http://www.faz.net/-gqz-7w2z9

DDR-Literatur : Leseland ist abgebrannt

„Fahnenflucht“: Harald Hauswalds Aufnahme hält das Ende der Demonstration zum 1. Mai 1987 auf dem Berliner Alexanderplatz fest. Sie stammt aus dem Band „Das pure Leben. Fotografien aus der DDR“ Bild: Lehmstedt Verlag

Strenggenommen entstand in der DDR nur ein einziges Werk der Weltliteratur. War alles andere nur von innerdeutschem Interesse? Wie bedeutend sind Christa Wolf und Wolf Biermann? Eine Bestandsaufnahme.

          Wie prophetisch die These war und wie wahr sie noch werden sollte, ahnte damals niemand, gewiss auch ihr Verfasser nicht: Am 16. Juni 1979 veröffentlichte der Literaturwissenschaftler und Kritiker Hans Mayer, einer der maßgeblichen Intellektuellen jener Jahre, in dieser Zeitung einen Aufsatz mit dem Titel „Stationen der deutschen Literatur“. Seine wichtigste Annahme lautete, dass nach drei Jahrzehnten der deutschen Teilung nun endlich „eine große Einheitsbewegung im Gange“ sei.

          Jochen Hieber

          Redakteur im Feuilleton.

          Alles sprach damals dagegen. Die DDR steuerte selbstgewiss auf den dreißigsten Jahrestag ihrer Gründung zu, während Helmut Schmidt, der Kanzler der Bundesrepublik, den westlichen Teil der Nation, gegen große Widerstände, auf den Nato-Doppelbeschluss vorbereitete, der für den Fall des Scheiterns von Abrüstungsverhandlungen das Aufstellen neuer Atomwaffen vorsah. Hans Mayer aber baute auf die einigende Kraft der Literatur. Als wichtigstes Indiz dafür führte er den „Erfolg von Büchern der Schriftsteller aus der DDR in der Bundesrepublik“ an. Es gebe, fügte er hinzu, gute Gründe, warum „Autoren wie Christa Wolf und Reiner Kunze, Heiner Müller und Hans Joachim Schädlich und Sarah Kirsch“ auch diesseits der Grenze „so ernsthafte Leser“ fänden.

          Feldzug gegen die Selbstentfremdung

          Mayer selbst hatte seinen in der frühen DDR legendären Leipziger Lehrstuhl für Literaturgeschichte bereits 1963 hinter sich gelassen, lehrte danach in Hannover und lebte nun als Emeritus in Tübingen. Eineinhalb Jahre bevor sein Aufsatz erschien, waren Sarah Kirsch, Schädlich und Kunze in den Westen übergesiedelt. Konnte man sie überhaupt noch zu den DDR-Autoren zählen?

          Die „einigende Kraft der Literatur“: Hans Mayer im Jahr 1996
          Die „einigende Kraft der Literatur“: Hans Mayer im Jahr 1996 : Bild: Picture-Alliance

          Mayer umging die Frage mit Bedacht. Denn die Bücher der ausgereisten Dissidenten gab es ja, sie zirkulierten als Geheimware unter den Ladentischen der DDR und handelten gerade auch dann von ihr, wenn sie das Land negierten. Den lyrischen „Zaubersprüchen“ der Sarah Kirsch (1974) etwa warfen die Literaturfunktionäre vor, sie kokettierten mit „spätbürgerlichen Positionen der Aussichtslosigkeit“, also war den Lesern deren realsozialistische Aktualität unmittelbar evident. Schädlichs Erzählband „Versuchte Nähe“ (1977) gab in einer der Geschichten, im späthumanistischen Gewand des sechzehnten Jahrhunderts, die Parole aus: „Die Poeten haben Macht, den Leuteverächtern ihre Bubenstücke zu sagen.“ Und Reiner Kunzes Prosasammlung „Die wunderbaren Jahre“ (1978) erzählte in hochpoetischer Diktion von den Verheerungen der Erziehungsdiktatur und damit letztlich von der Zukunftslosigkeit der DDR.

