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Vorbemerkung Was ich mit „Esspapier“ erreichen will

 ·  Die Perspektiven der Genussfähigkeit des Menschen sind unbegrenzt, und gutes Kochen muss nicht teuer sein: Jürgen Dollase über seine neue Kolumne, die das Kochen in seiner ganzen Breite darstellen will.

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Liebe Leser,

gestatten Sie mir bitte eine persönliche Vorbemerkung. In dieser neuen Kolumne möchte ich mich in ausführlicher, analytischer Form mit dem mittlerweile riesigen Markt kulinarischer Bücher befassen, und zwar auf der ganzen Breite des Spektrums.

Thema werden also nicht nur Kochbücher der Spitzenklasse sein, sondern auch immer wieder wichtige Beispiele aus dem „Ratgeber“-Sektor, wie etwa die Bücher prominenter Fernsehköche. Es wird um wissenschaftliche Publikationen zum Thema gehen, um literarisch orientierte Bücher, um Bücher zu einzelnen Produkten, kulinarischen Regionen oder auch zur Kochtechnik. Und um Bücher, die einfach schön ausgestattet sind und gute Bilder haben - und vom ganzen Duktus her inspirierend sind.

Zum ersten Mal werden an dieser Stelle auch konsequent fremdsprachige Bücher vorgestellt. Ein großer Teil der wichtigsten und faszinierendsten kulinarischen Bücher erscheint nie in einer deutschen Übersetzung. Viele exquisit gemachte Bücher stammen zum Beispiel aus Spanien und existieren bestenfalls in englischer oder französischer Übersetzung.

Die Beschäftigung auch mit den „einfacheren“ Büchern hat für mich einen wichtigen Grund. Viele kulinarische Bücher haben zwar vordergründig keinen besonderen kulinarischen Anspruch, entfalten aber auf das Ganze gesehen unter Umständen eine große Wirkung, die immer eine genauere Betrachtung verdient.

Ich bin der Meinung, dass sich eine Verbesserung des Kulinarischen zu jeder Zeit und an jeder Stelle ergeben kann. Die Perspektiven der Genussfähigkeit des Menschen sind noch auf lange Zeit hinaus unbegrenzt und außerdem ist ein positives kulinarisches Erleben durchaus nicht zwangsläufig mit größeren Geldmitteln verbunden. Pretiosen lassen sich in jedem Buchformat finden, und manchmal gibt es einfache Bücher, die echte Glücksfälle sind.

Eine weitere Besonderheit ist die Vergabe von einem bis zu drei FAZ-Sternen für die besten Bücher. Die detaillierte Begründung für die Vergabe von Sternen finden Sie im Anhang. Natürlich erinnern die Sterne an die berühmten Michelin-Sterne. Das ist Absicht und Seitenhieb zugleich: diese Sterne hier haben wenigstens eine ausführliche Begründung.

Herzlich, Ihr
Jürgen Dollase

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