26.10.2012 · Unlängst hat Amazon einer Kundin wegen eines angeblichen Betrugsversuchs den Amazon-Account kurzerhand gesperrt. Ihre digitale Bibliothek verschwand im virtuellen Orkus. Leider ist das kein Einzelfall.
Von Constanze KurzRichtlinien für Lesermeinungen
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iTunes begrüßt mich als neuen Abonnenten. Es ist aber nicht herauszubekommen, was ich angeblich abonniert haben soll und was das kostet. Der Absender duldet keinen Widerspruch. Müssen wir uns an dieses Geschäftsgebaren gewöhnen?
Schön, dass es mal einen Artikel über die Schattenseiten gibt.
Ein Umdenken wird aber erst dann anfangen, wenn diese Schattenseiten
gehäuft auftreten. Wenn von 10Mio Kunden 5 quasi Pech haben, dann
wird das den Markt von Amazon nicht einbrechen lassen. Wenn es aber
200.000 Kunden trifft, dann sieht das ganze schon anders aus. Ich bin
mir fast sicher, dass dieser Umstand Amazon und co bewusst ist.
Ansonsten hat man es doch wirklich selbst in der Hand. Im Zweifel eben
kein Kindle, keine Nutzungsrechte. Dann verzichtet man im Zweifel eben.
Deswegen liebe ich meine Bücher und CDs im Regal. Aber wenn mir die CD verkratzt oder das Buch ins Badewasser fällt, muss ich sie bzw. es auch nachkaufen... Alles nur suboptimal Lösungen...
Ich habe Amazon bisher als ausserordentlich Kundenfreundlich erlebt.
Habe z.B. über einen Drittanmieter Plagiate von Kopfhörer
zugesandt bekommen - Amazon hat alles auf "seine" Kappe
genommen, mir jegliche Kosten erstattet. MP3 Store war auf neuem Telefon
ohne Funktion - E.Mail an Amazon und sofort rief mich jemand zurück
und hat das Problem geklärt (Samstag um 21 Uhr)...
Ich denke nicht, dass sich da schuldfrei bei anderen Nutzern ein
grundsätzlich konträres BIld ergeben kann?
Zu den Nutzungsrechten: Hörbücher / Muski sind immer als MP3
sowohl über die neue Cloud aber auch "reel" auf dem
Gerät abgelegt. Hiervon wird wöchentlich ein Backup gezogen -
also wohl eher ein Apple Problem? Ich kann die Inhalte teilen, senden,
kopieren ohne Restriktionen...
Ich bin nach wie vor begeistert!
Ich weiß nicht wie es beim Amazons Kiddle ist
Geht das Ding kaputt, sind wohl auch alle Daten verloren und dies kommt sicher wesentlich häufiger vor als dass jemand gesperrt wird. Bei Apple sind alle Daten dreifach gesichert. Einmal auf dem iPad, einmal in der Cloud und einmal auf dem PC auf dem I-Tunes läuft. Ist der PC offline hat Apple keine Möglichkeit irgendwelche Daten zu löschen. Das scheint mir wesentlich sicherer zu sein.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.10.2012 15:16 UhrAuch amazon hat eine Cloud...
und bei einem Verlust des Kindle sind KEINE Daten weg. Ganz abgesehen
davon würde Ihre Logik nur funktionieren, wenn das Gerät
überhaupt nicht mehr online geht - bei der nächsten
Synchronisation wären ggf. auch die Daten futsch.
Warum schreibt man eigentlich etwas zu einem Thema, wo man nach eigener
Aussage "nicht weiß wie es ist"?!
Sobald E-Books ählich wie mp3-Dateien funktionieren, ohne
Kopierschutz, mit freien Speichermöglichkeiten, mit einem
weitgehend einheitlichen Standard und mit Druckfunktion, greife ich zu
und werde auch meinen E-Book-freien Bekanntenkreis dazu ermuntern.
Auch der Preis, der insbesondere für wissenschaftliche Bücher
und Artikel ins Unermessliche steigt, muss rapide gesenkt werden.
@H.Wilbert
Wenn Sie sich besonders für wissenschaftliche Bücher interessieren, möchte ich Ihnen gerne paperc empfehlen. Dort kann man Bücher seiten- und kapitelweise kaufen.
... das sich nun wieder alle ebook-Verweigerer bestätigt fühlen. Aber man möchte doch bitte mal diese geschilderten Einzelfälle ins Verhältnis der Millionnen google und amazon-Accounts setzen, welche - genau wie meine - reibungslos und zuverlässig funktionieren. Wieviele "echte" Bücher werden jeden Tag von Kleinkindern mißhandelt (ich spreche aus Erfahrung! ;) ), gehen verloren oder werden verliehen und kommen nie zurück?! Von Zerstörung durch Brand, Wasser, Kaffee mal ganz zu schweigen... Ich jedenfalls lese erheblich mehr, seit ich meine ebooks via Kindle, Smartphone, Tablet, PC überall und jederzeit nutzen kann. Gedruckte Bücher kommen für mich nicht mehr in Frage.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.10.2012 13:25 Uhr@Simon-M
Danke für Ihren Kommentar. Ich wollte vor Allem deutlich machen,
das auch (und meiner Meinung nach sogar noch eher) klassische
Druckerzeugnisse verlustig gehen können. Da mir bei Dritten eine
Bücherwand vollkommen gleichgültig ist, sehe ich auch keine
Notwendigkeit mich mit diesen Staubfängern in irgendeiner Weise
profilieren zu müssen.
