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Gedicht, Interpretation, Lesung „Aqua alba“ von Wolfgang Hilbig

 ·  Das „weiße Wasser“ ist nicht nur der Name für magisches Mondlicht, sondern auch für die reißende Strömung der Seele. Eine romantische Nachtphantasie von Wolfgang Hilbig.

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Eckart Härter

Lyrik ist eine ganz besondere Sache

Kolossal begabt, der Dichter Wolfgang Hilbig. Traurig und schade, dass er schon so früh sterben musste. Natürlich versteht man, dass die DDR bei Gedichten, aus denen man meint soviel Achtersinn enträtseln zu können, höchst misstrauisch wurde. Für freiheitsverachtende Spiesser an der Macht gibt es nichts Schlimmeres als das dumpfe Gefühl, von Intellektuellen verlacht zu werden. Dann verstehen die (ausser Biertisch-Witzen) keinen Spass mehr.

Schauspieler/innen üben von Berufs wegen ihre Kunst in der Öffentlichkeit aus und sind es gewöhnt, der Kritik ausgesetzt zu sein. Zur Lesung von Caroline Peters muss ich auch bei diesem Gedicht sagen, dass ihrer Interpretation eine Art Hilflosigkeit anzumerken ist, was ich bei einer gewürdigten Schauspielerin, sogar am Burgtheater, nicht ganz verstehen kann. Nun ist Lyrik ja eine ganz eigenständige Disziplin. Wem Lyrikinterpretation nicht so einfach zugeflogen kommt, sollte sich unbedingt von einem kompetenten Regisseur beraten lassen.

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21.02.2013, 14:29 Uhr

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