geld ist leider nie genug.
          Aus dem Englischen von Alf Mayer. Pendragon, 352 Seiten, 17 Euro.

          4.

          Carol O´Connell - Es geschah im Dunkeln
          Platzierung im Vormonat: 6

          New York. Das Theater als Tatort: beliebt, verstaubt, revitalisiert von Carol O’Connell, Erfinderin der ersten soziopathischen Polizistin. Kathy Mallory jagt den Ghostwriter eines Dramas, dessen Autor bei der zweiten Aufführung erstochen wurde. „Ein Stück ermordet seine Zuschauer“. Brillant.
          Aus dem Englischen von Judith Schwaab. btb, 480 Seiten, 9,99 Euro.

          5.

          James Rayburn - Sie werden dich finden
          Platzierung im Vormonat: 5

          Vermont, Berlin, Thailand. Familie ist alles: Vorstadt-Mom Katie enttarnt sich bei einem Schulmassaker als Ex-CIA-Agentin. Sie ist untergetaucht, als ihr muslimischer Mann verraten wurde. Nun flieht sie mit Töchterchen Suzie um deren Leben. Agentenkracher: In 90 Kapiteln um die Welt.
          Aus dem Englischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann. Klett-Cotta, 400 Seiten, 14,95 Euro.

          6.

          Candice Fox - Fall
          Platzierung im Vormonat: 3

          Sydney. In den Parks werden Joggerinnen kaputtgeschlagen. Toppolizistin Eden, Opfer und Killerin, ermittelt. Besonders gegen die, die ihre Herkunft aufdecken wollen. Einer davon ist Frank, ihr Partner. Die Welt, wie Candice Fox sie sieht: Jeder kann Opfer, jeder kann Serienmörder werden.
          Aus dem Englischen von Anke Caroline Burger. Suhrkamp, 470 Seiten, 15,95 Euro.

          7.

          Adrian McKinty - Rain Dogs
          Platzierung im Vormonat: /

          Carrickfergus 1987. Unmöglich, dass ein Bulle zweimal mit einem „Locked-Room-Mystery“ konfrontiert wird. Sean Duffy passiert’s. Tot: Eine Journalistin, die über finnische Mobiltelefonie-Investoren recherchierte, aber Übleres als herkömmliche Profitgier fand. Duffy zum Fünften, unzerstörbar.
          Aus dem Englischen von Peter Torberg, Suhrkamp, 404 Seiten, 14,95 Euro.

          8.

          Jérôme Leroy - Der Block
          Platzierung im Vormonat: 2

          Paris. Nacht der Abrechnung im Bloc Patriotique. Die Chefin verhandelt über die Teilhabe an der Regierung. Bedingung: Weg mit Stanko, dem Schlächter der Bewegung. Die Freunde Antoine, Gatte der Chefin, und Stanko rekapitulieren, jeder für sich, ihre Untaten. Rechtsradikalismus authentique.
          Aus dem Französischen von Cornelia Wend. Edition Nautilus, 320 Seiten, 19,90 Euro.

          9.

          Monika Geier - Alles so hell da vorn
          Platzierung im Vormonat: /

          Rheinland-Pfalz. Manga, verlorene 18, Prostituierte seit sie denken kann, erschießt einen Freier in Polizeiuniform. Halbtags-Kriminalkommissarin Boll nimmt SoKos oder Vorgesetzte nur am Rande wahr, aber das, was wichtig ist. Rätselhaft, sehr straight, irre gut. Geier ist Spitze.
          Ariadne im Argument Verlag, 416 Seiten, 13 Euro.

          10.

          Marlon James - Eine kurze Geschichte von sieben Morden
          Platzierung im Vormonat: 7

          Kingston 3.12.1976, später New York. Bandenkrieg und Kalter Krieg: Als der Sänger für das Friedenskonzert probt, wird auf ihn geschossen. Einige Täter entkommen, dealen in New York. Drogen, Reggae, Pop, Angst und Armut. 13 Stimmen erzählen vom Morden: Sieben oder „many more will have to die“.
          Aus dem Englischen von Guntrud Argo u. a. Heyne, 864 Seiten, 27,99 Euro.

          Die Jury

          Tobias Gohlis, Sprecher der Jury  |  Volker Albers, „Hamburger Abendblatt“ | Andreas Ammer, „Druckfrisch“, BR | Gunter Blank, „Sonntagszeitung“ | Thekla Dannenberg, „Perlentaucher“ | Fritz Göttler, „Süddeutsche Zeitung“ | Jutta Günther, „Nordwestradio“ | Sonja Hartl, „Zeilenkino“, „Polar Noir“ | Hannes Hintermeier, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ | Peter Körte, „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“| Elmar Krekeler, „Die Welt“ | Kolja Mensing, „Deutschlandfunk Kultur“ | Marcus Müntefering, „Spiegel Online“, „Krimi-Welt“ | Ulrich Noller, „Deutsche Welle“, WDR | Frank Rumpel, SWR | Margarete von Schwarzkopf, Literaturkritikerin | Ingeborg Sperl, „Der Standard“ | Sylvia Staude, „Frankfurter Rundschau“ | Jochen Vogt, „NRZ“, „WAZ“.

          Die Jury erreichen Sie per E-Mail unter krimibestenliste@faz.de
          Einen Newsletter zur Krimibestenliste mit ergänzenden Informationen zu den neuen Titeln können Sie unter www.togohlis.de/anmeldeseite)  abonnieren.

          Quelle: F.A.S.

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