Home
http://www.faz.net/-gqz-x6rk
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Buchmesse 2008 Türkische Gäste

28.09.2006 ·  Die Meinungsfreiheit von Schriftstellern wurde in der Türkei des öfteren schon eingeschränkt. Bekannteste Fälle sind Elif Sharak und Orhan Parmuk. Dennoch ist sie im Jahr 2008 Gastland der Frankfurter Buchmesse.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Die Türkei wird im Jahr 2008 das Gastland der Frankfurter Buchmesse. Einen entsprechenden Vertrag unterzeichneten der Minister für Kultur und Tourismus der türkischen Republik, Attila Koc, und der Direktor der Frankfurter Buchmesse, Jürgen Boos, am Mittwoch in Ankara.

Gut zweieinhalb Millionen Menschen türkischer Abstammung lebten in Deutschland. Es sei eine eigene deutsch-türkische Literatur entstanden. Derzeit gebe es rund 6.700 türkische Verlage, die jährlich etwa zwanzigtausend Titel produzieren, darunter 5.700 Neuerscheinungen.

Die Türkei, die seit 1987 auf der Buchmesse in Frankfurt vertreten ist, hat in den letzten Jahren immer wieder die Meinungsfreiheit von Schriftstellern eingeschränkt, zuletzt in den Fällen von Elif Sharak und des Friedenspreisträgers Orhan Pamuk. Gastland der diesjährigen Messe vom 4. bis 8. Oktober ist Indien, im nächsten folgt die spanische autonome Region Katalonien.

Quelle: F.A.Z., 29.09.2006, Nr. 227 / Seite 38
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Vorletzte Werte

Von Thomas Thiel

Die Welt hat eine neue Religion: „Kopinismus“ nennt sich der offiziell anerkannte Glaube an das Filesharing als höchsten Lebenssinn. Es geht aber nicht um letzte, sondern um strategische Werte. Mehr