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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Big Data und NSA Am Lügendetektor

 ·  Gefangen im digitalen Stromkreis: Die algorithmisch aufgerüstete Informationsökonomie macht aus pathologischen Verhaltensweisen Normen für die Gesellschaft. Wie lange wollen wir das noch verantworten?

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (61)
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Stephan Schmidt

Monetarisierung der Information

Beim Begriff 'Informationsökonomie' kann ich verstehen warum es vorgezogen wird zu schweigen. Der Begriff allein ekelt mich an. Er verursacht massen paranoia und Zwanghaftigkeit. Der Leser, die Maschine die meine Nachricht uebermittelt ist so codiert, jedes Wort, Pixel, Datenpaket in ein finanzielles Schemata zu wandeln. Ein digitaler Marktschreier, der mich staendig anbruellt und mir sagt was gut fuer mich ist? Meine Worte fuer sich dreht und manipulativ agiert.

Das ist die fundamentale Einschraenkung der Informationsfreiheit und per se der Informations- und damit Meinungsvielfalt. Dafuer ist es Wert das Schweigen zu brechen.

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P Wortmann
P Wortmann (Trikalium) - 10.07.2013 13:18 Uhr

Wie lange wir das noch verantworten?

Solange wir es nicht schaffen, den Kampf gegen die TYRANNEI zu eröffnen!

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Fritz Iversen

Ja, Mormonisierungs-Effekt ...

Ich nenne das den Mormonisierungs-Effekt: Wenn man nicht weiß, wer einen interessiert beobachtet, gibt man sich lieber betont "anständig". Das gilt schon für die Beobachtbarkeit in den nicht-anonymen sozialen Netzwerken. Dabei gibt es aber auch eine Angleichung an die Mehrheit - wenn ein Aufschrei quasi Mode wird, ist er kaum noch aufzuhalten durch Einschüchterung. Daher haben die Machtinstanzen auch nicht wirklich Angst vor Einzelnen, sondern vor den Ansteckungseffekten, die die Mormonisierung paralysieren könnten. Gilt auch für Snowdon: Man will ihn haben, damit andere Angst haben, es ihm nach zu tun. Aber - siehe Ende der stasibewehrten DDR - es kann immer kippen zum Massenprotest. Daher jetzt auch die Beschwichtigungspropaganda von Regierung und Regierungszeitungen. Tranquilla et impera ;) ...

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Ein Bug im System

Kauf von Sachen

"Warum eigentlich wollen alle Internetgiganten ständig herausfinden, was wir als Nächstes tun oder kaufen?"

Ich denke nicht, dass die hauptsächliche Intention der Unternehmen ist herauszufinden was wir als nächstes kaufen (schönes Nebenprodukt), sondern eher weil sie durch psychologische Tricks/Spielchen versuchen uns zum kaufen von Sachen zu bewegen die wir im Grunde nicht brauchen, wie im Supermarkt.
Wir sollen nicht selbst entscheiden was wir kaufen, sondern die Unternehmen möchten das gerne für uns tun.

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Gottfried Lobeck
Gottfried Lobeck (golo7) - 10.07.2013 10:56 Uhr

Macht nutzt jeden Weg zur Mehrung

Globale Macht ist deswegen nur dem Moralischen Gesetz in weltbürgerlicher Absicht zuzugestehen - ein utopisches Ziel.
Dennoch kann die Nagelprobe nur eine moralische sein, nach der Machtausübung zu beurteilen ist.
Im vorliegenden Fall scheint offensichtlich, dass eine benennbare, global vernetzte Oligarchenschicht sich dieser Überwachungsmöglichkeit demokratieverkrüppelnd bemächtigte. Entlarvend ist die Art und Weise der Handhabung:
Terrorismusbekämpfung: Gilt nur für ausgewählte Gegenergruppen. Terroristisches Handeln im eigenen Interesse wird dagegen geheimdienstlich geschützt, wie das Vorgehen gegen Manning, Assange und Snowden belegt.
Überwachung der Wirtschaft: Vorteilsnahme im Eigeninteresse muss angenommen werden. Ordoliberale Kontrolle und Steuerung der Marktbedingungen dagegen Fehlanzeige. Entwicklungen, welche zur Weltwirtschaftskrise führten, waren nicht im Fokus.
"Es ist Klassenkrieg, und wir, die Reichen, werden gewinnen", konstatierte launig Warren Buffett.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.07.2013 16:21 Uhr
gisbert heimes

