02.05.2002 · Nach Mitteilung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung erhält Wolfgang Hilbig dieses Jahr den Georg-Büchner-Preis.
Der Georg-Büchner-Preis geht in diesem Jahr an den Berliner Autor Wolfgang Hilbig. Das gab die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung am Donnerstag in Turin auf ihrer Frühjahrstagung bekannt.
Der bedeutendste deutsche Literaturpreis ist mit 40.000 Euro dotiert und wird auf der Herbsttagung der Akademie am 26. Oktober in Darmstadt überreicht.
Hilbig wurde 1941 in Meuselwitz in Sachsen geboren. 1979 debütierte er mit dem Band „abwesenheit“ als Lyriker. Mit dem Buch wurde er in der DDR zur „Unperson“ und musste für einige Wochen ins Gefängnis. Die Gedichte des ehemaligen Bohrwerkdrehers und Heizers drückten seinen Wunsch nach Unabhängigkeit aus. 1985 konnte Hilbig in die Bundesrepublik übersiedeln. Zuletzt erschienen sind der Roman „Das Provisorium“ (2000) und die Gedichte „Bilder vom Erzählen“ (2001).