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Buchpreis „Außergewöhnliche Vielfalt und Vitalität“

15.08.2007 ·  Aus 117 Büchern wurden zwanzig: Die Jury für den Deutschen Buchpreis 2007 hat zwanzig deutschsprachige Belletristik-Werke für die Auszeichnung nominiert. Die Liste wird im nächsten Schritt auf sechs verkleinert.

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Die Jury für den Deutschen Buchpreis 2007 hat 20 deutschsprachige Belletristik-Werke für die Auszeichnung nominiert. Der Preis ist mit insgesamt 37.500 Euro dotiert und wird zum dritten Mal vergeben. „Ohne uns von Prominenz verführen oder von Originalitätsdruck ablenken zu lassen, haben wir eine Auswahl von zwanzig Titeln getroffen, die die außergewöhnliche Vielfalt und Vitalität spiegelt, mit der sich die deutschsprachige Literatur zumal in diesem Herbst präsentiert“, sagte Jury-Sprecherin Felicitas von Lovenberg, Redakteurin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, am Mittwoch in Frankfurt.

Insgesamt 117 Titel, die zwischen dem 1. Oktober 2006 und dem 12. September 2007 erschienen sind oder noch erscheinen, wurden von den sieben Jurymitgliedern in den letzten fünf Monaten gesichtet. Die Themen seien so breit gestreut wie selten, und die Autoren begegneten ihnen mit unterschiedlichsten Erzählweisen, sagte von Lovenberg. Neben renommierten Autoren seien auch weniger bekannte Namen - auch Debütanten - auf der sogenannten Longlist vertreten. Am 12. September werde die Jury eine eingeschränkte Auswahl von nur noch sechs Titeln - die sogenannte Shortlist - veröffentlichen. Wer von den sechs Autoren den Preis erhält, wird erst am Abend der Verleihung bekanntgegeben. Diese findet am 8. Oktober 2007 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse statt.

Mit dem Deutschen Buchpreis 2007 zeichnet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels den besten deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Partner des Deutschen Buchpreises sind Florian und Gabriele Langenscheidt, der „Spiegel“-Verlag, die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis vor allem bei der Medienarbeit im Ausland. Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur übertragen die Preisverleihung live.

Die nominierten Romane (in alphabetischer Reihenfolge der Autoren):

- Thommie Bayer: Eine kurze Geschichte vom Glück (Piper, August 2007)
- Larissa Boehning: Lichte Stoffe (Eichborn Berlin, August 2007)
- Julia Franck: Die Mittagsfrau (S. Fischer, September 2007)
- Thomas Glavinic: Das bin doch ich (Hanser, August 2007)
- Lena Gorelik: Hochzeit in Jerusalem (SchirmerGraf, März 2007, siehe: Gorelik, Lena: Hochzeit in Jerusalem)
- Sabine Gruber: Über Nacht (C.H. Beck, Januar 2007, siehe: Gruber, Sabine: Über Nacht)
- Peter Henisch: Eine sehr kleine Frau (Deuticke, August 2007)
- Michael Köhlmeier: Abendland (Hanser, August 2007)
- Katja Lange-Müller: Böse Schafe (Kiepenheuer & Witsch, August 2007)
- Michael Lentz: Pazifik Exil (S. Fischer, August 2007)
- Harald Martenstein: Heimweg (C. Bertelsmann, Februar 2007, siehe: Martenstein, Harald: Heimweg)
- Pierangelo Maset: Laura oder die Tücken der Kunst (kookbooks, September 2007)
- Robert Menasse: Don Juan de la Mancha (Suhrkamp, August 2007)
- Martin Mosebach: Der Mond und das Mädchen (Hanser, August 2007, siehe: Mosebach, Martin: Der Mond und das Mädchen und Online-Feature: Martin Mosebachs Roman „Der Mond und das Mädchen“)
- Mathias Nolte: Roula Rouge (Deuticke, März 2007)
- Gregor Sander: abwesend (Wallstein, März 2007, siehe: Sander, Gregor: Abwesend)
- Arnold Stadler: Komm, gehen wir (S. Fischer, Mai 2007, siehe: Stadler, Arnold: Komm, gehen wir)
- Peter Truschner: Die Träumer (Zsolnay, März 2007)
- John von Düffel: Beste Jahre (DuMont, August 2007)
- Thomas von Steinaecker: Wallner beginnt zu fliegen (FVA, Februar 2007, siehe: Junge Deutsche Literatur: Blut ist schicker als Wasser)

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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