"Es ist Klassenkrieg, und wir, die Reichen, werden gewinnen"

Es sei denn, die anderen ziehen den Stecker. Ist schon einige Male in der Menschheitsgeschichte passiert. Mit 'Steckerziehen' ist hier gemeint, revoltierende Massen schalten ihnen den Strom ab. Wäre natürlich gleichbedeutend mit dem Ende dieser Zivilisation. Alles zurück auf Anfang.

Was allerdings auch passieren kann: die Art differenziert sich. Ist auch schon einige Male in der Evolution vorgekommen. Siehe unsere 'Vettern'. Und schon in den 90ern postulierte ein früher englischer Nerd: ich kann den Abflug kaum erwarten. Meinte damit den Exodus seines Ichs aus seiner schleimigen biologischen Hülle in eine weltraum- und ewigkeitstaugliche (?) Siliziumexistenz (die Quelle finde ich leider nicht mehr, aber ich verbürge mich für diese Aussage).

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Caroline Neufert
Caroline Neufert (CaNeu) - 10.07.2013 10:42 Uhr

Minority Report

ein Anwendungsfall ;-)

Exzellente Analyse, danke. Nur kann das "Recht die Kontrolle über den Code" (noch) erlangen ? Mir fällt spontan, die Wirksamkeit von Prohibition ein ;-) …

„Die Frage ist, wie lange wir diese Hilflosigkeit angesichts einer Welt, in der der totale Verdacht zur Norm geworden ist, noch verantworten können.“ Wohl eher ‚noch verantworten wollen‘.

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Alexander Viktor

Wir haben die Wahl.

Was erschrickt uns die gespielte Empörung, oder sollte ich sagen das Desinteresse unserer Politiker. Wir sind es doch selber Schuld, schaut man sich die Wahlbeteiligungen an. Ob das etwas an den Verstrickungen ändern würde? Man weiß es nicht! Es wäre aber ein Anfang.

Der Wunsch nach einer normierten Fesselung der Datenströme ist wohl kaum machbar. Und wer will eigentlich was verantworten. Man sieht doch was passiert. Konsequenz, fehlanzeige. Die übermacht läßt unsere führenden Politiker zu Salz erstarren. Bei der Kanzlerin könnte man das noch fast verstehen, maßgeblich geprägt durch eine pseudodemokratie mit ihrer investigativen Vergangeheit gegenüber den eigenen Bürgern.

Es ist schön einen Artikel über einen idealtypischen Denkansatz zu lesen. Mich interessiert aber vielmehr der Wert unserer Verfassung, und die souveränität unseres Landes in der Weltpolitik. Bevor wir über Normen reden sollten wir diesen Grundstein gelegt haben.

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Katharina Ammermann

Sicherheit versus Bürgerrechte

Zwei Möglichkeiten:

1. Ist es wichtig den e-mail Verkehr zu kryptieren um die Privatsphäre zu schützen?

2. Sollte der e-mail Verkehr unverschlüsselt bleiben, damit staatliche Organisationen die Bürger vor verbrecherischen Handlungen schützen können?

Im Moment gibt es keine Möglichkeit der Kryptierung per Mausklick. Und nicht jeder ist ein
professioneller Kryptierer...

