Home
http://www.faz.net/-gqz-pjvy
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Bücher Jelinek geht um die Welt

11.10.2004 ·  Der Literaturnobelpreis für Elfriede Jelinek wirkt sich erwartungsgemäß verkaufsfördernd auf deren Werke aus: Zahlreiche ausländische Verlage haben inzwischen die Übersetzungsrechte erworben.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Die Nachfrage nach Büchern der mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichneten Elfriede Jelinek ist nach Bekanntgabe der Entscheidung weltweit steil angestiegen. Wie die Rowohlt Verlag GmbH am Montag in Reinbek mitteilte, haben zahlreiche ausländische Verlage in den vergangenen Tagen die Übersetzungsrechte an den Werken der Preisträgerin erworben. Neuausgaben seien in den angelsächsischen Ländern, in Frankreich und in Italien in Vorbreitung.

Das nächste Buch der Nobelpreisträgerin mit den Theaterstücken „Bambiland“ und „Babel“ erscheint im November bei Rowohlt. „Babel“ wird im März im Akademietheater des Wiener Burgtheaters uraufgeführt. In dem Stück geht es um den Irak-Krieg und die Porno-Industrie.

Das Berliner Ensemble hat beschlossen, einen frühen Theatertext der österreichischen Dramatikerin ins Programm zu nehmen: Claus Peymann inszeniert „Wolken.Heim“ aus dem Jahr 1988. Premiere ist im Februar, teilte das Berliner Ensemble am Montag mit. Das Stück ist eine Montage aus Texten von Hölderlin, Kleist, Fichte, Hegel, Heidegger und Auszügen aus Briefen von RAF-Häftlingen. Sowohl zu seiner Zeit am Wiener Burgtheater als auch am Berliner Ensemble gehörten bereits einige Jelinek-Werke zu Peymanns Programm. Nach der Zuerkennung des Nobelpreises an Jelinek hatte der Theatermacher in einem Interview gesagt, er sei „zu Tränen gerührt“.

Quelle: FAZ.NET mit Material von ddp/dpa
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Eine sehr gute Nachricht

Von Verena Lueken

Am Ende eines unebenen Wettbewerbs steht der richtige Gewinner: Michael Haneke siegt mit „Liebe“ beim Filmfestival von Cannes ein zweites Mal. Die Amerikaner gingen leer aus. Mehr 5