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Sonntag, 19. Februar 2012
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Googles „Buchsuche“ Sieben Millionen Bücher ohne Genehmigung im Netz

20.01.2009 ·  Mit seinen Plänen zur „Buchsuche“ im Netz bekommt Google Gegenwind aus Deutschland: Die VG Wort, der Verband deutscher Schriftsteller und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels wollen gegen die ungenehmigte Digitalisierung von Büchern in den Vereinigten Staaten vorgehen.

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Google bekommt bei seinen hochfliegenden Plänen zur „Buchsuche“ im Internet Gegenwind aus Deutschland. Die VG Wort, der Verband deutscher Schriftsteller und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels kündigen ein gemeinsames Vorgehen gegen die ungenehmigte Digitalisierung von Büchern in den Vereinigten Staaten an.

Google hatte im Oktober nach langen Verhandlungen mit amerikanischen Verlagen und Autoren grünes Licht für sein Vorhaben bekommen, die kompletten Buchbestände der größten amerikanischen Bibliotheken zu digitalisieren (siehe auch Bahnbrechend: Google einigt sich mit Autoren und Verlegern über seine Internetbibliothek).

Einzigartig in der Geschichte des Urheberrechts

Große Bedeutung hat das vor allem für Titel, die noch urheberrechtlich geschützt, aber nicht mehr lieferbar sind und die Google komplett verfügbar machen möchte. Bei noch lieferbaren Titeln werden Inhaltsverzeichnisse und Auszüge angeboten, außerdem wird auf Bezugsmöglichkeiten im Netz verwiesen – eigentlich eine maßvolle Regelung, die allerdings nur für die Vereinigten Staaten gilt.

Unter den mehr als sieben Millionen Büchern, die Google bisher erfasst hat, sind auch Zehntausende deutschsprachige Titel. „In der Geschichte des Urheberrechts sind noch nie sieben Millionen Bücher ohne Genehmigung der Rechteinhaber von einem kommerziellen Unternehmen zur eigenen Nutzung vervielfältigt worden“, so Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins, „wir müssen und werden dafür sorgen, dass es dabei nicht zu einer kalten Enteignung deutscher Rechteinhaber kommt.“ Die VG Wort hat sich dazu ein Rechtsgutachten erstellen lassen. Auch führt man Gespräche mit ausländischen Verwertungsgesellschaften, insbesondere in Österreich und der Schweiz. Bis Februar soll ein Lösungsvorschlag erarbeitet werden.

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