Interessante Quelle zur Krytierung:

Simon Singh: The Code Book. The Secret History of Codes and Code Breaking

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Dieter Zorn

Wir Europäer

... müssen um unsere Werte kämpfen, um jeden einzelnen. Gegen einen zunehmend "verlotterten" Staat USA, in dem der "Markt" und die dahinterstehenden Interessen, längst die Herrschaft übernommen haben. Man nennt es "Marktkonforme Demokratie", wenn die Bürger mit genmanipuliertem Mais und Geflügel, mit fettem Essen, Billigwaren, Pornografie, manipulierten Medien und Dumpfbacken-TV gefügig gemacht werden. Ja, das muss man einmal so klar aussprechen! Und das wollen wir nicht. Wir wollen auch keinen Superstaat Europa, weil genau dort ebenfalls die Gefahr besteht, dass die große Entwertung aller Werte einsetzt und der "Markt" die Herrschaft übernimmt. Sehen sie sich unsere Banken an, nachdem sie "anglo-amerikanisiert" wurden, ein einziges Desaster. Und der "Markt der Betrüger" sucht über Google und Co. nach Wegen, wie sie sich gegenseitig Informationen abjagen können, um sich und die Bürger zu betrügen. Sie alle bedrohen die Freiheit und wir müssen sie stoppen, bevor es zu spät ist.

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Christian Duerig
Christian Duerig (crigs) - 10.07.2013 09:20 Uhr

MENSCH / WETTER / EGOISMUS / PHYLOGENETISCHES LERNEN

Wir stecken immer noch im Egoismus.
Der Mensch ist chaotisch wie das Wetter. Je mehr Daten wir über ihn sammeln, desto besser können wir ihn verstehen. Mit dem Gesunden Menschenverstand hat man den Menschen nur versklavt und tut es noch heute. Man nimmt den Menschen gar nicht ernst.
Erst der Datensammler kümmert sich um ein angenehmeres Leben für die Menschen. Der gläserene Mensch ist wünschenswert und kein Monster !
Das phylogenetische Lernen dient der Gemeinschaft und sichert unsere Art. Bereits Max Delbrück (Nobelpreisträger in Physiologie) weist auf dieses Lernen in seinem Buch "Mind From Matter" deutlich darauf hin. Benutzen Sie Ihre Gehirnzellen und Sie brauchen nicht zu Belügen, Betrügen, Mogeln, Täuschen, Intrigieren, Korrumpieren und und und.... Haben Sie noch ein funktionierendes Gehirn ? Lassen Sie sich testen. Crigs

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.07.2013 11:13 Uhr
Christian Duerig
Christian Duerig (crigs) - 10.07.2013 11:13 Uhr

MEMORY TEST

Herr Peter Roger, haben Sie sich ein Super Power Memory angeeignet ?
Suchen Sie im Internet die kostenlose PDF von Mantesh über "How To Develop A Super Power Memory". (In Buchform bei Amazon erhältlich !)
Sie müssen sich konstruktive Phantasie zulegen. Das ist weit mehr als assimilieren. Mit ihr verschwindet die "Borg-Gesellschaft". Verschwenden Sie die Zeit am Stammtisch, dann müssen Sie das stoppen ! Funktioniert Ihr Gehirn noch ansatzweise, dann trainieren Sie's.
Leider kann das logische Denken nur mit einem Studium erworben werden. Es beginnt mit der Aussagenlogik.
Anmerkung: Das Individuum behält seine Originalität und gibt nur das Beste für die Gemeinschaft. Herr Roger, haben Sie Originalität und geben Sie Ihr Bestes.
Besuchen Sie Sie Domschatzkammer in Köln. Sie sehen sofort: Diese Menschen gaben Ihr Bestes.

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Peter Roger

Die Borg lassen GÜSSEN ...

