Home
http://www.faz.net/-gqz-70v6o
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Betreuungsgeld Nennt es, wie ihr wollt, es ist Bevormundung

 ·  Es gehe um „das Wohl unserer Familien und Kinder“, sagen die Befürworter des geplanten Betreuungsgeldes. In Wahrheit geht es darum, einer ganzen Generation ein veraltetes Familienbild aufzuzwingen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (170)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

1 2 3 4 5 6  
Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Christian Wächters

Das veraltetet Familienbild

Liebe Frau Dornheim,

in der Zusammenfassung ihres Artikels fällt das Schlagwort "Veraltetes Familienbild" und das ist, glaube ich, ein zentrales Argument gegen das Betreuungsgeld. Anderseits bleiben sie in ihrer Artikel eine Vision eines "modernen Familienbildes" schuldig. Ich denke nicht, dass "Karriere und Kind" diesen Begriff ausreichend füllen. Aber genau in diese Richtung müssen wir denken. Wie anders als Kleinfamilie können wir uns Familie vorstellen?

Empfehlen
Peter Schmidt-Fanderl

Wessen Wohl? Mütter, Wirtschaft, Staat, Erzieher/innen, Pädagogikexperten, Familienpolitiker, ...

... ach so - vielleicht auch das der Kinder?

Bei dieser Diskussion wird vielfach nicht so ganz klar, worum es eigentlich primär geht.

Vielleicht wäre es ja am einfachsten und am besten, man würde die große Geldverteilmaschine einmal bremsen und den Bürgern, die alle diese "Wohltaten" zunächst bezahlen müssen (oder hinterher die angehäuften Schulden), mehr von Ihrem erarbeiteten Geld belassen.

Und dann sollte man die finanziellen und psychischen Kosten der sozialen Errungenschaften auch klar ausweisen. Abgesehen von dem Geld, das da umgewälzt wird, erscheint mir der GLAUBE, daß es für Kinder im Alter von 12 - 36 Monaten besonders förderlich oder auch nur vergnüglich ist, in einer KITA untergebracht zu sein, sehr zweifelhaft.

Wenn dann auch noch klar wird, daß die entsprechenden Betreungsplätze nur auf Biegen & Brechen bereitzustellen sind ... da kommt ja die Verkleinerung der Bw ja gerade recht, damit ein paar mehr liebevolle Betreuer zur Verfügung stehen.

Empfehlen
Dietmar Kober
Dietmar Kober (dikob) - 25.06.2012 22:41 Uhr

Verehrte Piratin Dornheim: Beredt vorgetragen, Viel an Emotion, viel an Schaumschlägerei.

Nur ein Punkt sei herausgegriffen. Seit jeher steht fest, daß ein Kleinkind die ersten Jahre am besten bei seiner Mutter aufgehoben ist. Ein Kleinkind kann keine Beziehung aufbauen, wenn die Bezugspersonen täglich wechseln. Dieses Kind muß Schaden nehmen. Eine absolute Schande ist aber die Höhe des angebotenen Betreuungsgeldes. Schließlich sehen wir, wie unsere Politik seit Jahren mit leichter Hand Abermilliarden vergeudet, indem sie Staaten damit stützt, deren Bewohner unter der Armutsgrenze leben, während Schmarotzer des gleichen Staates ihre Milliarden ins sichere Ausland transferieren. Das Mißverhältnis kann man kaum deutlicher zutage treten lassen.

Empfehlen
Jörg Tiffert
Jörg Tiffert (Tiffy) - 25.06.2012 21:40 Uhr

Im Sozialismus wurde auch so Argumentiert.

