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Im Gespräch: Jan Philipp Reemtsma Warum ich Wieland liebe

 ·  Seit dreißig Jahren beschäftigt sich Jan Philipp Reemtsma mit Christoph Martin Wieland. Im Interview erklärt er, warum der Zeitgenosse Goethes und Schillers auch zu seinem 200. Todestag noch immer unterschätzt wird.

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Henriette Nachtblau

Wie war seine Einstellung zur Frauenemanzipation?

Hatte er eine Vorstellung von der Gleichberechtigung der Frauen? Hat er die Emanzipation der Frau unterstützt? Wie ging er grundsätzlich mit Frauen um? Wenn da nichts Wesentliches an Gedanken und Haltung vorhanden ist, ruht er zu Recht und wird auch nicht unterschätzt.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.01.2013 21:04 Uhr
Renate Wagner

... mitverantwortlich Klimawandel ...

Lieber Herr Berger, dann kennen Sie Wielands Werke nicht!!! Er sagt alles voraus, belehrt nicht, gibt bekannt, mitunter in fantastischen Geschichten, die manchmal fast einem Sience Ficton ähneln. Seine Werke sind wärmstens für unsere Politentscheider zu empfeheln. Oder vielleicht anders gefragt, wollen Sie die bedeutendsten Deutschen Dichter des 19. Jahrhunderts für den Klimawandel mitverantwortlich machen? Wieland wird nie ein kollektives Gedächtnis erreichen - seine Werke sind zu schön, zu wahr, so virtuos ...

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Renate Wagner

Wielands Einstellung zu Frauen

... Frauenemanzipation, ich meine den Begriff, der kommt bei Wieland nicht vor, denn er würdigt sie emanzipiert, so wie ich es noch in keiner anderen Literatur las! Ich kann Ihnen, Henriette Nachtblau, nur empfehlen, Wielands Werke zu lesen, da erfahren Sie die Antwort auf Ihre Fragen, welches allerdings viel Zeit und eine gewisse Einfindung braucht (das Lesen), aber mich zumindest, der virtuosen Erzählung und der Übermittlung des Inhaltes und der Erkenntnis im Nachdenken darüber, bisweilen süchtig danach gemacht hat. Zum Beispiel im "Aristipp und eingen seiner Zeitgenossen", Roman in Briefen, lässt er die Lais reden, die wohl als emanzipierteste Frau in seinen Werken vorkommt. Oder lesen Sie "Briefe eine antiken Philosophin - die Theano" (Reclam Stuttgart 2010 v. Kai Brodersen), deren Übersetzung sich Wieland widmete, nicht minder für die gelehrte Damenwelt. Relativ unbekannt ist auch die Herausgabe eines "Historischen Calenders für Damen" (1752-1828) - Keine Schreibz. mehr frei :-(.

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Frank Riechelmann

Schön

Was für ein herrlicher Kommentar des Kommentars. Einfach köstlich, vielen Dank.

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Thomas Berger
Thomas Berger (tberger) - 20.01.2013 15:41 Uhr

Man sollte auch nicht vergessen...

...dass Wieland nicht gegen die damals aufkommende industrielle Nutzung der Kohle protestiert hat. Einen derart Mitverantwortlichen für den Klimawandel muss man sicherlich nicht im kollektiven Gedächtnis bewahren.

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Dr. Margit Appleton

Wieland für unsere Zeit!

Wir brauchen auch einen Wieland in unserem 21. Jahrhundert! Aber wer könnte das sein?

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18.01.2013, 17:29 Uhr

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