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Kochbuchkolumne „Esspapier“ Nach Sylter Art

 ·  Johannes King kocht im Hotel „Söl’ring Hof“ in den Dünen der Insel. In seinem neuen Buch schlägt er eine schöne Brücke zwischen Naturnähe und Regionalität.

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Stefan Meditz

„Geeister Portwein-Melissen-Schaum", wer soll hier auf den Arm genommen werden?

Um "eine beeindruckende Brücke zwischen Bio-Küche, Regionalität, Naturnähe und Spitzenküche" zu schlagen, empfiehlt sich alleine, die jahrtausendealte Tradition und Kultur zu leben. Was seit vielen Jahrtausenden am lebendigen Menschen getestet und stetig optimert wurde, lässt sich wohl kaum durch vermeintliches plötzliches Genietum übertreffen. Tatsächlich wurde vermutlich fast alles was "kreative" Köche heute erfinden schon vor langer Zeit mal probiert und zu ca. 90% wieder verworfen, wegen mangelnder (körperlicher und/oder poetischer) Bekömmlichkeit. Nicht dass die Entwicklung nicht weiter gehen muss, aber dekadente Entertainmentgerichte haben mit wertvoller Kultur wenig zu tun. Sie schaden dieser wohl eher. Ich weiß nicht, wie sowas im Feuilleton der FAZ Platz finden kann. Beklagen sich die Autoren benachbart angesiedelter Beiträge da nicht?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.11.2012 16:52 Uhr
Stefan Meditz

Die älteste Kunstgattung der Welt, in den Dreck gezogen

Der feine Unterschied: es gibt ältere und jüngere Kunstgattungen. Und außerdem welche, die sich mehr und welche die sich weniger zu Konzeptkunst eignen. Die Kunst der Speisenbereitung ist nicht so einfach mit den bildenden Künsten, der Literatur, der Musik usw. zu vergleichen. Denken sie dabei eher an essentiellere (und existenziellere) Disziplinen, etwa die Architektur (die Kunst der Behausungsschaffung). Auch da wird vermeintliches Genietum gar zu schnell unbekömmlich.

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Robin Jessen
Robin Jessen (Robin69) - 09.11.2012 16:35 Uhr

Pseudo-Argument

Ein Pseudo-Argument, das man gegen jeden Fortschritt bringen kann und insbesondere natürlich gegen alle Kunstformen. Nicht nur bringen die technischen Fortschritte viele neue Kochmöglichkeiten, auch fallen Köchen, genauso wie Musikern oder Autoren, neue Dinge ein, die eben noch nicht probiert worden sind oder noch perfektioniert werden können. Wie reaktionär kann man denn sein...

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09.11.2012, 13:50 Uhr

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