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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Literarische Brexit-Stimmung Die Sturheit dieser Figuren ist unübersehbar

Großbritanniens Ausscheren bedeutet einen Schock für Anglophile, aber ganz überraschend ist die Exzentrik der Inselbewohner auch wieder nicht: Gedanken beim Abschreiten der literarischen Ahnengalerie. Mehr Von Paul Ingendaay 4 4

Auszeichnung Carolin Emcke erhält Friedenspreis

Der Friedenspreis des deutschen Buchhandels geht in diesem Jahr an die Berliner Publizistin Carolin Emcke. Mit ihren Reportagen aus Krisengebieten und philosophisch-soziologischen Studien über Ausgrenzung ist sie eine der streitbarsten Stimmen in Deutschland. Mehr Von Andreas Platthaus 1 13

Zum Tod von Benoîte Groult Feministin wider Willen

Ihr Bestseller „Salz auf unserer Haut“ ist vielen bekannt, aber Benoîte Groult schrieb über viel mehr als sexuelle Befreiung. Sie richtete den Blick stets auf die Frauen. Jetzt ist die französische Schriftstellerin gestorben. Mehr Von Julia Bähr 1 18

Judith Kerr und Axel Scheffler Wenn diese Tür zufällt, geht keine andere auf

Sie gehören zu den bedeutendsten Kinderbuchautoren der Gegenwart, beide stammen aus Deutschland und leben in England. Wie wurden Judith Kerr und Axel Scheffler aufgenommen? Und was sagen sie jetzt zur Debatte um den Brexit? Mehr Von Tilman Spreckelsen 23 18

Frankfurter Anthologie Georg Trakl: „Die drei Teiche in Hellbrunn“

Tollnass foppende Geister, auftauchend aus Vergangenheiten: Dieses Gedicht, in fünfjähriger Arbeit immer wieder überarbeitet, erzählt vom Lebenskampf eines jungen Dichters – in Überlebenstönen. Mehr Von Gerhard Stadelmaier 17

Frankfurter Anthologie Thomas Bernhard: „Erinnerung an die tote Mutter“

Dieses Gedicht aus dem Jahr 1963 ist eines der letzten von Thomas Bernhard. Die ruhigen Verse über den Verlust der Mutter sind für den Dichter ein doppelter Einschnitt. Mehr Von Jan Wilm 7

Ende des Karrierefeminismus Das große Zurückrudern

Können Frauen Karriere machen und eine Familie haben? Nur in Ausnahmefällen, schreibt Anne-Marie Slaughter in erfreulichem Pragmatismus: Es kommt darauf an, was man unter „Familie haben“ versteht. Mehr Von Julia Bähr 29 51

F.A.Z. Lesesaal Craig Malkin: „Der Narzissten-Test“

Gibt es eine Narzissmus-Epidemie im Zeitalter von Selfie und morgendlicher Likes-Zählung? Craig Malkin hat eine Skala für Narzissmus erfunden. Was taugt sie? Mehr Von Manuela Lenzen 0

Vorgeschichte des Brexit Trojaner unter uns

Hätten bloß alle die Dichter gelesen! Schon vor sechshundert Jahren stellten die Briten klar, dass sie sich nicht vom Kontinent herumkommandieren lassen. Mehr Von Lorenz Jäger 1 15

Kriminelle Gewalt in Mittelamerika Der Jugendbanden wird keiner Herr

Kronzeugen finden auch ihren Killer: Óscar Martínez legt eine Bestandsaufnahme krimineller Gewalt in Mittelamerika vor. Dafür hat er mit Opfern, Tätern, Mitwissern, Polizisten und Politikern gesprochen. Mehr Von Josef Oehrlein 2 27

Vom KGB verschleppt Eine Karrierefrau als Opfer des Kalten Krieges

Ein veritabler Polit-Thriller: Sie wurde von Sowjets verschleppt, um das besetzte Österreich zu warnen. Für „Im Kalten Krieg der Spionage“ hat Stefan Karner in KGB-Archiven das Verhängnis der Margarethe Ottillinger rekonstruiert. Mehr Von Michael Schrott 16

Kinderbuchklassiker von Philippa Pearce Tausche die Zeit für die Ewigkeit

Egal, wofür sie sich halten, sie treffen sich einfach hinterm Haus: „Als die Uhr dreizehn schlug“ von Philippa Pearce ist ein traumschöner Kinderroman über eine alterslose Freundschaft. Mehr Von Fridtjof Küchemann 5

Holocaust-Romans für Jugendliche Wovor die Sprache hilflos fliehen muss

Wer ist hier überhaupt ein Mensch? Gavriel Savit geht mit „Anna und der Schwalbenmann“ das große Wagnis eines Holocaust-Romans für Jugendliche ein. Mehr Von Dietmar Dath 3

E-Book-Kolumne „E-Lektüren“ Dichtung und Arbeit

Zwei E-Books sind erschienen, die unterschiedlicher nicht sein könnten – und doch dasselbe meinen. Ben Lerner erklärt den Hass auf die Lyrik und Bernhard Keller die Liebe zum Baby. Mehr Von Oliver Jungen 0

Borchardts Roman „Weltpuff Berlin“ Rudolf ruchlos oder: Sex, bis der Arzt kommt?

Selbst die Rudolf-Borchardt-Gesellschaft kann nicht über ein Werk urteilen, das sie gar nicht kennt. Der in Marbach lagernde Nachlassroman „Weltpuff Berlin“ ist natürlich trotzdem viel zu faszinierend, als dass er weggesperrt bleiben dürfte. Mehr Von Gerhard Schuster 2 16

Rafik Schami zum Siebzigsten Dieser Zauber ist nicht umsonst zu haben

Der Erzähler Rafik Schami schweift ab, unterbricht sich und sucht dann immer wieder Blickkontakt mit dem Publikum. Denn er weiß: Kunst gibt es nicht ohne Gefahr. Mehr Von Tilman Spreckelsen 1 3

Kunst und Medizin Den Menschen kann man nur mit Worten gut beschreiben

Ein Gesundheits-Check als Kunst: Warum lässt ein Autor sich von allen in den Kopf blicken? Ein Gespräch mit dem Schriftsteller Michel Houellebecq und dem Mediziner Henry Perschak. Mehr Von Kolja Reichert 8

Glosse

Helft den Alten!

Von Thomas Thiel

Nach dem Brexit wollen Internetkommentatoren der älteren Bevölkerung das Wahlrecht streitig machen. Kein nobler Plan. Mehr 1 5

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