          Um seine Einheitsthese zu stützen, verwies Mayer aber gerade nicht auf die Spezifika des ostdeutschen Staats, sondern auf die für ihn überall spürbaren Angleichungen im Alltag beider, jeweils von industrieller Arbeit geprägter Systeme: „Die Konvergenzen sind offensichtlich.“ Und als zumindest temporärer Anhänger der einst weit über die Sozialwissenschaften hinaus aktuellen Konvergenztheorie erklärte Mayer den Erfolg der DDR-Literatur im Westen damit, dass auch deren Autoren vor allem „gegen die Entfremdung und Selbstentfremdung des heutigen Menschen“ zu Felde zögen.

          Die Doppelbödigkeit der Texte

          Die Konvergenztheorie wurde der Realität von fundamental divergierenden Gesellschaften nie gerecht und scheiterte deshalb rasch. Zudem richtete sich der entscheidende Schreibimpuls der kritischen DDR-Autoren eben keineswegs gegen abstrakte Entfremdungsprozesse der Moderne, sondern sehr konkret gegen die Willkür und das Unrecht im eigenen Land, das die beständig propagierten sozialistischen Ideale ebenso permanent den Direktiven des Zentralkomitees der herrschenden SED, der allgegenwärtigen Zensur und dem ubiquitären Apparat der Stasi auslieferte.

          Die Botschaft hinter der ästhetisierten Fassade: Christa Wolf, hier kurz vor ihrer Rede bei der Alexanderplatz-Demonstration am 4. November 1989
          Die Botschaft hinter der ästhetisierten Fassade: Christa Wolf, hier kurz vor ihrer Rede bei der Alexanderplatz-Demonstration am 4. November 1989 : Bild: Barbara Klemm

          Dass die unangepassten Autoren deshalb „in ihrer Mehrzahl nur in der Bundesrepublik publizieren“ konnten, war Mayer natürlich klar, hinderte ihn aber nicht an seinem Befund. Die These von der „großen Einheitsbewegung“ verdankte sich also einer falschen Prämisse, artikulierte jedoch ein ahnendes Empfinden, das Martin Walser viele Jahre später „Geschichtsgefühl“ nennen sollte. Und dieses Gefühl bekam schließlich, gerade auch die Literatur betreffend, realhistorisches Recht. Es stimmt ja: Man las im Westen „die Schriftsteller aus der DDR“, und man las sie in Mayers Sinn tatsächlich „ernsthaft“, also mehr aus Pflicht und politisch gebotener Neugier denn aus Leidenschaft und Lust. Man las die Romane, Erzählungen und Gedichte von Franz Fühmann, Volker Braun, Günter de Bruyn, Günter Kunert, Christoph Hein, Thomas Brasch, Wolfgang Hilbig und jene der bald hochberühmten Christa Wolf zunächst als Nachrichten aus einem fernen, fremden Land, zudem als Kassiber des Widerständigen, die entschlüsselt sein wollten.

          Vor einigen Tagen fragte ich die 1966 in Ost-Berlin geborene und bis zur Flucht im Jahr 1986 in der DDR sozialisierte Schriftstellerin Katrin Askan in einer E-Mail, wie sie und ihresgleichen die dortigen Literatur-Stars einst rezipiert haben. „Indem wir die Doppelbödigkeit der Texte entschlüsselten“, war die Antwort. Aber auch hier wäre es ganz falsch, von Konvergenz zu reden. Denn im Westen war solche Dechiffrierung fast immer reines Glasperlenspiel, bisweilen verbunden mit dem Erstaunen darüber, welch enormer ästhetischer Aufwand betrieben wurde, um öffentlich Unaussprechliches durch Verhüllung dann doch sagen, jedenfalls andeuten zu können.

          Der staatlich verfemte Barde

          Für junge Leser im Osten aber war gerade dies der wichtigste Identifikationsimpuls. „Wenn ich nur daran denke“, so Katrin Askan, „was wir in ,Kassandra‘ von Christa Wolf so alles hineingelesen haben - ich bin mir sicher, dass das Buch in dieser Hinsicht völlig überinterpretiert war.“ Und sie fügt, durchaus melancholisch, hinzu: „Das waren noch einfache Zeiten für Autoren, wo sich die Leser um die Bücher rissen wie um Brot in der Hungerzeit und aus jeder Zeile eine Offenbarung machten.“ Dies muss jene Realität gewesen sein, die von Staatspropagandisten dann bei jeder Gelegenheit zum „Leseland DDR“ emporstilisiert wurde. Auch beim ganz privaten Zugang zur Literatur gab es also eine Grenze, die hüben von drüben trennte.

