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Das bin ich? Das Gesicht in der Kunstgeschichte

 ·  Was erzählt uns die Kunstgeschichte über das Gesicht und seine Bedeutung? Was veränderte sich über die Jahrhunderte hinweg bis in unsere Zeit hinein - und wo stehen wir heute?

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Das Gesicht in der Kunstgeschichte: Das bin ich?
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Das Entsetzen über das eigene Antlitz ist Gustave Courbet ins Gesicht geschrieben. Sein Selbstporträt „Le Désespéré“, um 1845 entstanden, zeigt den Verzweifelten und ist eines der bekanntesten Beispiele aus der Gesichter-Kunst, die uns erlaubt, dem Menschen direkt ins Gesicht zu schauen. Das Bild hält still, es bietet sich an und wir dürfen schamlos sein und schauen. 

Das Gesicht ist die Oberfläche, die wir nach außen zeigen. Das Gesicht ist unser Stellvertreter. Wir nutzen es, um Rollen zu übernehmen, zur Selbstdarstellung, auch zur Verschleierung, zur Schaffung von fiktiven Persönlichkeiten, wir übermalen es, wir bauen es um - mittlerweile sind wir sogar in der Lage es nachzubauen. Es ist immer in Bewegung. In der Kunst hält das Gesicht still. Wird es sogleich zur Maske? Was können und wollen die Kunst und die Popkultur zeigen?

Die folgende Bilderserie will diese Fragen ergründen: Was erzählt uns die Kunstgeschichte über das Gesicht und seine Bedeutung? Was veränderte sich über die Jahrhunderte bis ins 20. Jahrhundert und wo stehen wir heute? Blicken wir also zurück ...

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