08.10.2012 · Ursula Krechel gewinnt mit ihrem Roman „Landgericht“ den Deutschen Buchpreis. Damit setzt sich eine Kette von Preisträgern fort, die zeitgeschichtliche Themen in den Mittelpunkt stellen.
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eine umgekehrte Geschichte wäre auch lesenswert
- trotzdem für den Bericht und die Besprechung vielen Dank! Es scheint ein lesenswertes Buch zu sein - die Geschichte wäre auch umgekehrt interessant: wie ein nach dem Krieg zunächst mit Berufsverbot belegter Jurist im Gericht und in der AV Rheinstein Karriere macht.
"Man hat ihm übel mitgespielt, dem 1903 in Breslau geborenen
Juristen, der als Jude von den Nazis 1933 aus seinem Richteramt
gedrängt wurde..."
"Man hatte ihm uebel mitgespielt", schon klar, dass heisst
aber noch lange nicht, dass die
Krechel ihren Lesern auch uebel mitspielen soll!!
Uebrigens, von Krechel+ihrem Werk bis heute nix gehoert.
Trotzdem verspreche ich hiermit den "Kornitzer" zu lesen,
allerdings erst dann,
wenn er hier unten im Corriere della Sera, La Repubblica, usw.
besprochen wird.
Bis dahin muss ich mich wohl gedulden, dabei kann ich es kaum erwarten!
Ganz ehrlich, ich kenne das Buch nicht, die Autorin nicht, und bin, obwohl Gernleser, kein
Experte.
Aber- weder für die Autorin, noch für die Jury, kam ein
anderes Thema in Frage ?
An dem Thema stört mich, daß Herr Thomas Berger mit seiner
Antwort einfach Recht hat .
Natürlich wären andere Themen in Frage gekommen,...
...aber die Autorin wollte auch mal den Buchpreis gewinnen, was sie mit den 22 Büchern vorher nicht hinbekommen hat, und dafür musste sie halt was über dieses Thema schreiben :-)
Andreas Platthaus Jahrgang 1966, Redakteur im Feuilleton, zuständig für „Bilder und Zeiten“.
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