Im Übrigen: wie wahrscheinlich ist denn bitte eine
"Wegnahme" des Betreibers aus Jux und Dollerei?! Bei einem
rein technischen Fehler wird dieser behoben und fertig.
@ Herr Magnus
Der unterschied ist doch, bei dem Buch bin ich selber verantwortlich für den Erhalt. Ich kann also entsprechend dafür sorgen, das es weder verliehen und nicht wiedergebracht wird noch in die Hände von Kleinkindern gerät. natürlich habe ich mit einem Kindle diverse Vorteile, wie hier an mehrere Stellen schon angesprochen wurde, aber ich für meinen Teil finde dass die Nachteile überwiegen. bei meinem Buch bin ich der einzige, der Entscheidungen dieses betreffend trifft, bei einem e-Bock kommt da auch immer noch der Betreiber dazu. Und wenn der irgendwann sagt 'nehm ich raus', dann ist es weg. Ende. Abgesehen davon sieht ein Buch im Regal auch deutlich schöner aus. Und eine ganze Regalwand mit schön gebundenen, ordentlich eingeräumten Büchern sieht sogar noch viel besser aus. Und außerdem würde doch mit den ganzen neuen Medien die schöne Frage mancher Frauen 'Wauhw, und du hast die Bücher alle gelesen?' gar nicht mehr vorkommen. Wäre das nicht schade?
Ich kann Fr. Kurz nur aus vollstem herzen zustimmen!
Nicht nur, dass man beim Erwerb eines E-books fast denselben Preis
zahlen darf wie beim Erwerb der Papierausgabe - man ist vor allem auch
von den ganzen kleinen bestimmungen und (regelrecht sittenwidrigen)
Paragraphleins abhängig danach.
Ein 'normales' Buch kaufe ich mir udn stelle es mir nach dem lesen ins
regal - ich habe immer zugriff auf es und kann, wenn ich es will, es so
oft und an wen ich auch immer will, (privat) verleihen . Und sollte ich
einmal es nicht mehr wollen (theoretisch zumindest :D), dann kann ich es
verkaufen udn der Käufer kann es wieder weiterverkaufen etc....
E-books in der heutigen Form mit all den letztlich den Kunden aller
Rechte beraubenden 'Zwangsverträgen' (sie müssen ja icht
kaufen, wenn es ihnen nicht passt....), mit gerichtsorten wie in Irland
etc.... - ist ein unding und ein missbrauch der Macht der Anbieter einer
Ware.
Gestern abend saß ich vor dem Rechner und wollte ein E-Book
kaufen. Die Gretchenfrage: (billigeres) E-Book aus dem iTunes-Store oder
(teurere) klassische CD? Ich konnte mich nicht entscheiden.
Wofür ich mich sofort entschieden hätte? Für den Download
in klassischen mp3-Format: Kein proprietäres APPLE-Format und
deswegen auf jedem Gerät abspielbar. Und ich kann Zuhause
speichern und sichern. DAS sind die Property Rights, die ich haben
möchte. Was den "körperlichen" Besitz auf meiner
heimischen Festplatte nicht voraussetzt. Aber es ist die einzige
Möglichkeit, solange mir Anbieter digital keine EIGENTUMSSRECHTE
anbieten, sondern nur NUTZUNGSRECHTE, die so leicht entzogen werden
können.
Ich bin deswegen nicht gegen die Einschränkung von Nutzungsrechten
z.B. über Kopierschutz - wenn damit LEGITIME Interesen anderer
geschützt werden. Ich darf einen Porsche in der 30er-Zone ja auch
nicht mit 220 Sachen nutzen, nur weil er's kann. Aber auch bei Tempo 30
bleibt er mein EIGENTUM!
Schlechtes Beispiel...
Da Apple keine proprietäre Formate und auch kein DRM mehr benutzt
(zumindest für Musik & Hörbücher, wovon ich bei den
Hinweis von MP3 ausgehe ;-) ), hätten Sie ruhig das Geld für
die "Online"-Version ausgeben können...
Dem Artikel von Frau Kurz ist noch anzufügen, dass - selbst wenn
kein Nutzer-Kidnapping durch die neoliberal digital US-amerikanische
Dienstleistungswelt vorgenommen wird- digitale Daten immer einer
gewissen Flüchtigkeit unterliegen. Ich lese seit 2002 ebooks, v.a.
