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Buchhandel : Bestsellerautoren gegen Amazon

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Möchte die Kartellbehörden gegen Amazon vorgehen sehen: Daniel Kehlmann, hier als Poetikdozent an der Frankfurter Universität in diesem Sommer. Bild: Röth, Frank

Prominente Verstärkung für die Autorenfront gegen die Geschäftspolitik von Amazon: Daniel Kehlmann und Nele Neuhaus kritisieren den Internet-Händler scharf.

          Die beiden Autoren Nele Neuhaus und Daniel Kehlmann kritisieren in der neuen Ausgabe des Nachrichtenmagazins „Focus“ die Geschäftsmethoden des Internet-Händlers Amazon. „Empfehlungslisten auf der Homepage von Amazon werden manipuliert“, schreibt die Krimi-Autorin Neuhaus. Zudem würden Lieferzeiten absichtlich verlängert und ihre Bücher als „Geiseln in einem Kampf um Macht und Geld“ zwischen Amazon und ihrem Verlag Ullstein, Teil der Bonnier-Gruppe, genommen. 

          Krimi-Autorin Cornelia „Nele“ Neuhaus

          Das Ziel von Amazon sei, Autoren direkt an sich zu binden und die Verlage auszuschalten: „Eines düsteren Tages wird man womöglich nur noch lesen können, was Amazon genehmigt.“

          Auch Daniel Kehlmann ist der Ansicht, dass Amazon ein Monopol auf dem Buchmarkt durchzusetzen sucht: „Das Geschäftsmodell von Amazon nimmt langfristig in Kauf, ja beabsichtigt wahrscheinlich sogar, dass die Verlage ihre Tätigkeit nicht fortführen können.Amazon könne dann billig alle Autorenrechte erwerben und die Bücher selbst verlegen.„ Es sei nicht zu begreifen, so Kehlmann in seinem Beitrag, warum die Kartellbehörden nicht reagierten.

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