15.11.2002 · Was wäre Bond ohne sie? Erinnerung an die Bond Girls, von Ursula Andress bis Halle Berry.
Das erste Bond-Girl war eine Jamaicanerin. Marguerite LeWars, damals Miss Jamaica, spielte in „Dr. No“ eine Frau, die den ankommenden Geheimagenten am Flughafen fotografiert. Nach dem Film verschwand Marguerite LeWars in der Versenkung. An sie erinnert sich kaum jemand. Jeder aber erinnert sich an Ursula Andress, die Schweizerin mit deutschen Eltern, die durch eine Bikini-Szene unvergesslich blieb.
Bond-Girl - das zu werden, davon träumte selbst die Oscar-Preisträgerin Halle Berry, als sie noch ein Teenager war. Jetzt ist sie es. Sie bekommt eine Präsenz in dem Film, die sie fast auf eine Stufe mit 007 selbst hebt. Halle Berry spielt die amerikanische Agentin Jinx, die Seite an Seite mit Bond gegen einen Bösewicht kämpft.
Berry gehört zu den wenigen Bond-Girls, die nicht auf Bond angewiesen waren, um sich einen Namen zu machen. Damit ergeht es ihr ähnlich wie einst der französischen Schauspielerin Carole Bouquet, die schon in einem Bunuel-Film mitgespielt hatte, bevor sie 1981 in dem Bond-Streifen „For your Eyes Only“ mitwirkte.
James Bond - ein Sprungbrett
Viel größer ist die Zahl derjenigen, die durch ihre Rolle als Bond-Girls erst bekannt wurden: Kim Basinger zum Beispiel, die als Model und in Fernsehrollen mitgespielt hatte, bevor sie durch ihre Rolle in „Never Say Never Again“ (1983) den Durchbruch schaffte.
Wenn viele Bond-Girls nach kurzem Ruhm in Vergessenheit gerieten, liegt das nicht unbedingt an der Gnadenlosigkeit des Filmgeschäfts, sondern auch an den begrenzten Gaben, die man für diese Rolle mitbringen muss. Trotzdem wird den Bond-Girls das Publikum, wann immer ein alter Bond-Film im Fernsehen oder im Kino läuft, immer aufs neue zu Füßen liegen.