Viel Spass Herr Duerig beim assimilieren, ohne mich aber ... gerade das unperfecte und zufällig macht´s leben lebenswert ... was sie vordern ist die versklavung des individiums zu gunsten einer gemeinschaft mit welchen zweck ? Damit die tüten suppe dann auch dem letzten schmecken muss!!!, weil es so einfacher ist?
"Die Borg-Gesellschaft ist das Modell einer totalitären, aber nicht-hierarchischen Gesellschaft."
... ... "Die Borg entwickeln sich weiter, indem sie andere Rassen und ihre Technologien „assimilieren“, das heißt, deren Wissen und Erfahrungen in ihrer Gesamtheit in sich aufnehmen, um durch ein kollektives Bewusstsein die neuen Eigenschaften der Gemeinschaft hinzuzufügen. Individuen und individuelles Bewusstsein gibt es unter den Borg nicht. Assimilierte Individuen werden zu Drohnen gemacht, deren Körper mit mechanischen Implantaten und Nanotechnologie ausgestattet sind. ... ... Perfektion ist das Ideal des Borg-Kollektivs." (*1 auszug aus wikipedia "die Borg")

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Hans Lutz Oppermann

„Wir kennen nicht den künftigen Wert von Daten“

„Wir kennen nicht den künftigen Wert von Daten“, wirklich nicht. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis einer Ware.

Hinter einem Vorhang des Schweigens werden illegal massenhaft Daten von Diensten abgegriffen und mit dem Argument der Sicherheit (ja, wer will denn keine Sicherheit??) gerechtfertigt.

Skrupellosigkeit offenbart sich, ein Schelm ist, wer böses dabei denkt. Nachfrage & Angebot bestimmt die kriminelle Absicht, ups - meinte den Wert der Informationen, also wir kennen den Wert wirklich nicht?

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Günter Blümel

wessen Interesen

Brillanter Beitrag. Wenn die Daten, die unser Kühlschrank, unser Einkaufsverhalten und unzählige mehr zum Beispiel erkennen lassen, ob wir kurz davor sind, Tabletten-abhängig oder Alkoholiker zu werden, dann können die Daten zu unserem Besten benutzt werden oder zum Besten des Pharmakonzerns oder Alkoholverkäufers. Von Kriminellen oder korrupten Parteipolitikern will ich gar nicht est reden. Ich weiß ganz gut, was in meinem Interesse ist und möchte nicht, dass anderer Interessen mich einfach so vernichten können.

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Lukas Werth

Nur so am Rande: wo sind eigentlich die Piraten in dieser Debatte? Kam mir gerade so in den Sinn.

Aber Schirrmacher hat recht, klar. In der SZ von heute ist ein Interview, in dem klar gemacht wird, dass das Postgeheimnis heute praktisch nicht mehr gilt. Wir vertrauen einfach auf die Masse, darauf, dass unsere Daten schon nicht so interessant oder brisant sind. Schließlich sind wir alle brave Bürger, oder? Doch wir verlassen uns darauf, dass der Staatsapparat und beigeschaltete commerzielle Unternehmen (facebook, google und co.) friedlich und wohlwollend bleiben. Und dafür gibt es keine Garantie, im Gegenteil! Die Möglichkeit erzeugt die Lust an totaler Kontrolle, an Gleichschaltung, an der sanktionierten Kontrolle sozialer und intellektueller Normen. Regierungen können versucht sein, ebenso wie facebook Werbung zurechtschneidet, den Menschen nach dem Maul zu reden und mit den gleichen Mitteln den geamten Diskurs zu steuern, den Bürgern zu sagen, was sie reden sollen. (Wer sagt, dass der Facebook-Freund eine wirkliche Person sein muss?)
Und nochmal: wo sind die Piraten?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.07.2013 09:57 Uhr
Steve König

Die sind schon dabei

Aber die meisten der großen Medien halten es nicht für nötig, darüber zu berichten. Entweder werden die Piraten immer noch als Außenseiter angesehen und eher als "IT-Fuzzis" abgetan, oder da kommt von einer bestimmten Stelle Druck, damit nicht berichtet wird.

