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Romane der Woche

Woody Guthrie: Haus aus Erde Friede den Lehmhütten, Krieg den Holzbaronen

Ein wiederentdeckter Roman des Folksängers Woody Guthrie lässt arme Bauern von Erdhäusern träumen und macht John Steinbeck Konkurrenz. Das begeistert sogar Johnny Depp, der das Vorwort geschrieben hat. Mehr 5

György Spiró: Träume und Spuren Der Junge mit dem Stück von Stalins Ohr

Heimatlos im eigenen Land: György Spiró erzählt in seiner Geschichtensammlung „Träume und Spuren“ über sein Leben im Nachkriegs-Ungarn. Mehr 1

Ahmadou Kourouma: Monnè. Schmach und Ärger Der afrikanische Voltaire

Anders als in Frankreich ist Ahmadou Kourouma bei uns noch zu entdecken. Zum Beispiel mit „Monnè“ von 1990, seinem Roman über ein fiktives Königreich an der Elfenbeinküste, das durch französische Truppen erobert und kolonialisiert wird. Mehr 4

Rafael Chirbes: Am Ufer Jede Wirtschaft schafft sich ihre Abfallgrube

Rafael Chirbes schwingt in seinem grandiosen Roman über Spaniens Ruin die große Abrissbirne. Aber auch von unseren Wohlstandsmärchen lässt er nicht viel übrig. Mehr 8

Will McBride: Berlin im Aufbruch Als die Mädchen Schmollmünder kriegten

Berlin im Aufbruch und ein junger Amerikaner mittendrin: Die Fotografien von Will McBride aus den Jahren 1956 bis 1963 zeigen eine Stadt, die es wieder allen beweisen will. Mehr 3

Mehr Romane der Woche
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Arno Schmidt: „Und nun auf, zum Postauto!“ - Briefe Nehmt mein Buch als Marschgepäck

Zum hundertsten Geburtstag von Arno Schmidt erscheint ein Auswahlband seiner Briefe: Zu entdecken darin ist das Programm einer selbstgewählten Isolation mit Ausnahmen und ein großer gnadenloser Humorist. Mehr 4

Albert Londres: Ein Reporter und nichts als das Der Mann, der seinen Reisekoffer liebte

Eine fabelhafte Wiederentdeckung: Albert Londres, Frankreichs eigenwilliger Starreporter der zwanziger Jahre, war ein Meister des stilvollen Draufgängertums. Mehr 4

Michael Krüger (Hg.): Erschließung des Lichts Welch ein Glück, welch ein Gemetzel

Nichts ist sicher, also schreib! Michael Krüger und Federico Italiano sichten die Strömungen und Tendenzen der italienischen Lyrik der Gegenwart. Mehr 3

Friederike Mayröcker: études Kein Hinscheiden, kein Abschied, kein Unisono

Was für eine Liebeserklärung an die deutsche Sprache: Friederike Mayröcker erweist sich in ihren „études“ als Meisterin des Prosagedichts. Mehr 1 1

Anna Raverat: Lebenszeichen Die Liebe ist kein Dieb, der auf der Lauer liegt

Rachels Affäre mit Carl ist lange vorbei, da kommt Anna Raverats Erzählerin auf eine heikle Idee: Wenn der Kerl weg ist, kann ich ja immer noch über ihn schreiben. Mehr 1

Max Frisch: Aus dem Berliner Journal Ich merke schon meine Scham

Als Max Frisch 1973 nach Berlin zog, begann er sofort damit, Notizen zu machen. Vor seinem Tod verfügte er eine Sperrfrist für die Publikation. Jetzt erscheinen Auszüge aus dem brillanten „Berliner Journal“. Doch warum nicht alles? Sonderbar. Mehr 2 9

Haruki Murakami: Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki Murakamis magische Masche

Wie kann man nur, Buch für Buch, ein Meisterwerk nach dem anderen schaffen? Mit seinem Roman „Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“ ist es dem Japaner Haruki Murakami wieder einmal gelungen. Mehr 1 19

Zadie Smith: London NW Deine Beichte ist die pure Selbstsucht, Natalie

Vier Schulfreunde und was aus ihnen wird: In ihrem neuen Roman „London NW“ zeigt Zadie Smith ihre ganze Klasse - und was eine Klassengesellschaft ist. Mehr 4