Fachbücher im Mobipocket-Format, die Vorteile sind evident. Da ich
diese Bücher auf Windows Mob.Geräten gelesen u.gekauft habe,
waren sie unter WinMobile 7 nicht mehr nutzbar. Als Lesegerät muss
ich mir also eines mit altem Betriebsprog. halten. Den Anbieter und
sein Leseprogramm gibt es inzwischen nicht mehr.
Von den endlosen Programmabstürzen mit Verlust aller Notizen u.
Markierungen innerhalb von 10 Jahren hat sicher jeder selbst eine
Vorstellung... .
Lesen im dig.Zeitalter hat immer den Vorgeschmack eines
Pferdefußes. Physische Bücher mit ihren Notizen begleiten
mich mitunter mein Leben.
Das ebook ist nur eine Ergänzung für flüchtige Texte auch
ohne die Probleme d.Amerikanischen Hegemonialrechts-Verständnisses.
Dieses ganze "individuelle" Rechtesystem ist Murks....
...das ist so als wenn ich statt meiner Mehrwertsteuer oder
Einkommenssteuer stattdessen als Einzelposition eine
Rüstungssteuer, Straßensteuer, Entwicklungshilfesteuer,
Abgeordnetensteuer, Ökoförderungssteuer.....etc. pp einzelnd
bezahlen müsste.
Deswegen einfach eine monatliche "Kulturabgabe" direkt mit
Internet/Telefonkosten abbuchen (nennen wir es doch schön
Kultur-Flatrate) von sagen wir einmal 30 €/Monat (Firmen (wie
Discos) mehr, Geringverdiener können wie bisher bei Telefon/GEZ
Gebühren befreit werden) --> GEZ fällt dann auch schön
weg!! <-- und jeder Bundesbürger oder meinetwegen Europäer
wenn es ein tolles Brüsseler Gesetz wird
darf legal JEDE digitale Form von Musik, Filmen, Printmedien, etc. pp
frei benutzen auf jeden Gerät was er mag. Und zwar inkl. Kopieren
und Weitergabe an Freunde etc. wenn etwas gut ist.
Sollen sich die Rechteinhaber mit der "Kultur-Behörde"
einigen wie die Einnahmen dann verteilt werden. Ich als Kunde soll mich
damit NICHT beschäftigen müssen.
Als 26-jähriger den Anspruch zu haben eine eigene Privatbibliothek haben zu wollen klingt heutzutage schon sehr seltsam aber ich halte daran fest. Kein Magnet, mitunter auch nicht Wasser oder Sand machen meine Bücher kaputt. Nichts bringt mich dazu auf Digital umzusteigen und vor Szenarien wie den hier beschriebenen habe ich im Bekanntenkreis immer vorsichtig gewarnt, vor Zensur und Vorenthalten. Still wurde ich belächelt. Nun ja, man wird sehen, wie das weiter geht. Mein Weg steht fest!!!
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.10.2012 12:38 UhrSchön, aber in großen Mengen unhandlich...
Ich sitze auch gern in einem mit Büchern gefüllten Wohnzimmer. Aber nach dem fünften Umzug mit mehr als 3000 Bänden hat sich das doch etwas relativiert. Mittlerweile kaufe ich nur noch Papier, wenn ich das Buch unbedingt in gedruckter Form haben will, sonst als EBook. Gebrauchte Bücher haben ohnehin Handelswert Null, wie ich gerade bei 2000 Bänden aus einem Erbe feststellen musste. Unverkäuflich, sind letztlich im Altpapier gelandet.
Das wäre doch mal ein Betäigungsfeld für den Gesetzgeber. Statt haarige Leistungsschutzrechte und
mit ausgefuchstem Klein-Klein die Datenschützer aufzublähen,
ist das Heer der digitalen Medienkäufer recht hilflos der
Willkür ausgeliefert.
Allerdings gaube ich nicht, wie im Artiekl angedeutet, dass man den
Verkäufer an seinem ausländen Wohnsitz anklagen muss, quasi
auf dem "internationalen Rechtsweg". Man hat, so mein
nichtjuristischer Kenntnisstand, als Verbraucher das Recht am Kaufort,
den Lieferer digitaler Medien zu verklagen.
Das bestätigt mich nur wieder in meiner Neigung, die Bücher
und Schallplatten lieber im Regal stehen zu haben. Das mag dem ein oder
anderen antiquiert vorkommen, aber ich finde es gemütlich.
So gehe ich dann samstags morgens auf den Flohmarkt und kaufe mir
wirklich noch materielle Gebrauchtwaren. Die nimmt mir so schnell
niemand weg! ;)
Hat alles seine Vor- und Nachteile. Natürlich ist es schön,
wenn man in den Urlaub fährt und 5 Bücher mitnehmen kann...Ich
habe allerdings noch nie ein einziges fertiggelesen im Urlaub.
Außerdem ist Papier doch wesentlich unempfindlicher als
Quantenelektronik ;)
Nutzen und Nebenwirkungen technologischer Entwicklung