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F.A.Z.-Stiltest „Ich schreibe wie . . .“

Schreiben Sie wie Franz Kafka? Oder eher wie Charlotte Roche? Wie Martin Mosebach, Hermann Hesse oder Ingeborg Bachmann? Unser neuer F.A.Z.-Stiltest - jetzt auch mit der neuen Buchpreisträgerin Melinda Nadj Abonji - verrät es Ihnen. Er analysiert Ihre Texte und stellt unbestechlich die Diagnose.

© Commerzbank Vergrößern Andy Warhol, 'Johann Wolfgang von Goethe', Siebdruck aus dem Jahr 1982

Schreiben Sie wie Franz Kafka? Oder eher wie Charlotte Roche? Wie Martin Mosebach, Hermann Hesse, Ingeborg Bachmann? Oder schreiben Sie wie die neue Buchpreisträgerin Melinda Nadj Abonji? – Wenn Sie wissen wollen, ob Sie Stil haben, und wenn ja: welchen – dann gibt es jetzt endlich eine absolut sichere und unbestechliche Messmethode. Testen Sie sich jetzt also auf: www.faz.net/ichschreibewie.

Erfunden hat die Messmethode ein siebenundzwanzigjähriger Russe aus Montenegro namens Dmitry Chestnykh, ein Softwareentwickler, der vor ein paar Monaten die Internetseite „I write like“ ins Leben rief: Chestnykh hatte einen Algorithmus entwickelt, der so ähnlich wie ein Spam-Filter funktioniert: Man musste bloß ein paar englischsprachige Sätze in ein Textfeld kopieren, auf „Analysieren“ klicken. Innerhalb weniger Sekunden übermittelte das Programm einem dann das Ergebnis. Im besten Fall: „Sie schreiben wie William Shakespeare.“

Chestnykh, der auf seiner Website angab, Menschen zu einem besseren Stil verhelfen zu wollen, hatte mit seiner Idee zunächst nur eine bestimmte Software bewerben wollen und sich nebenbei einen Spaß erlaubt. Dann explodierten die Klickzahlen: Überall in der Welt analysierten Menschen mit dem Programm ihre Texte, freuten sich über die schmeichelhaften, manchmal eher ernüchternden Ergebnisse, sagten die Adresse weiter oder schrieben darüber: Die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood etwa twitterte: „Ta da! Ich schreibe wie Stephen King!“

Stiltest B1 © privat Vergrößern Dmitry Chestnykh weiß, wie Sie schreiben, wenn Sie schreiben

Geben Sie einen Text ein!

Maxim Biller gab die englische Übersetzung dreier seiner Erzählungen ein und bekam die Ergebnisse: Lovecraft, Margaret Atwood und Stephen King. Unser Feuilletonchef behauptete fortan, wie Oscar Wilde zu schreiben. Die meisten anderen von uns brachten es mit offenbar nicht ganz so versiertem Englisch nur auf Stephenie Meyer, waren damit zwar bestsellertauglich, aber auch ein bisschen beleidigt.

Also musste eine deutsche Version her, die wir Ihnen von heute an präsentieren. Für uns fütterte Dmitry Chestnykh sein Programm mit Erzählungen, Gedichten und Romanauszügen deutschsprachiger Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus dem achtzehnten Jahrhundert bis heute: von Schiller bis Schnitzler, Heinrich Heine bis Kurt Tucholsky, von Hegel bis Nietzsche, Albert Ostermaier, Friederike Mayröcker, Alexa Hennig von Lange bis hin zu Ildikó von Kürthy, Daniel Kehlmann, Ingo Schulze, Dietmar Dath oder Rainald Goetz.

Was auch immer Sie schreiben, ob Briefe, E-Mails, Blogeinträge oder Tagebuch: Geben Sie den Text bei uns ein. Sie brauchen sich dabei nicht kurz zu fassen. Je länger der Text, desto zuverlässiger das Ergebnis. Unsere Maschine wird Ihnen dann die Diagnose stellen.

Quelle: F.A.S.

 
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