          Nur in einem Fall, bei Wolf Biermann, existierte sie nicht. Er war, von Mitte der sechziger Jahre an, eine emphatisch gesamtdeutsche Figur und auch deshalb eine Art Mythos mit fester Adresse: Ost-Berlin, Chausseestraße 131. Dort etablierte der staatlich verfemte Barde eine Gegenwelt eigenen Rechts. Zu seinem großen Vorteil war Biermann zugleich Dichter und Sänger, weshalb er sehr viel leichter und umfassender Anschluss an die westliche Kultur, zumal an das dort gerade entstehende Pop-Universum, finden konnte als die reinen Literaten. „Die Drahtharfe“, Gedichte und Lieder, sowie die Schallplatte „Wolf Biermann (Ost) zu Gast bei Wolfgang Neuss (West)“ erschienen 1965 und sorgten in beiden Welten rasch für Furore, denn natürlich eignete sich auch Vinyl als Konterbande.

          Der Anfang vom Ende der DDR: Wolf Biermann während des Kölner Konzerts 1976
          Der Anfang vom Ende der DDR: Wolf Biermann während des Kölner Konzerts 1976 : Bild: Barbara Klemm

          Hinzu kam Biermanns Freundschaftsbündnis mit dem um ein Vierteljahrhundert älteren, ebenfalls verfemten Naturwissenschaftler und Regimekritiker Robert Havemann. In der DDR verkörperte das Duo eine kurze Zeit lang die Hoffnung auf einen politischen Frühling nach Prager Vorbild; diesseits der Elbe figurierte Biermann als Wahlverwandter der Studentenbewegung, als Bohemien und Kommunarde avant la lettre und eben als Popstar. Dass ihn die Ost-Berliner Staatsführung nach dem Kölner Konzert vom 13. November 1976 sofort ausbürgerte, sei der „Anfang vom Ende der DDR“ gewesen, hat der Schriftsteller Jurek Becker nach deren Untergang nicht zu Unrecht formuliert. Von dem kulturellen Desaster, das sie damit anrichtete, erholte sie sich nicht mehr. Als mit dem Westen konkurrierender Wirtschaftsfaktor im Sinne der Konvergenztheorie war sie ohnehin nie mehr als eine Fiktion gewesen.

          Die Unterdrückung benennen

          Von Jurek Becker, der 1939 als kleines Kind mit seinen Eltern ins Juden-Getto Litzmannstadt (Łódź) deportiert wurde und nach dem Kriegsende in der Sowjetzone strandete, stammt der einzige Roman aus DDR-Zeiten, der, auch von der schieren Anzahl der Übersetzungen abgesehen, auf emphatische Weise Weltliteratur wurde: „Jakob der Lügner“ (1970) - der ganze Rest, so wäre zu schließen, war fast nur von innerdeutschem Interesse. Becker erzählt vom Holocaust, vom alten Jakob Heym, der einst eine Imbissbude besaß und nun seine Leidensgenossen mit der Lüge nährt, er habe ein Radio verstecken können und gerade gehört, dass die Rote Armee und mit ihr die Befreiung des Gettos nahte. Beckers bezwingende Parabel einer so verzweifelten wie vitalen Hoffnung hatte mit der DDR lediglich gemein, dass sie dort entstand. Sonst nichts. Also las man sie von vornherein auch nicht als Teil ihrer Literatur.

          Mit „Jakob der Lügner“ schuf er Weltliteratur: Jurek Becker, Anfang der siebziger Jahre
          Mit „Jakob der Lügner“ schuf er Weltliteratur: Jurek Becker, Anfang der siebziger Jahre : Bild: Picture-Alliance

          Deren letzter Akt spielt in der Ost-Berliner Wohnung von Christa Wolf. Dort formulierte und redigierte sie wenige Tage nach dem Mauerfall den Aufruf „Für unser Land“, der auf einer „sozialistischen Alternative zur Bundesrepublik“ bestand und am 28. November 1989 veröffentlicht wurde. Zu den 31 Erstunterzeichnern gehörten neben der Verfasserin mit Stefan Heym und Volker Braun zwar lediglich drei DDR-Autoren der ersten Reihe. Aber mit seiner Insistenz auf einen erneuerten, besseren, menschlichen, kurz: demokratisch legitimierten Sozialismus in den noch und am besten auch weiterhin bestehenden Grenzen fasste der Aufruf zusammen, wofür die kritische Literatur des Landes vier harte Jahrzehnte lang eingetreten war.

