Der Deutsche Taschenbuchverlag nimmt das zweibändige Handbuch „Daten deutscher Dichtung“ von Herbert A. und Elisabeth Frenzel ab sofort aus seinem Programm. In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 10. Mai war auf die antisemitische Dissertationsschrift Elisabeth Frenzels und die erstaunlichen Lücken in dem 1953 erstveröffentlichten Lexikon hingewiesen worden, in dem unter anderen die Werke Kurt Tucholskys, Klaus Manns und Oskar Maria Grafs fehlen (Taten deutscher Dichtung: Standardwerk mit Lücken).
Der dtv-Verleger Wolfgang Balk teilte mit: „Selbstverständlich können wir der ausführlichen Darstellung – auch wenn sie uns peinlich berührt – nichts entgegensetzen.“ Aus „urheberrechtlichen Gründen“ habe man das Werk, das 2007 in der 35. Auflage bei dtv erschien, nicht generell überarbeiten können. Lizenzgeber ist Kiepenheuer & Witsch, dessen Verleger Helge Malchow die Entscheidung Balks ausdrücklich begrüßt.
Das Lexikon steht zwar noch nicht in meiner Bibliothek ...
K. Peter Luecke (microplan2002)
- 12.05.2009, 20:50 Uhr
Hurra! Endlich ein Literaturlexikon ohne Tucholsky!
Uwe Schwarz (Trotzkiste)
- 14.05.2009, 00:43 Uhr