Das einzige was hier nicht geschrieben oder gesagt wurde, ist, dass Frau Dornheim nicht den Sprachschatz der SED an wandte und sich mehr auf Ihre Person bezog.
Frau Dornheim, ich sage Ihnen das Zentralismus die Kreativität verkümmern lässt und Kitas sind nun mal Zentral vom Staat geförderte Einrichtungen, wo die Kreativität vorgegeben wird.
All die kreativen Köpfe, die die Deutsche Nationen hervor gebracht haben, sind die wenigsten in einer Kita gegangen noch ließen sie sich in ein politisches Dogma hinein zwängen.
Was Sie hier, in der FAZ zu Papier gegeben haben, sind sozialistische Ideologien und die haben noch nicht viel Kreativität gehabt.
Im Gegenteil, sie hemmen so gar ein in seiner Persönlichkeitsentwicklung!

Empfehlen
Chi Tamago
Chi Tamago (tamago) - 25.06.2012 19:30 Uhr

Krank!

Ideologisch geprägte Phrasen werden hier aufgezählt ohne jeden Realitätsbezug. Zur Therapie sollte die Frau Dornheim mal einen Monat in einer Kinderkrippe hospitieren.
Wenn sie es dort überhaupt einen Monat aushält, würde sie wissen warum Eltern Kinderkrippen für Kleinkinder ablehnen und gravierende Einschränkungen auf sich nehmen. Sie, wie viele ihrer MitstreiterInnen, betrachtet diese Frage nur aus der Perspektive der gebildeten, berufstätigen Frau. Das ist aber der falsche Ansatz: das Kleinkind hat das Recht die intensive elterliche Begleitung in seinen ersten 3 Lebensjahren zu beanspruchen. Die Eltern sind hier in der Pflicht!
Noch eine Bemerkung zum Thema Bildung: der Hinweis auf Bildung in Kinderkrippen ist absurd. Ein intensives, vertrauliches, offenes Gespräch mit einer Kinderbetreuerin öffnet da die Augen!

Empfehlen
Günter Schwank

Die Gegenthese:Verstaatlichung

Wer Betreuungsgeld Bevormundung nennt, muss sich gefallen lassen, dass man den
Zwang zur öffentlichen Krippe als Verstaatllichung der Kinder bezeichnet. Da ist es schon besser nach Artikel 6 unseres Grundgesetzes zu verfahren: Pflege und Erziehung sind das natürliche Recht der Eltern! Das nennt man dann zu recht Wahlfreiheit.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.06.2012 20:34 Uhr
Uwe  Koschinksy
Uwe Koschinksy (ORDO32) - 25.06.2012 20:34 Uhr

Wieso

Wird jemand zur Krippe gezwungen? Besonders in eine öffentliche? Gibt ja sicherlich auch Private und Kirchliche. Jedem steht es frei seine Kinder, trotz Krippen, daheim zu erziehen. Wieso sollte jemand dafür belohnt werden, wo doch schon die Kosten für die Krippe gespart wird(da die ja meines Wissens nach, nicht komplett kostenlos sind). Ich frage mich manchmal, wo hier der Eindruck der Zwanges und Verstaatlichung usw. herkommt.
Deswegen ist ihr Argument bzgl. Wahlfreiheit sehr schwach, da hier niemanden das Recht auf Erziehung abgesprochen wird(da es ja keinen Zwang gibt). Das müssten sie schon näher erklären.

Empfehlen
Karl Josef Kettel

"Herdprämie"

Frau Dornheim umschreibt eloquent den Begriff "Herdprämie". Aber sie übersieht damit, dass sie Artikel 1 GG die Würde der Familien, der Frau und auch des Mannes, die sich für das "alte Familienbild" entscheiden, nicht gerecht wird. Denn "Herdprämie" ist indirekt eine Herabsetzung der Würde einer Person.

