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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Zufallsfund: Rimbaud-Fotografie Schemen im Jemen

 ·  Vom Lyriker zum Waffenhändler: Vor zwei Monaten tauchte eine Fotografie des französischen Dichters Arthur Rimbauds auf, das ihn in Aden zeigt. Jetzt wurde die Echtheit des Bildes bestätigt.

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Es ist das einzige Foto, das Arthur Rimbaud (1854 bis 1891) im besten Mannesalter zeigt: vor zwei Monaten wurde es der Öffentlichkeit präsentiert, per Zufall hatten es zwei Buchhändler gefunden. Es ist auch umgehend verkauft worden. Weltweit wurde es kopiert und kommentiert. Das Nachrichtenmagazin „L'Express“, das es der Menschheit offenbarte, legt nun weiteres Material vor: das Porträt ist zweifellos echt.

Die Publikation hat es ermöglicht, weitere Personen zu identifizieren. So wurde auf dem Bild der Forscher und Abenteurer Edouard-Henri Lucereau erkannt. Man weiß genau, wann Lucerau im Hotel Univers in Aden war,
auf dessen Terrasse die Aufnahme entstand: 1880, im August - während Rimbauds erstem Aufenthalt. Lucereau war von der französischen Regierung beauftragt worden, die Quelle eines Nebenflusses des Nils zu suchen.

Wer ist der Mann, den sie „Pyjama“ nennen?

Auch die anderen Figuren des Fotos erregen die Phantasie der Rimbaud-Gemeinde, der Älteste auf
dem Gruppenporträt geistert wegen seines Anzugs als „Pyjama“ durchs das Internet. Die Befürchtungen sind widerlegt: Die Legenden von Rimbauds ewiger Jugend und dichterischem Genie hat das erste Bild, das ihn als Erwachsener und in seiner Zeit als Waffenhändler zeigt, nicht beschädigt. Der Mythos lebt.


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Jahrgang 1951, Kulturkorrespondent mit Sitz in Genf.

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