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Bezahlmodelle im Internet Umsonst ist nicht genug

 ·  Wer soll für Kultur bezahlen, wenn sie zum virtuellen Gut wird? Der Staat? Der Schwarm? Die Fans? Ein paar Modelle für eine ungewisse Zukunft.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (11)

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Renee Claude
Renee Claude (recla) - 02.05.2012 10:11 Uhr

Kulturpauschale

auf Deutsch auch "Flatrate" genannt, ist der feuchte Traum der GEZ. Die wird dann zur wichtigsten und datengeilsten Behörde der Welt. Da werden hunderttausende neue Arbeitsplätze generiert, in denen alle Gescheiterten dieser Welt Lohn und Brot finden können: Vom Exstasi-Mitarbeiter bis zum ekstatischen Möchte-Gern-Künstler.

Genial. Wir werden uns noch wünschen, es gäbe nur die GEMA.

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Rainer Brombach

... funktioniert also nur, wenn die ganze Welt mitmacht, so wie bei der CO2-Einsparung

Wenn die ganze Welt mitmachen muss, warten wir, bis wir schwarz werden.

Abgesehen davon hat das Modell verfassungsmäßige Schwierigkeiten, die so einfach nicht zu überwinden sind. Die Flatrate müsste für verschiedene Netzanschlussgeschwindigkeiten verschieden hoch ausfallen, damit nicht ein kleiner Downloadaffiner Teil der Gesellschaft seine Kosten auf die Allgemeinheit abwälzt, die das Angebot gar nicht nutzt.

Der Zugang müsste auch künstlich erschwert sein, damit die Gewerbefreiheit der bereits vorhandenen Angebote im Netz, die ohne Flatrate auskommen, nicht verletzt wird. Die haben nämlich in einem Rechtsstaat eine Bestandsgarantie gegenüber staatlichen Eingriffen.

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steven bukowski

GEMA vom Internetanbieter

Von jedem Internetanbieter der eine Grundgebührverlangt eine art GEMA pauschale verlangen
ohne Preiserhöung.

Downloaden bzw. runterladen tut eh jeder egal welches alter im Raumsteht

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K. Peter Luecke

Unnötigte Verkomplizierung der Bezahlfrage ! Im Beitrag wird das "Kulturflatrate"-Modell ...

... unnötig verkompliziert ("Doch nach welchem Prinzip würde das Geld aufgeteilt werden? ...Man könnte seine fünf Euro an die Künstler verteilen, die man besonders gern hat. Wie das technisch funktionieren soll, weiß man noch nicht so genau. Die Künstler müssten sich vorher bei Angela Merkel angemeldet ... haben" etc etc). Dabei geht es einfach (und technisch analog Verkehrsmaut-Prinzip erprobt): Die Beiträge (Musik, Bücher, Videos ...) werden einheitlich über ein zentrales Serversystem eingespeist und können kostenlos heruntergeladen werden. Nach der Abrufzahl wird abgerechnet. Und mit IP6 - das eine eindeutige Identifizierung der Nutzer erlaubt - ist es einfach möglich, Mißbrauch (künstlich erzeugte Massendownloads) zu verhindern. In jedem Land gilt dasselbe Modell. Zwischen Ländern - also etwa wenn aus China mehr aus Deutschland herunter geladen werden sollte als umgekehrt - werden über die Flatrate-Pools Ausgleichszahlungen vorgenommen. Soweit in Kürze das Grundprinzip !

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Barda Amu
Barda Amu (barda.amu) - 01.05.2012 20:34 Uhr

re: flattr

Ganz so schlecht, wie im Artikel beschrieben, sieht es dann aber nicht aus. Und wenn andere Medien als die "bettelnde" taz nicht eine so herablassende Herangehensweise zeigen würden, könnte sich da noch viel bewegen. Aber man zieht scheinbar lieber den Opfern, die das Netz nur ohne Adblock kennen, das Geld aus der Tasche. Das, meine Damen und Herren, ist dann wohl ehrlicher Broterwerb.