          Als expliziten Teil einer „Einheitsbewegung“ in Hans Mayers Sinn hat sie sich nie verstanden. Aber es gehört ganz elementar zu ihrer einst aktuellen Wirkung und deshalb zum innersten Kern auch ihrer Geschichte, dass sie, allen Widersprüchen, Kompromissen und, nicht zuletzt, allen Kooperationen mit der Staatsmacht zum Trotz, wesentlich dazu beitrug, die Unterdrückung zu benennen.

          Die Literatur liebt Untergänge

          Es mag eine Einheitskraft wider Willen gewesen sein, die von der Literatur der DDR ausging - eine Einheitskraft war sie gleichwohl, weit über ihr Ende hinaus, nämlich bis in die unmittelbare Gegenwart und wohl noch in die absehbare Zukunft hinein. Denn seit die DDR real nicht mehr existiert, ist sie literarisch lebendiger denn je, vor allem in den Romanen, die seit der Wende über sie geschrieben werden - von Monika Maron, Thomas Brussig und Ingo Schulze bis Uwe Tellkamp und Lutz Seiler.

          Monika Marons Roman „Stille Zeile sechs“ (1991), angesiedelt im ersten Wendejahr, spielt an den beiden Hauptfiguren, der Historikerin Rosalind Polkowski und dem hohen Parteifunktionär Herbert Beerenbaum, noch einmal den Zentralkonflikt des gerade in Liquidation befindlichen Staates durch: Der Freiheitswille der Menschen wie der Kunst steht gegen den Führungsanspruch der Herrschenden auf dem Weg zum Sozialismus. Das Buch zeigt, dass dieser Gegensatz keineswegs immer klar und eindeutig, vielmehr auf beiden Seiten voller Widersprüche, Lügen und Selbsttäuschungen war. Aufs Neue aber: keine Konvergenz, auch nicht in Sachen Schuld, denn es war die Macht, die das Unwahre als Prinzip etablierte.

          Einen „Roman aus der ostdeutschen Provinz“ nannte Ingo Schulze seine „Simplen Storys“ aus dem Jahr 1998 und machte damit das ostthüringische Städtchen Altenburg zur literarischen Metropole der Wendezeit. Schon offen ist die Grenze am Beginn des Buchs – bleibend fabelhaft ist, wie der Autor ein ganzes Figurenensemble aus kleinen Leuten zum Gesamthelden des Geschehens macht, wie er gewendete Opportunisten und fix alerte Neubürger bei ihren Aufbrüchen in die endlich offenstehenden Touristenparadiese des Südens begleitet, wie er höchst unterschiedliche Ost-Mentalitäten veranschaulicht und wie souverän er – unter Verzicht auf eine durchgängige Handlung – mit einer Fülle an Erzählfäden zu jonglieren weiß. Das Oszillierende jener Jahre erhält gültige Gestalt. In den „Simplen Storys“ ist das Alte noch nicht zu Ende und das Neue, kaum begonnen, wird ein ums andere Mal schon wieder kräftig ausgebremst.

          Charakterbrechender Dienst in der NVA

          Tausend Seiten umfasst Uwe Tellkamps Roman „Der Turm“ vom 2008 – schlechthin das Erzählepos über Dresdens Villenviertel als idealtypischen, also auch ständig bedrohten Rückzugsort des Bildungsbürgertums in der DDR, sich weitend zum Gesellschaftspanorama eines ganzen Landes und nicht zuletzt eine anspielungsreiche, selbstreflexive Rückschau auf einige repräsentative Akteure der DDR-Literatur und deren dauerndes Ringen mit der omnipräsenten Zensur. Aus drei Perspektiven werden die Jahre 1982 bis 1989 geschildert – aus jener des Arztsohnes Christian Hoffmann, der sich den Studienplatz durch den schier charakterbrechenden Dienst in der NVA zu sichern sucht, aus jener seines Vaters Richard Hoffmann, den der einstige Spitzeldienst und seine aktuellen Amouren in höchste Bedrängnis bringen, schließlich aus jener von Meno Rhode, Richards Schwager und Lektor in einem schöngeistigen Verlag.