Empfehlen
Uschi Friedrich

Achtung Ideologie

Es ist schon erschreckend wie hier die Konservativen sich provoziert fühlen! Ich meine, dass die Handlung des Staates doch dann als positiv zu bewerten ist, wenn sie aktuelle reale Probleme der gesamten Gesellschaft reduziert oder meinetwegen (falls vorhersagbar) zukünftige verhindert. Es sollte im idealfall doch nicht darum gehen den Bürger zu erziehen und ihm irgendwelche Idealvorstellungen von Familie etc. aufzuzwingen.
Tut er das nicht im Falle von sozial "schwachen" Einwanderern, denen er Belohnung verspricht, wenn sie Ihre Kinder zu hause erziehen?
Der Bürger mit Geld wird hingegen schon Wege finden sein Kind z.B. zur Elite zu erziehen, derartige Angebote gibt es bestimmt auch im schwärzesten Bayern genug.
Es ist einfach schade, dass die Bildungsforschung einfach zuwenig Kohortentudien hierzu "auf Lager" hat., dadurch kann jeder seinen Senf abgeben, wie es ihm gerade dünkt....

Empfehlen
Jürgen Heienbrok

Darf ich mal provozieren?

Weil der Staat sparen muss, bin ich (Vater von 7 Kindern) nicht unbedingt für das Betreuungsgeld.
Aber im Zuge des laufenden medialen Halali gegen das Betreuungsgeld fiel mir etwas auf:
Ist nicht gerade der ( teilweise Total-Zuschuss ) für die Kita erst recht eine „Prämie“,
ein reines Geldgeschenk??
Wenn es nur um die Gewährleistung der Berufschancen junger Frauen ginge, wäre es rein rechnerisch nicht nötig (unterstellt jetzt mal, dass die Berufsarbeit die tatsächlichen Kosten eines bezahlten Kindergartenplatzes erwirtschaftet).
Ja, was ist die staatliche Kostenübernahme denn dann? Doch letztlich einfach verkapptes „Geld auf die Hand“.
Damit das nicht so schockierend gesagt werden muss, murmelt man eben von Chancengleichheit.

Empfehlen
Jürgen Klebowski

Veraltet ist die Position der Verfasserin

So, so - es ist ein veraltetes Familienbild, wenn die Frau und Mutter zunächst zu Hause beim Kind bleibt. Da hat sie natürlich recht, die Verfasserin. Doch ihr Familienbild sieht doch kaum anders aus. Für sie scheint es doch nur die Alternative zu geben: Frau im Beruf oder Frau zu Hause. Was ist mit Frau im Beruf und Mann zu Hause? So fortschrittlich ist die Piratin wohl noch nicht - also veraltet. Sie kommt aus ihrem eigenen Rollenbild nicht hinaus. Und ist es so modern, für den Arbeitsmarkt jederzeit verfügbar zu sein? Wenn ja: Auf diese Art Modernität kann ich gerne verzichten Und mal nebenbei: Was trifft denn nun zu? Daß die sozial Benachteiligten dann zu Hause bleiben oder daß sich das Betreuungsgeld nur die Bessersituierten leisten können? Vielleicht gibt es ja noch weitere Argumente, die sich zwar widersprechen, aber hübsch zu lesen sind.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.06.2012 20:52 Uhr
Uwe  Koschinksy
Uwe Koschinksy (ORDO32) - 25.06.2012 20:52 Uhr

Nicht gelesen?

Hmm, dann haben sie den text wohl nicht besonders aufmerksam gelesen. Zitat:
" in der Realität sieht es allerdings immer noch so aus, dass im Zweifelsfall der Elternteil zu Hause bleibt, welcher weniger verdient, und in Deutschland ist das in aller Regel die Mutter"

Das hat eben niichts mit Familienbild zu tun, sondern etwas mit rationaler Entscheidung. Es ist nunmal so, dass Frauen meist weniger verdienen, Frauen daher auch die sind, die daheim bleiben werden.
Es geht ja nicht darum, den Arbeitsmarkt ständig verfügbar zu sein, sondern es Frauen eine Chance auf einen beruf zu ermöglichen. Daheim erziehen, kann sie effektiv auch ohne Betreuungsgeld.
Das die sozial benachteiligten daheim bleiben, ist nunmal Belegt. Hintergrund ist wohl, dass sich bei einem 400€ Job sich 100-150€ schon rechnen können, wenn man Zeitaufwand, Kosten der Krippe bedenkt(ist ja nicht unbedingt kostenlos)

Empfehlen
Stefan Wisheu

Viel Lärm um nichts.