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Stefan Sedlaczek

Keine normative Frage

"Wer soll für Kultur bezahlen, wenn sie zum virtuellen Gut wird?" Schon die Frage ist entlarvend. Wir haben es hier nicht mit Normativem zu tun - außer von denen, die Normen mit (demokratischer) Gewalt anwenden möchten. Die richtige Frage, die offen und gewaltfrei ist, lautet daher: Wer wird für Kultur bezahlen, wenn sie zum virtuellen Gut wird? Und die Antwort lautet: Wem sie etwas wert ist. Für Güter nimmt man einen Austausch vor. Sonst handelt man nicht. Das ändert sich auch unter "virtuellen" Bedingungen nicht. Bleibt man im Bereich des Freiwilligen und nutzt man die vielfältigen Entdeckungsmöglichkeiten eines Marktes, von Foren oder anderen freiwilligen Austauschbörsen, dann werden sich auch gerechte Lösungen konkretisieren. Da bin ich ganz zuversichtlich. Die Menschen machen das schon. Das war schon immer so.

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Closed via SSO
Sebastian Kramer (Krakz) - 01.05.2012 14:00 Uhr

Nur Abgabe realistisch

Nur eine Abgabe würde nennenswerte Summe zusammenbringen. Mit 5 Euro für "Alles" ist aber nicht getan, den lustigen Rechenfehler mal beiseite gelassen:
Das reicht ja kaum für die Sportrechte. Denn eines ist ja klar. Mit dieser Abgabe wären alle anderen Bezahlmodelle sofort tot.

Und: Typisch für eine deutsche Lösung wäre natürlich, das Geld kommt unter öffentliche (sprich Parteien)-Kontrolle, und von dort wird es nach Massagbe von Lobbyisten und
Tatort-Staatskünstlern verteilt. Also viel Geld für Tatort (den keiner kopiert) aber wenig für Trash wie Battleship, den alle sehen wollen.

Ich bemühe das letzte Argent häufiger, Entschuldigung dafür: Den weitaus größten Anteil an illegalen Kopien im Netz hat Porno.
Wenn die Verteilung der Gebühren fair sein spollte, kämen minmal 60 Prozent dort an.
Wäre vielleicht nicht schlecht, wäer zumindest mal ehrlich

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fritz Teich

Die Telekom, ist doch klar!

Die Internetindustrie kann nicht erst dasw Problem produzieren und dann sagen, das geht uns alle nichts an! Was im Fall von Tonbandgeraeten richtig war, kann im Fall von Kabeln, Stecker, Computern und wer daq alles noch dran mitverdient nicht falsch sein!!!

Denn auch heute kann man noicht ein ganzes Volk kriminalisieren. Man kann es auch nicht versklaven.

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Tibor Hegedüs

Rechenfehler?

"Wenn jeder der 25 Millionen Haushalte mit Internetanschluss diesen obligatorischen fünf Online-Kultur-Euro zahlen würde, das hat der Chaos Computer Club einmal ausgerechnet, dann würden sich in dem Topf jeden Monat 1,5 Milliarden Euro sammeln."

Hmm. Laut meiner Rechnung sind 25.000.000 x 5 = 125.000.000. Ich fürchte, Sie haben die Jahreseinnahmen mit den Monatseinnahmen verwechselt?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.05.2012 10:20 Uhr
Renee Claude
Renee Claude (recla) - 02.05.2012 10:20 Uhr

Systemischer Irrtum

So ähnlich rechnen auch die Musik- und die Filmindustrie, wenn sie die fiktiven Schadenshöhe durch illegale Downloads als Horrobild an die Wand malt, an der sie angeblich bereits mit dem Rücken stehen.

Hätte der Herr vom Fülletong doch vorher mal den Kollegen von der Wirtschaft mal über den Text schauen lassen ...

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Stefan Sedlaczek

Auch ein Logikfehler

Es ist nicht nur die Rechnung, die hier nicht stimmt. Die fünf Euro fehlen ja für den eigenmotivierten Genuß von Kulturgütern. Und dann gibt man die Macht über die Verfügung von Wertentscheidungen auch noch ab an Leute, die bereit sind unter Gewaltandrohung Geld einzukassieren. So kann man sicher keine Kultur "machen".

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Jahrgang 1970, Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

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