Jan Costin Wagner: Tage des letzten Schnees In einer anderen Zeit, an einem anderen Ort

Mit Kimmo Joentaa hat Jan Costin Wagner einen vom Schicksal gebeutelten Ermittler geschaffen. Doch der fünfte Fall des finnischen Kommissars will mehr sein als ein Kriminalroman. Mehr 1 1

Hanna Schygulla: „Wach auf und träume“ Die einzig wahre Diva, die wir brauchen

In ihrer Autobiographie macht Hanna Schygulla kein Geheimnis aus ihrem Leben - und bleibt eine geheimnisvolle Frau. „Wach auf und träume“ ist ein hinreißendes Buch über die Sorge für sich selbst und für andere. Mehr 2

Vladimir Jabotinsky: Richter und Narr Das Geheimnis der Delila

Vladimir Jabotinsky schreibt die Bibel radikal um: Sein 1927 erstmals erschienener Roman „Richter und Narr“ ist ein Epos vom Leben und Tod des Herkules Simson, der Rache an den Philistern nimmt. Jetzt liegt das Buch in neuer Übersetzung vor. Mehr 1

Patrick Leigh Fermor: Die unterbrochene Reise Vom Wunder des Ankommens - bis zum letzten Atemzug

Immer die Augen offen halten: „Die unterbrochene Reise“ von Patrick Leigh Fermor ist der Abschlussband seiner Trilogie und zugleich Vermächtnis des britischen Schriftstellers und Wanderers. Mehr 4

Michael Stavarič: Königreich der Schatten Das Fleischerdasein in unheilsgesättigten Zeiten

In seinem neuen Roman spiegelt Michael Stavarič die Schrecken des Weltkriegs in den blankgeputzten Theken zweier Metzger. Kann das gutgehen? Mehr 1

Patrick R. Ullrich: Die vier Reiche – Mission Herodes Bibelstunde einmal teuflisch

Hitler als Nemesis: Patrick R. Ullrichs „Mission Herodes“ führt eine neue, meist aber altbekannte Fantasy-Welt ein. Mehr

Drei Mal Sylvia Plath Wer sich vorwagt, lebt gefährlich wie die Kolumbus-Krabbe

Werke und Tage: Fünfzig Jahre nach dem Tod von Sylvia Plath bereichern zwei Gedichtbände und eine Biographie das Bild der amerikanischen Dichterin. Mehr 1

Leonid Dobyčin: Die Erzählungen Begegnungen mit Liz

Niemand hat es vor ihm gewagt, die junge, angeblich hoffnungsvolle sowjetische Gesellschaft derart schonungslos zu betrachten. Jetzt liegen die Erzählungen von Leonid Dobyčin in der deutschen Übersetzung von Peter Urban vor. Mehr

Joanna Bator: Wolkenfern Napoleons Nachttopf

Ein neuer Streich der polnischen Erfolgsautorin Joanna Bator: „Wolkenfern“ strickt die Geschichte um die jugendliche Rebellin Dominika weiter. Mehr

Edmond & Jules de Goncourt: Journal Ihre Gunst schwankte, ihr Urteil nie

Siebentausend Seiten und keine davon langweilig: In den nun erstmals komplett auf Deutsch erschienenen Tagebüchern der Brüder Goncourt lässt sich eine ganze Epoche mit ihrer Kultur und ihrer Politik erleben und erlesen. Mehr 7

David Albahari: Kontrollpunkt Warten auf die Barbaren

Verstörende Impressionen aus einem zerfallenden Europa: David Albaharis furioser Anti-Kriegsroman „Kontrollpunkt“ bannt Gewalt und Irrsinn in Worte. Mehr 2

Richard Hughes: Orkan über Jamaika Ein Sturm mit sieben Köpfen

Die kargen Freuden des freien Seeräuberberufs, geschildert mit schwärzestem Humor: Michael Walter übersetzt „Orkan über Jamaika“ von Richard Hughes neu. Mehr 5

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Ist ein Tisch noch ein Tisch?

Von Edo Reents

Die Sachen sind auch nicht mehr, was sie mal waren. Aber die allgemeine Zweckentfremdung der Dinge streift schon das Bizarre, ach was, sie übersteigt das Kafkaeske! Mehr 2