Die FAZ bietet dieser unreifen Person ein Forum, - aber warum wird das auch noch so ausgiebig diskutiert ?

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.06.2012 18:36 Uhr
Christian Wolff

Diskussion

weil sonst überhaupt nichts mehr diskutiert würde und man alles dem Polit-Schacher e.V. überlassen würde. Der Artikel der Autorin spiegelt einen ( zweifellos legitimen ) Blickwinkel. Legitim heisst ja nicht unbedingt "richtig" oder "das Beste". Es wäre schön, wenn genau das der Autorin durch diese Diskussion klar werden würde. Auch damit sie abwertende Begriffe wie "altmodisch" o.ä. bei einem so wichtigen Thema sorgfältiger abwägt. Der Umgang mit Kindern hat nichts mit Mode zu tun.

Empfehlen
Josef Tura

70% ???

Es gibt Leute, die glauben jeder noch so fadenscheinigen Umfrage und jeder mit fragwürdigen Methoden zusammengepopelten Statistik. Angeblich sind 70% der Bevölkerung(von zwei Monaten bis 100 Jahren-oder was?) gegen das Betreuungsgeld. Schon diese Formulierung ist erstunken und erlogen: 70% der Befragten sind vielleicht dagegen. Aber ich zum Beispiel wurde garnicht befragt. Es ist doch ganz einfach: wer Kinder in die Welt setzt, soll sich um sie kümmern. Kinder, die mit ständig wechselnden Bezugspersonen aufwachsen, sind mit 20 signifikant öfter beim Psychiater als von den Eltern erzogene. Sagt eine von mir ad hoc erfundene Studie aus Skandinavien und Tukka-Tukka-Land...

Empfehlen
Michael Wagner
Michael Wagner (comic) - 25.06.2012 17:14 Uhr

Auch auf die Gefahr hin, sich unbeliebt zu machen,

Zahl der Abtreibungen 2010 in Deutschland 110694, Reproduktionsrate 1,41 in 2011. Das sagt doch alles. Mein Bauch gehört mir! Jeder ist sich selbst der nächste und denkt nur an seinen eigenen Vorteil. Wenige haben das Gemeinwohl, Nutzen und Wohlergehen der eigenen Gesellschaft im Focus. Ich kann mich des Eindruckes nicht erwehren, dass diese Gesellschaft ihre Daseinsberechtigung verwirkt hat. Und dann noch: Kinder sind ein Armutsrisiko! Ja dann, wenn ich jegliches Unmaß des hiesigen Lebensstandards zur Maxime des eigenen Handelns erhebe. Sowohl in Afrika als auch in Asien habe ich noch nie erlebt, Kinder als ein Armutsrisiko zu betrachten, wo es dort tatsächlich so ist. Wir haben jeglichen Maßstab für ein würdiges Menschsein verloren.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.06.2012 10:02 Uhr
Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 26.06.2012 10:02 Uhr

@Herr Wagner

Eigentlich hat es Herr Schneider schon gesagt, dennoch: Sie haben keine Ahnung über Kinder in Afrika, Ihren wohlfeilen Worten zum Trotz. Informieren Sie sich über die Zusammenhänge Kinderarbeit-Rentenversicherung-Kindersterblichkeit in Afrika.

Unglaublich dass ein solcher Gutmenschenartikel 38 positive Bewertungen bekommt, ganz offensichtlich lebt D in einer Wohlfühl-Kuschel-Gesellschaft.