Beispiele zu dem Thema & Aktionen der Piraten siehe unten.
Zusätzlich dazu gibt es Forderungen zum besseren Datenschutz und gegen das Ausspionieren in ihrem Wahlprogramm. Auch eine gesonderte Regelung für die Behandlung von Whistleblowern gehört dazu.

[3 Links entfernt. Mod.]
golem.de/news/berlin proteste gegen obma
piratenpartei.de

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Closed via SSO
Björn Hiemer (bhiemer) - 10.07.2013 06:32 Uhr

Visionslos

Das Problem ist, dass die wichtigsten Kritiker momentan von außerhalb kommen. Sie sprechen weder die Sprache der Technologen noch die der Ökonomen, und sie bringen nichts an Lösungsvorschlägen mit, was irgendjemand als nützlich betrachten würde.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.07.2013 09:01 Uhr
Gordian Hense
Gordian Hense (arjello) - 10.07.2013 09:01 Uhr

Selbst wenn ich welche hätte würde ich sie nur gegen viel Geld abgeben

Durch die US-Infizierung Europas zählt nur noch Kohle keine Ideale. Ergo: Wenn ich Lösungen hätte, würde ich mich dafür teuer bezahlen lassen. Wer gibt also Geld für eine Lösung aus? Sind es die freien Bürger, die frei bleiben wollen oder staatliche Organe wie die NSA? In dem wir alles auf das Wirtschaftliche reduzieren, werden wir uns selber immer wieder in den Hintern treten. Und bei dieser Denkweise beginnt die neue Welt. Aber das muss erst einmal jemand verstehen und dann müsste man es umsetzen. Obwohl ich kein Freund vom Sozialismus bin, werden, aus meiner Sicht nur solche Systeme in Zukunft Erfolg haben. Denn sie haben die Steuerungshoheit über Dinge bei denen nicht der Profit zählt, sondern Ideale. Deshalb ist China auch so erfolgreich, ob wir wollen oder nicht. In der freien Welt kämpfen viele machtlose Bürger gegen machtvolle Institutionen, die sie eigentlich geschaffen haben. Totale Energieverschwendung ohne Erfolg.

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Horst Schmidt

Sie wollen die Kontrolle zurückgewinnen, Herr Schirrmacher - andere nicht

Amazon & Google sind doch so nützlich und gut für die Menschheit, wer will da schon seine Kontrolle zurück? Und wen stört das bisschen Überwachung durch NSA & Co.?

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Thomas Detlefson

Link

Liebe FAZ-Mitleser,

Dies ist ein interessantes, schon etwas älteres, Video zum Thema der letzen Tage.
[Link entfernt. Mod.]
youtube.com/watch?v=_VdFtb4zNXE

Gestern habe ich den eindrucksvollen Film gesegen: Geschwister Scholl: Die letzen Tage.
Seither frage ich mich wer die Geschwister Scholl der heutigen Zeit sind. Möglicher Weise diejenigen, denen wir die heutige Debatte verdanken? Ich hoffe nur, dass sich ihr Eifer und Mut lohnt und eine Bewegung für Persönlichkeits- bzw. Freiheits- und Selbstbestimmungsrechte, in einer Digitalen und Vernetzen Welt, entsteht.

Mit freundlichen Grüßen,
Thomas Detlefson

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Clemens  Oppermann

Keine Panik Herr Schirrmacher: Dass aus pathologischen Erscheinungsformen Normen für die Gesell-

