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Leser wählen den besten Textanfang Die glorreichen Fünf des dritten „Goldenen Picks“

Über hundert Einsendungen gab es zum dritten Kinder- und Jugendbuchwettbewerb „Der Goldene Pick”. Die fünf Teilnehmer der Endrunde stehen fest. Was taugen ihre Texte? Davon kann sich jetzt jeder ein Bild machen. Und seinen Lieblingstext wählen.

© Chicken House / F.A.Z.

Als 2010 der „Goldene Pick“ als gemeinsamer Wettbewerb von Chicken House Deutschland und der F.A.Z. zum ersten Mal ausgeschrieben wurde, setzte sich am Ende die Autorin Regina Dürig durch. Im vergangenen Jahr bei der zweiten Runde war es Barbara Laban mit ihrem Manuskript „Im Zeichen des Mondfests“. Unterschiedlicher könnten die beiden Texte kaum sein: Dürig lässt einen Jungen in einen fiktiven Brief an seinen Vater schreiben, in dem er ihm präzise vor Augen hält, wie sehr die Alkoholsucht des Vaters die Familie zerstört hat. Und Laban schickt ein Mädchen durch ein verzaubertes China, auf der Suche nach ihrer verschwundenen Mutter – begleitet wird sie dabei von einem unsichtbaren, aber höchst lebhaften Hund.

Beide Bücher sind inzwischen bei Chicken House Deutschland erschienen.  Das liegt in der Logik dieses Wettbewerbs für Kinder- und Jugendbuchmanuskripte, an dem nur teilnehmen darf, wer noch kein belletristisches Buch veröffentlicht hat: Der Preis besteht in der Publikation des Siegertextes. Es bedeutet aber auch, dass die Entscheidung der Jury transparent wird: Jeder kann sich ein Bild machen, was für ein Manuskript ausgezeichnet wurde – und auch, gegen welche Konkurrenz es sich letztlich durchgesetzt hat. Denn die fünf Manuskripte, die es bis auf die Shortlist des „Goldenen Pick“ geschafft haben, werden traditionell vor der endgültigen Entscheidung in Auszügen auf FAZ.NET publiziert.

Das gilt auch für das dritte Jahr des Wettbewerbs. Für die Shortlist wurden fünf Manuskripte aus mehr als einhundert Einsendungen ausgewählt. Sie erzählen von einem Jungdetektiv und seiner rätselhaften kleinen Nachbarin, vom Umgang einer Familie mit einer Krebserkrankung, von einem Mädchen und ihrem geheimen Vater, von Fluch und Segen der Zeitreisen und schließlich davon, wie die Erfahrung, als Junge sexuell missbraucht worden zu sein, das Leben eines Erwachsenen überschattet. So groß wie die thematische Bandbreite ist auch die der unterschiedlichen Erzählstile. Eines aber haben die Texte gemeinsam: Sie haben mit ihrem jeweiligen literarischen Vermögen die Jury überzeugt. Deshalb finden sie sich auf der Shortlist des Preises wieder.

Wir veröffentlichen die ersten Seiten dieser Texte und Kurzvorstellungen ihrer Autoren. Und während die Jury Anfang Dezember über ihren Sieger entscheidet, kann schon jetzt online über den Gewinner des Publikumspreises abgestimmt werden.

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Quelle: F.A.Z.

 
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