Empfehlen
Sebastian Schneider

Krude Ansichten

Zunächst einmal ist mir der direkte Zusammenhang zwischen Abtreibung und Krippenbetreuung nicht ganz klar. Denn die ganze Diskussiondreht sich ja um die Betreuung eben nicht abgetriebener Kinder.
Und in weiten Teilen von Afrika und Asien sind Kinder eben kein Armutsrisiko, sondern dringend benötigte Arbeitskräfte mit schlechter Gesundheit und hoher Sterblichkeit, die den deutschen Kulturkampf im Kinderzimmer höchst befremdlich fänden, weil für sie beide Alternativen vergleichbar paradiesisch sind. Die ltern selbst trifft daran in der Regel keine Schuld. Sie sind ökonomischen Zwängen ausgeliefert. So wie deutsche Eltern, bei denen beide Elternteile für ein familienverträgliches Einkommen arbeiten müssen und kein Geld für eine private Nanny vorhanden ist.

Empfehlen
Wolfgang Orth

Erst richtet unsere Politik

mit sehr viel Steuergeld gesetzlich verpflichtende Betreuungsplätze ein und zahlt dann ebenfalls mit Steuergeld hohe Beträge, um genau dieses Angebot nicht anzunehmen. Ich nenne das Veruntreuung.

Empfehlen
Josef Hauser

Staat - halte dich aus der Kinderfrage raus!

Der Staat muss sich komplett aus der Kinderbezuschussung raushalten. Auch das Kindergeld gehört abgeschafft, weil es vollkommen falsche Anreize setzt.

Wenn eine Mutter arbeiten will, weil sie auf diese Weise mehr erwirtschaftet (übrigens auch zum Vorteil des Staates bei den aktuellen Steuersätzen) und sich dann eine gute Kinderbetreuung leistet, ist doch nichts dagegen einzuwenden!

Wenn eine Mutter sich entscheidet, nicht zu arbeiten und stattdessen ihre Kinder zu betreuen, ist dagegen auch nichts einzuwenden.

Andere sollten aber nicht dazu herangezogen werden, die privaten Entscheidungen der Menschen zu subventionieren.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.06.2012 20:56 Uhr
Uwe  Koschinksy
Uwe Koschinksy (ORDO32) - 25.06.2012 20:56 Uhr

so einfach ists nicht.

So einfach ist es nicht.
Der Staat muss in bestimmten Fällen Hilfestellungen geben.
Das gilt besonders für sozial schwache Familien, denn aus eigener Kraft kommen die wenigsten da von selbst wieder raus.
Wenn es dahingehend keine unterstützung gibt, bedeutet das auf längere Sicht gesehen, mehr Arbeitslose und wahrscheinlich auch mehr Kriminalität. Beides Kostet dem Steuerzahler, auf eine Dauer von mehreren Jahrzehnten gesehen, deutlich mehr als die paar Jahre Krippe/Krindergarten etc.

Empfehlen
Janosh Gnisleh

Wird Frau Dornheim hier mißverstanden...

... oder ist mir irgendwas entgangen? Ich finde nämlich, daß Sie inhaltlich vollkommen im Recht ist. Die meisten Kommentatoren stören sich hier offenbar mehr an der Wahl ihrer Formulierung als an dem was sie inhaltlich von sich gegeben hat. Betreuungsgeld ist wohl kaum ein Anreiz für potentielle Eltern, von denen man sich Nachwuchs wünschen würde, vielmehr werden sich hier die Problemgesellschaften anschicken und häufiger das Schlafzimmer aufsuchen.