schaft abgeleitet werden, ist nichts Neues! So wird ein solches Unterfangen von je her in Religionen, Sekten und Kirchen betrieben wo die fälschliche Annahme vorherrscht, Sprache sei mehr als nur von hinweisendem Charakter und bilde ab. Wo ein endogen wie exogen wirkender Machtfaktor, ein System, das instrumentalisiert, hinzu kommt, da wird die Sache problematisch. Dann kann sich der einzelne Mensch in der Tat nicht mehr entziehen. Ihm bleibe nur die Zerstörung des Systems. Aber weil das kollektive Sinnsystem Sprache in all den Jahrhunderten religiöser oder auch nur moralischer Herrschaft noch von niemanden zerstört wurde - Schweigen stellt nur eine Form redseliger Enthaltung, so bleibt zu erwarten, dass auch im Innern der vernetzten Maschine ein Mensch sich jenen Machtfaktor im für ihn gebotenen Ungehorsam, in Leugnung und Täuschung entschärft, ohne sich ihr aber völlig zu entziehen vermag. Priester und Systemagenten bleiben somit nach wie vor die größten Feinde informeller Freiheit.

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Dr. Lars Meyer

Das Kapital…

…ist entfesselt; hier der Wettkampf derer, die sich das schön reden können. Der Tenor der Diskussion der letzten Tage: das kleinere Übel…, wer sich Nichts zu Schulden… Es gibt praktisch keine nicht-utilitaristische Position zum Thema mehr. Man bräuchte eine Ideologie, um aufzubegehren, aber Ideologien sind in der Postmoderne nicht mehr gefragt: Wer abwiegelt: mag Monopole; den politisch-wirtschaftlichen Komplex; ist für Herrschaft; ist für Ungleichheit; und hat vor allem sich selbst wohl seit langem gerettet-arrangiert.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.07.2013 14:00 Uhr
Peter Haeckmann

Die Ideologie...,

...in der Tat; was kann der Mensch denn heute noch, nicht wahr: wer will: der will. Wer nicht will: der nicht will. Was übrig bleibt?...?...Hurz!

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Franz Siebrech
Franz Siebrech (rosi110) - 10.07.2013 10:15 Uhr

Es gibt zu der Problematik dei Lehre

der Kirche, die Lehre Christi, des Hl. Geistes.
Wer Christus im Herzen trägt, wirklich im Herzen, dem kann keiner was.
Es gibt die vielen und erhellenden Enzykliken wie z.Bsp. dei Sozialenzykliken mehrerer Päpste.
Und natürlich die katholische Soziallehre.
Wenn eine Ideologie die andere bekämpft, kommt nichts dabei heraus außer noch mehr Schaden.
Christ zu sein, den Herrn zu lieben- das ist "es"; das macht froh.

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gisbert heimes

Es kommt darauf an zu verstehen

welche Prozesse hier ablaufen. Von welchen Antriebskräften sie gesteuert werden und welchen Interessen. Es wird doch nicht die olle 'invisible hand' sein...

PS: Wenn es ganz hart auf hart kommt - Stecker ziehen und aus die Maus. Nicht schön ohne Strom? Fangen wir halt nochmal von vorne an.

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Thomas Philippi
Thomas Philippi (mot2) - 09.07.2013 23:56 Uhr

@Frau Clara West "Das Schlimme ist nicht, dass es diese digitale Welt gibt...."

ehe man nein sagt, muss man sie, die digitale, verstehen lernen.

Als der Menschheit die Kernkraft gereicht wurde, die Freiheit, die Digitalisierung oder Europa die Kolonien, was machte der Mensch, er biss in das vergiftete Ende der angebotenen Wurst. Das ist die universale Regel, freie Räume werden besetzt, das Potential genutzt.
Kann man übrigens in heimischen Gefilden wunderbar erkennen, beim Staubwischen.

Wenn jetzt der kleine Hasenfuss, den Wettlauf aufnimmt, sollte er eigentlich wissen, der Igel ist schon da.

Hat der Hase, in seiner Sosse, äh, Sasse, schläfrig kauernd, in seinem Wahn etwas übersehen?
Ist er nicht Opfer seiner eigenen Phantasien, den "Bürgerphantasien", die gegenwärtig ähnlich expandieren, wie die der Paranoiker mit ihrem Yottaspeicher.

So wird die Lösung noch ein Weilchen dauern, der Haarmann Periode.

zum Grusse

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09.07.2013, 16:24 Uhr

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