25.03.2001 · Nur das eskapistische, völlig versunkene Lesen sei mit einem Hörbuch unmöglich - Claudia Baumhöver, Gründerin des Hörverlags, im FAZ.NET-Interview.
Gerade ist der Hörverlag ausgezeichnet worden: Für „Harry Potter und der Stein der Weisen“, gelesen von Rufus Beck, gab es den ersten Hörbuch-Preis „HörKules“ auf der Leipziger Buchmesse. Verlegerin Claudia Baumhöver sprach mit Fridtjof Küchemann von FAZ.NET über den sieben Jahre alten Verlag. Das Gespräch können Sie als Audiofile abrufen.
Für die 1959 in Münster geborene Verlegerin nimmt der Hörverlag eine ähnliche Rolle ein wie der vor 32 Jahren gegründet Deutsche Taschenbuch Verlag: In beiden Fällen hätten sich große Verlage zusammengetan, um gemeinsam in einem neuen Format zu publizieren. Der Hörverlag lege dabei großen Wert auf seine Eigenständigkeit: Nur 50 Prozent der Titel kommen aus den Mutterhäusern.
Dem Medium Hörbuch räumt Frau Baumhöver ein großes Potenzial ein: „Jedes Buch das man liest, kann man auch vorlesen“. Eine Ausnahme macht die Verlegerin selbst aber bei Kriminalromanen: Da will sie lieber schmökern und die „eskapistische Lust am Alleinsein mit dem Buch“ genießen.