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Handel Karstadt schließt jede dritte Buchabteilung

02.10.2007 ·  In 37 der 89 Karstadt-Filialen werden künftig keine Bücher mehr angeboten. Betriebsbedingte Kündigungen werde es jedoch nicht geben. Die Buchabteilungen werden in Zukunft von Hugendubel und Weltbild geführt.

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Karstadt will mehr als jede dritte Buchabteilung schließen. Künftig sollen nur noch in 52 der insgesamt 89 Karstadt-Warenhäuser Bücher verkauft werden, teilte der Mutterkonzern Arcandor am Dienstag mit. Betriebsbedingte Kündigungen werde es nicht geben, sagte ein Sprecher.

Hintergrund der Entscheidung ist ein Wechsel bei einer geplanten Buch-Partnerschaft für die Warenhäuser. Statt der Douglas-Tochter Thalia soll nun die Münchner Finanzholding DBH Buch Handels GmbH & Co. KG mit den Buchhandlungen Hugendubel und Weltbild die Abteilungen von Karstadt übernehmen. Während Thalia alle 89 Buchabteilungen übernehmen wollte, werde der neue Partner sein Konzept nur in 52 Häusern verwirklichen, hieß es.

Keine Stellenstreichung

Einem Arcandor-Sprecher zufolge werde es durch die Schließung der Buchabteilungen, deren Flächen für andere Verkaufszwecke umgenutzt werden soll, keine Stellenstreichungen geben. Von derzeit etwa 300 Mitarbeitern in den Buchabteilungen würden 200 von Hugendubel und Weltbild übernommen. Die restlichen etwa 100 Mitarbeiter sollten innerhalb der Karstadt-Warenhäuser in andere Bereiche wechseln.

Unter der Marke Hugendubel sollen vor allem in den sogenannten Karstadt-Premiumhäusern wie dem KaDeWe gut ausgestattete Buchhandlungen eingerichtet werden. In den kleineren Warenhäusern sollen dagegen Bücher künftig unter der Marke Weltbild verkauft werden. Die Buchabteilungen sollen dabei sowohl im Erdgeschoss, wie auch in speziell gestalteten Etagen der Warenhäuser eingerichtet werden.

Die ersten Abteilungen unter der Regie des neuen Partners sollen noch vor dem Weihnachtsgeschäft eröffnet werden. Die komplette Übernahme des Buchangebots von Karstadt ist zum April kommenden Jahres geplant. Zu den Hintergründen des Wechsels und zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Die Thalia-Muttergesellschaft Douglas machte „unterschiedliche Auffassungen“ zu den Modalitäten der künftigen Zusammenarbeit für die Absage verantwortlich.

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