Home
http://www.faz.net/-gr0-74x0o
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
Bibliothek

FAZ.NET sucht Suhrkamp-Geschichten So ein intellektuelles Gefühl

Dem Suhrkamp Verlag droht als Folge des Streits seiner Gesellschafter die Auflösung. Wir suchen Leser-Geschichten, die an unvergessene Erlebnisse mit Autoren und Büchern erinnern. Schreiben Sie uns.

Weil sich die Gesellschafter des Suhrkamp Verlags, die Unseld-Familienstiftung und die Medienholding Winterthur, über gar nichts mehr einigen können, droht jetzt per Gerichtsbeschluss die Auflösung des Verlags. Aber kann man sich eine geistige Republik ohne Suhrkamp überhaupt vorstellen?

Das Haus, das 1950 in Frankfurt gegründet wurde und vor drei Jahren nach Berlin zog, hat die deutsche Kultur geprägt wie kein zweites. Suhrkamp war das linke Herz der alten Bundesrepublik und intellektueller Fixstern eines Milieus, das die Republik über Jahrzehnte hinweg geprägt hat.

Mehr zum Thema

Suhrkamp-Literatur, das waren früher Max Frisch, Martin Walser, Uwe Johnson, Thomas Bernhard, Hans Magnus Enzensberger, Ernst Bloch, Theodor W. Adorno, Jürgen Habermas, Peter Handke, Bertolt Brecht oder Hermann Hesse, außerdem schöne Buchcover und Diskurse, die vielleicht nicht immer verständlich waren, aber stets das Gefühl vermittelten, wie es cool es sein konnte, ein Intellektueller zu sein.

Der Neuanfang in Berlin weckte wieder ganz andere Kräfte, die so verschiedene Autorentemperamente zu Judith Schalansky, Stephan Thome und Clemens Setz zusammenbrachte. Suhrkamp, das ist der Verlag der großen Erzählungen. Und auch viele Leser haben ihre Geschichte mit Suhrkamp, sie haben Anekdoten zu ihrer Erfahrung mit der Dialektik der Aufklärung und ihre ganz eigene Sicht auf den Kosmos des Verlags.

Hier ist das Forum, diese Geschichten zu erzählen: Schreiben Sie Ihr Suhrkamp-Erlebnis auf und schicken Sie es an die E-Mail-Adresse „lesergeschichten@faz.de“. Ob Leser, Lektor, Händler oder einfach nur Liebhaber – wir freuen uns über jede spannende Zuschrift.

Quelle: FAZ.NET

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Suhrkamp Verlag Genehmigter Sanierungsplan soll Ruhe bringen

Seit acht Jahren liefern sich die beiden Gesellschafter des Suhrkamp Verlags einen erbitterten Machtkampf. Die Umsetzung des jetzt endgültig gebilligten Insolvenzplans soll für Ruhe sorgen. Mehr

24.10.2014, 16:44 Uhr | Rhein-Main
Der Hypersetzer

Alain Jadot lebt seit 1967 in Berlin und bezeichnet sich selbst als Hypersetzer. Mit seinem Verlag eigenartiger Bücher war er früher hier, als Messias, ohne den eine Messe ja nicht auskommt. Und jetzt als Leser. Mehr

09.10.2014, 11:34 Uhr | Feuilleton
Leser-Aufruf Wie bringen Sie das Land in die Stadt?

Nachbarschaftsgärten sprießen in den Großstädten wie Pilze aus dem Boden. Aber sind sie die einzige Möglichkeit für Städter, der Landlust in der Stadt zu frönen? Mehr

16.10.2014, 16:55 Uhr | Wirtschaft
Hanser hat keine Modiano-Bücher auf der Messe

Wenige Minuten nach Bekanntgabe des Literaturnobelpreises wurde der Stand des Hanser Verlags von Kameras belagert. Doch dort war man nicht vorbereitet: Ein Buch von Modiano fand sich nirgends. Mehr

09.10.2014, 14:18 Uhr | Feuilleton
Berliner Landgericht Suhrkamps Insolvenzplan ist rechtens

Das Berliner Landgericht hat Suhrkamps Pläne zur Umwandlung in eine Aktiengesellschaft noch einmal geprüft und bestätigt. In einem Jahr wird damit die Macht des Minderheitengesellschafters Barlach im Haus weitaus weniger groß sein. Mehr Von Andreas Platthaus

24.10.2014, 12:10 Uhr | Feuilleton
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 09.12.2012, 13:17 Uhr