Empfehlen
Peter Shaw

Klientelpolitik für kleine Minderheit

Falsch - oder auch einfach keine Ahnung. In Bayern (das in allen Belangen schulicher Leistung u. Bildung anführt) werden 2/3 aller Kinder bis zum dritten Lebensjahr zuhause erzogen. Ein Glück.
.
Fräulein Dornheim, die das Betreuungsgeld wegen Altertümlichkeit u. staatl. Bevormundung ablehnt, wird sich 100%ig gleichzeit ihre späteren "Erziehungszeiten" auf die Rente anrechnen lassen. Das ist nicht veraltet. Genauso wie die steuerliche Begünstigung von Menschen mit Kindern. Eingeführt übrigens 1936.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.06.2012 20:50 Uhr
Hauke Lübbers

Geben Sie mindestens 3 Zeichen ein

Abgesehen davon, dass Bayern eher unter den besten 3 Bundesländern zu finden ist, führt es auch die Statistiken an, wenn es um den Zusammenhang zwischen Herkunft und Schulerfolg geht. Zufall? Oder liegt es genau daran, dass Eltern mit Migrationshintergrund ihren Kindern eben nicht z.B. so gut Deutsch beibringen können, wenn sie nur zu Hause betreut werden.

Ein Zuschuss, die an die Personengruppe (ALG II-Empfänger), die sie wirklich benötigen und davon profitieren würden, real nicht ausgezahlt wird (bzw. angerechnet wird), die Eltern mit geringem Einkommen dazu ermuntert ihre Kinder zu Hause zu behalten, so dass sie erst mit 3 oder 5 Jahren in größere soziale Gruppen von Gleichaltrigen kommen (und dann tatsächlich oft Lösungs-Probleme haben), und die Gutverdienenden nichts bringt, ist unnötig.
Dieses Geld wäre besser in neuen, besseren Krippenplätzen angelegt.

Mfg,
jemand, der sowohl in einer Kinderkrippe als auch in einem Kindergarten war und dort eine schöne Zeit hatte.

Empfehlen
Kerstin Nadine

und was dann??

Selbst wennn mehr Mütter/Väter sich dafür entscheiden würden, eine gewisse Zeit zuhause die Erziehung der Kinder zu übernehmen, was dann?? Bricht dann die welt zusammen?

Die ersten Lebensjahre im Leben eines Kindes sind die wichtigsten. Soll man diese Jahre in die Hände Fremder geben? Ich denke nur laut.

Empfehlen
Reinhard Foertsch

Infantiles

Die infantile Grundhaltung der Piraten, alles wünschbare müsse möglich sein, auch seine Zeit zweimal zu verbingen, Geld zweimal ausgeben, Kinder haben und Kinder wegstellen, etc. Wenn die Erkenntnis, das man seine Zeit nur einmal vergingen kann, konservativ ist, dann ist die Krippe-Kita-Ganztagsschul-Kette eben nur eine neue wohlstandsnaive, gleichwohl am Rande des Bewußtlosigkeitsgeschwätzes aufscheinende Emanation der totalitären Ansätze Kinder frühestmöglichs nach der Geburt aus der Elternnähe zu verabschieden. Dafür spricht vieles, wenn man potentielle Eltern anguckt, nur eben die Ergebnisse vom antiken Sparta über die Shaker-Sekte, Ceaucescu und Pol Pot.

Empfehlen
Michael Scheffler

Hallo Herr Diesing, Sie zeihen einen Anderen wieder Mal des Nichtverstehens von Argumenten

Ich wollte gern mal wissen, ob Sie Kinder haben.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.06.2012 18:58 Uhr
Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 25.06.2012 18:58 Uhr

Hallo Herr Scheffler

Das haben Sie mich schon mal gefragt, ging Sie zwar schon damals nichts an, ich hab Ihnen aber gnädigerweise darauf schon geantwortet :-) Aber das ist ja nicht das erste mal, dass Sie meine Antworten ignorieren. Spricht nicht gerade für Ihre Streitkultur.

Empfehlen
Weitersagen

Der große Unbekannte

Von Patrick Bahners, New York

Glafira Rosales ist Hauptverdächtige im Fall der mutmaßlich gefälschten Gemälde, die Knoedler in New York verkauft hat. Jetzt wurde sie festgenommen. Ihr droht eine lange Haftstrafe. Mehr 2