          Zurück ins Innere der Macht und weit über deren Erosion hinaus führt Eugen Ruges Familienroman „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ von 2011. Die Geschichte der Powileits und der Umnitzers, Kommunisten schon in der Weimarer Republik, setzt im Jahr 2001 in Mexiko ein und kehrt am Ende wieder dorthin zurück. Faszinierend sind die weit ausholenden Erzählbewegungen: die in Rückblenden eingeholten Exilerfahrungen einiger Hauptfiguren in Lateinamerika und der Sowjetunion, ihre Rückkehr in die noch junge DDR als die vermeintlich bessere Welt, deren sukzessives Scheitern dann, an dem sie unmittelbar beteiligt sind, und schließlich das schwierige Ankommen der Enkel- und Urenkelgeneration in der neuen Zeit.

          Lutz Seilers „Kruso“ ist der jüngste unter den exemplarischen Romanen, ausgezeichnet mit dem Frankfurter Buchpreis. Welch eine Erzählenergie, welch eine Atmosphäre. Im Sommer 1989 kommt Edgar Bendler, Student aus Halle, nach Hiddensee, verdingt sich als Tellerwäscher in einem Hotel und findet dort Anschluss an eine von Alexander Krusowitsch, genannt Kruso, angeführte Gruppe von intellektuellen Outcasts, die auf der Insel ihr inneres DDR-Exil finden und zugleich eine Gegenwelt mit eigenen Ritualen und Gesetzen errichten. Verlorengegangen sind viele von denen, die von Hiddensee aus über das Meer nach Dänemark fliehen wollten und dabei elend ertranken. Ihrer gedenkt der Roman ergreifend. Und wie Seiler die untergehende DDR symbolisierend illustriert, ist enorm: Während und weil das Festland politisch und gesellschaftlich erodiert, laufen der Insel die Gäste und das Personal davon, neuer Ungewissheit entgegenstiebend.

          Die Literatur liebt Untergänge und Untergeher. Es ist also wenig verwunderlich, dass die DDR seit ihrem Erlöschen stets aufs Neue im Erzählen wiederersteht. Unsere Kenntnis von ihr war nie größer. Und auf je eigene Weise setzen die bedeutenden von Autoren mit eigener DDR-Erfahrung geschriebenen Romane des vergangenen Vierteljahrhunderts die „große Einheitsbewegung“ fort, die Hans Mayer 1979 beginnen ließ. Denn die Sonden, die sie in die geteilte Vergangenheit schicken, senden erhellende Signale in die gemeinsame Gegenwart.

          Quelle: F.A.Z.

          Weitere Themen

          Die Autoren und das Geld hinter Wikipedia Video-Seite öffnen

          Gestiftetes Wissen : Die Autoren und das Geld hinter Wikipedia

          Wikipedia ist die am fünfthäufigsten besuchte Internetseite und damit eine der wertvollsten Plattformen weltweit. Dahinter steckt keine Profitidee, sondern eine Stiftung, die ohne Werbeeinnahmen auskommt.

          Erinnerungen an meinen Vater Video-Seite öffnen

          Hans Magnus Enzensberger : Erinnerungen an meinen Vater

          Wie sein Vater als Fernmeldetechniker im „Dritten Reich“ den eigenen Überzeugungen treu blieb, hat Hans Magnus Enzensberger immer fasziniert. Für die Familie hat er seine Erinnerungen an ihn aufgeschrieben. Zum ersten Mal kann sie jetzt auch ein großes Publikum lesen.

          Topmeldungen

          Bundeskanzlerin Merkel auf dem Weg auf dem Weg zum EU-Gipfel

          EU-Gipfel in Brüssel : Poker mit Erdogan

          Auf ihrem Gipfel in Brüssel beraten die EU-Staaten, wie sie den Druck auf die Türkei erhöhen können. Ein Abbruch des Beitritts ist bisher nicht in Sicht – wohl aber andere Maßnahmen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.