02.10.2008 · Der Schriftsteller Maxim Biller kommt als Dozent an die Universität Kassel. Im Rahmen der „Grimm-Professur“ wird er in der Murhardschen Bibliothek einen Vortrag, ein Seminar und eine Lesung abhalten. Biller hatte zuletzt mit seinem Roman „Esra“ Aufsehen erregt und die Gerichte beschäftigt.
Der Schriftsteller Maxim Biller kommt im Dezember als Dozent an die Universität Kassel. Im Rahmen der „Grimm-Professur“ wird er vom 17. bis 19. Dezember in der Murhardschen Bibliothek einen Vortrag, ein Seminar und eine Lesung abhalten.
„Biller war schon bekannt als scharfsinniger, satirischer Kolumnist, bevor er 2003 mit dem Roman Esra in eine öffentliche Kontroverse geriet, die auch grundsätzliche Fragen berührt: Wo ist die Grenze zwischen der Freiheit der Kunst und dem Schutz der Privatsphäre?“, begründete die Hochschule am Donnerstag ihre Wahl.
Der Roman wurde kurz nach dem Erscheinen verboten, Billers ehemalige Freundin hatte den Autor verklagt, da sie sich in der Hauptfigur wiedererkannte. Der Prozess ging über mehrere Instanzen, bis 2007 das Bundesverfassungsgericht das Verbot bestätigte. Der 1960 in Prag geborene Biller schreibt Essays, Kommentare, Kurzgeschichten und Romane. Häufiges Thema in seinen Werken ist das Verhältnis zwischen Deutschen und Juden.