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Sarah Kirsch ist tot Dichterin, Malerin, Büchnerpreisträgerin

Wie erst jetzt bekannt wurde, ist bereits am 5. Mai die Lyrikerin Sarah Kirsch gestorben. Die Dichterin war 1977 aus der DDR ausgebürgert worden und lebte in Schleswig-Holstein. 1996 hatte sie den Büchner-Preis erhalten.

© picture alliance / ZB Vergrößern Sarah Kirsch (16. April 1935 bis 5. Mai 2013)

Bereits am 5. Mai ist die Lyrikerin Sarah Kirsch im Alter von 78 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit in Heide (Schleswig-Holstein) gestorben. Das teilte an diesem Mittwoch die Deutsche Verlags-Anstalt mit, bei der die Werke der Dichterin seit 1980 erscheinen. Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt.

Sarah Kirsch, 1935 in Limlingerode im Harz geboren, studierte Biologie und Literatur und lebte bis zu ihrer Ausbürgerung 1977 im Osten Berlins. Sie siedelte zunächst in den Westen der Stadt über und lebte danach bis zu ihrem Tode als freie Schriftstellerin und Malerin in Schleswig-Holstein. Für ihr dichterisches Werk wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Georg-Büchner-Preis, dem Jean-Paul-Preis, dem Peter-Huchel-Preis sowie dem Johann-Heinrich-Voß-Preis.

„Ob himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt“, hatte Marcel Reich-Ranicki zum siebzigsten Geburtstag der Dichterin in der F.A.Z. geschrieben, “sie schreitet den ganzen Kreis der Schöpfung aus, vom Himmel durch die Welt zur Hölle, und verwandelt alles, demütig und übermütig zugleich, in die Szene ihrer Liebe und ihrer Leiden. Es ist eine unvergessliche Szene.“

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Quelle: F.A.Z.

 
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